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«Es war ein einmaliges Erlebnis»

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«Es war ein einmaliges Erlebnis»

Opernball-Tänzer Christoph Zbinden schwebt noch ein wenig auf Wolke 7

Auch fünf Tage nach der Wienreise ist Christoph Zbinden aus Alterswil noch nicht ganz in die Realität zurückgekehrt: Sein Traum, einmal am Opernball zu tanzen, wurde Realität, und seine Erwartungen haben sich mehr als erfüllt.

Von IMELDA RUFFIEUX

«Der Ball und die ganze Vorbereitung waren ein Erlebnis, das kaum zu beschreiben ist – das muss man einfach selbst erlebt haben», schwärmt der junge Alterswiler von seinen Erlebnissen in der österreichischen Hauptstadt. Die ganze Woche sei sehr schön gewesen.

Freundschaften geschlossen

Eigentlich war er davon ausgegangen, die Tage vor dem Ball alleine verbringen zu müssen. Doch schon bei der Ankunft am letzten Freitag kam er in Kontakt mit den anderen «Solisten», das heisst mit den Debütantinnen und Debütanten aus dem Ausland, die als Einzelperson und nicht als Paar am Ball teilnahmen. «Wir haben uns von Anfang an gut verstanden.» Die Freundschaften, die er in diesen Tagen geschlossen hat, sind für ihn die schönste Erinnerung an sein Opernball-Abenteuer. Als Gleichgesinnte hätten sie viele Stunden miteinander verbracht und seien Stammgäste im bekannten Café Sacher geworden.

Zu dieser Clique gehörte auch seine Tanzpartnerin, die er bis dahin nicht gekannt hat. Die Einzelteilnehmer konnten bei den Proben ihre Ballbegleitung selber auswählen. Zwei Damen wären «super sympathisch» gewesen, es habe aber beim Tanzen nicht so gut geklappt, erzählt der 21-Jährige. In Karin Wittl aus dem Bayrischen fand er dann eine Partnerin, mit der er sich auch auf dem Tanzparkett gut verstand.

Linkswalzer will geübt sein

Bei den Proben sei er recht nervös gewesen. Was am Fernsehen choreografisch ausgefeilt aussah, bedingte viel Probearbeit. Die österreichischen Paare konnten die Tänze, zum Beispiel die Fächer-Polonaise von Carl Michael Ziehrer zum Einzug – vorher an drei Sonntagnachmittagen üben, während es für die Auswärtigen anfangs sehr schwierig war, sich an die eleganten Drehungen zu gewöhnen – trotz der Linkswalzer-Tanzstunden, die er zuhause noch genommen hat (siehe auch FN vom 17. Januar 2005).

Die Tanzlehrer seien sehr nett gewesen. Er hätte erwartet, dass es dort zackiger, ja militärisch zugehen würde, doch sei es sehr familiär gewesen, berichtet Christoph Zbinden.

Promikinder fielen negativ auf

Der Sensler tanzte in Reihe 37 im zweiten Teil der Debütanten. Wer im Fernsehen die Übertragung des Wiener Opernballs aufmerksam verfolgt hat, konnte Christoph Zbinden ein-, zweimal für wenige Sekunden sehen. Das ist bei rund 170 Debütanten-Paaren wohl eher Zufall. Ausserdem ruhten die Kameras bei diesem Prestige-Anlass auch mehrheitlich auf der Prominenz. «Die Differenz zu den Promikindern unter den Debütanten war deutlich spürbar.» Die ersten sechs Reihen seien für diese reserviert gewesen, der Rest wurde ausgelost. «Sie nahmen es nicht ernst, kamen zu spät und schwatzten zwischendurch», berichtet er.

Ein bisschen Genugtuung war es für die «Normalos» dann schon, als ein englisches Promipaar beim Vortanzen vor dem Tanzlehrer so schlecht abschnitt, dass es eine Absage für die Teilnahme am Ball erhielt. «Wir haben später erfahren, dass die Frau bei der Gruppe singt.» Auch andere Prominente sind Christoph Zbinden am Ball begegnet: das Ex-Spice Girl Gerri Halliwell in der Loge des Millionärs Richard Lugner, die Partylöwin Tatjana Gsell und DJ Ötzi.

Die Exklusivität des Anlasses zeigte sich auch an den Preisen für die Verpflegung: Ein Glas Champagner kostete 30 Euro. Zum Glück war es den Debütanten erlaubt, selbst Verpflegung mitzubringen.

Von der Tanzbühne ins Flugzeug

Nach dem offiziellen Auftritt der Debütanten stieg das Tanzfest erst richtig. In verschiedenen Sälen der Oper wurde Musik verschiedenster Stilrichtungen geboten und so hat Christoph Zbinden im Frack zum Beispiel Rock getanzt – bis buchstäblich die Sohlen rauchten: Es war schliesslich die Putzkolonne morgens um fünf Uhr, die ihm und seinen Tanzkolleginnen und
-kollegen das Verlassen der Staatsoper nahe legten.

Da der Sensler noch am gleichen Morgen den Heimflug gebucht hatte, reiste er im Frack nach Hause. Erschöpft von der exzessiven Woche und den Eindrücken des Abends hat er schon im Flugzeug geschlafen und sich dann zuhause für 18 Stunden ins Bett gelegt.

Viele positive Reaktionen

Die Rückkehr ins «normale» Leben sei ihm nicht leicht gefallen. Noch das ganze Wochenende habe er mit den neu gewonnenen Freunden SMS ausgetauscht. «Es war ein richtiger Traum und deshalb schwierig, wieder in den Alltag zurückzufinden.» Ab Montag stand Christoph Zbinden wieder hinter dem Schalter der Kantonalbankfiliale in Flamatt. Dort, wie auch zuhause, haben ihn viele Leute auf das Erlebte angesprochen. «Viele haben mir gesagt, es wäre auch ihr Traum, einmal an so einem Anlass teilzunehmen. Darauf kann ich nur sagen: Erfüllt Euch diesen Wunsch, es ist möglich und auch für Normalverdiener bezahlbar.»

Vielleicht als Gast wieder dabei

Es sei eine einmalige Sache, eine einzigartige Gelegenheit mit Erinnerungen, die er nie vergessen werde. Mit seinen Ball-Freunden hat er schon Adressen ausgetauscht und gegenseitige Besuche vereinbart. Ausserdem bleiben ihm noch die 230 Fotos, die er mit seiner Digitalkamera geschossen hat. Und wer weiss, vielleicht ist er einmal wieder am Opernball dabei – als Gast, um das schöne Fest zu geniessen. «Es muss ja nicht in einer 16 000-Euro-Loge sein.»

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