Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Es sollte jetzt unbedingt regnen»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Karin Aebischer

«Die Winterkulturen kommen gut über die Runden. Beim Sommergetreide ist die Situation jedoch akut», erklärt Anton Lehmann vom Landwirtschaftlichen Institut in Grangeneuve (LIG). Das Sommergetreide habe in den letzten Wochen zu wenig Wasser erhalten, um sich mit den nötigen Nährstoffen versorgen zu können. Bei den Frühlingsansaaten für Kunstwiesen sehe es nicht besser aus.

Boden ist knochentrocken

«Für die Zuckerrüben, die Futterrüben und die Kartoffeln ist die Situation noch nicht katastrophal», erläutert der stellvertretende Sektionschef für Pflanzenbau des LIG. Als sie gesetzt wurden, sei der Boden noch feucht gewesen und seither konnten sie ordentlich Wurzeln schlagen. «Die ersten zehn Zentimeter des Bodens sind knochentrocken», sagt Anton Lehmann. Die Bise habe das Ihre dazu beigetragen. «Weiter unten hat es aber noch Feuchtigkeit», so Lehmann. Dies nütze der Frühlingsansaat jedoch wenig, da diese noch nicht so lange Wurzeln schlagen konnte.

Anders bei Gemüsebauern

«Es sollte jetzt unbedingt zu regnen beginnen», betont Anton Lehmann. Die Niederschlagsmenge sei seit Anfang Jahr bereits 150 Millimeter im Rückstand, und viele Betriebe seien nicht eingerichtet, um ganze Felder zu bewässern. «Man muss befürchten, dass die Niederschläge wieder alle auf einmal kommen».

Anders sieht es bei den Gemüsebauern aus. «Wir spüren die Trockenheit nicht gross. Wir müssen lediglich mehr bewässern», sagt Daniel Brandt, Präsident der Gemüseproduzenten-Vereinigung der Kantone Bern und Freiburg.

Drei Brände in kurzer Zeit

Durch die Trockenheit erhöht sich die Gefahr für Flächenbrände. Innerhalb der letzten zehn Tage habe es zum Beispiel im Sensebezirk drei Mal gebrannt, erklärt Nicolas Bürgisser, Oberamtmann des Sensebezirks. Der grösste Brand entwickelte sich am frühen Dienstagabend im Farnerawald bei Rechthalten auf einer Fläche von 3000 m2 (siehe Kasten).

Nicolas Bürgisser hat bei Jean-Claude Cornu, dem Präsidenten der Oberamtmännerkonferenz, beantragt, ab Montag ein kantonales Feuerverbot zu erlassen, falls die angesagten Niederschläge ausfallen oder nicht die gewünschte Wirkung zeigen. «Wir warten ab und werden falls nötig zu einer Lagebesprechung zusammenkommen», erklärt Nicolas Bürgisser.

Mehr zum Thema