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«Es soll etwas Bleibendes entstehen»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

Der Trachtenwald hat seinen Ursprung im 75-Jahr-Jubiläum der Trachtengruppe Düdingen vor zwei Jahren. Waldfeste haben in diesem Verein eigentlich eine lange Tradition. Weil das Wetter für das grosse Jubiläumsfest aber als zu unbeständig eingestuft wurde, hatte man sich damals für ein «Indoor-Waldfest» in der Eishalle entschieden. Statt einer Tombola verkauften die Trachtenleute Bäume für etwa zehn Franken pro Stück – und das mit durchschlagendem Erfolg. Am Ende des mehrtägigen Festes hatte der Verein Zusagen für 1550 Bäume.

Standort in Chiemi

Natürlich hatten die Trachtenleute auch bereits ein Plätzchen für diese Bäume in Sicht. Vereinsmitglied Anton Julmy ist Pächter von 24 Hektaren Land und Wald im Chiemi, in der Nähe der Kiesgrube. Das Land gehört dem Domkapitel St. Niklaus und wird schon seit über 70 Jahren von der Familie Julmy bewirtschaftet. Beim Terrain handelt es sich um ein Stück ehemalige Kiesgrube, welche im Rahmen eines Renaturierungsprojekts wieder aufgeforstet wird. Perfekt also, um dort den Trachtenwald wachsen zu lassen – und erst noch im Jahr des Waldes.

Baum an Baum

Am letzten Wochenende war es nun so weit: Mitglieder des Trachtenvereins, Freunde und Kollegen, viele Familien mit Kindern haben sich – mit Spitzhacken und Stechschaufeln bewaffnet – eingefunden, um die ersten Bäume zu setzen. In regelmässigen Abständen wurden Bergahorne, Buchen, Fichten und Vogelkirschen, welche der Verein durch die Waldbauvereine Sense und Düdingen vermittelt bekam, gesetzt.

Das Gelände hatte Anton Julmy vorher bereits gelockert und vorbereitet. Die kleinen Bäumchen waren beim Setzen erst zwischen 40 Zentimetern und 1,50 Meter hoch, werden sich aber dank regelmässiger Pflege und Hege hoffentlich zu einem stattlichen Wald entwickeln.

Bodenständiges Gefühl

«Es war ein schöner Anblick, wie fleissig und voller Eifer die Leute mitgemacht haben», sagt Rita Riedo, Vorstandsmitglied der Trachtengruppe. Die Pflanzaktion sei mehr als nur eine handwerkliche Aktivität gewesen. «Es war eine sehr emotionale Angelegenheit. Es ging sehr tief», betont sie. «Zu wissen, dass man einen Baum setzt, der wächst, gross wird und dann Wind und Wetter standhalten wird, war schon ein sehr bodenständiges Gefühl.» Einige der Teilnehmer haben «ihren» Baum gar mit einem kleinen Namensbändel versehen.

Noch konnten nicht alle Bäume gepflanzt werden, weil die vorbereitete Fläche nicht ausreichte. So wird Anton Julmy den Trachtenwald im Verlauf der nächsten Tage vervollständigen. Viel länger kann er nicht warten, denn die Bäumchen zeigen bereits die ersten Blätter. Da der Boden ungewöhnlich trocken ist, muss er den Jungwald auch regelmässig bewässern. Er wird auch dafür sorgen, dass die Spitzen der Bäume nicht von Dornen überwuchert werden.

Ein Ort der Begegnung

Der Trachtenverein wird «seinen» Wald auch nach der Pflanzaktion nicht im Stich lassen. Rita Riedo hofft, dass das Waldstück mit der Zeit zu einem Ort der Begegnung wird. Auf jeden Fall sollen dort verschiedene Anlässe organisiert werden, zum Beispiel ein Picknick. Möglich wären auch gemeinsame Pflegeeinsätze, wie sie ausführte. «Es soll etwas Bleibendes sein.»

Der Trachtenwald in Düdingen wird im Herbst eingesegnet. Dabei soll ein speziell zu diesem Anlass vom musikalischen Leiter Edi Kolly komponiertes Stück von Mitgliedern der Tanzgruppe nach einer Choreografie von Albert Julmy uraufgeführt werden.

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