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«Es war eine demokratische Entscheidung»

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Autor: Imelda Ruffieux

75 Bürgerinnen und Bürger hatten sich am Freitag zur konstituierenden Gemeindeversammlung von St. Silvester eingefunden. Angesichts der eher harmlosen Traktanden waren dies mehr als selbst bei brisanten Geschäften. Die konstituierenden Anträge – von der Einberufung zur Gemeindeversammlung bis zu Kompetenzerteilungen an den Gemeinderat für dringliche Geschäfte, für Grundstückgeschäfte und für Verkäufe von gemeindeeigenen Parzellen – wurden diskussionslos angenommen. In die Finanzkommission wurden die drei Kandidaten gewählt, die von der Liste CVP/FDP vorgeschlagen wurden.

Drei Sitze, sechs Kandidaten

Bei der Wahl in die Ortsplanungskommission mussten dann schon die Stimmzettel verteilt werden. Für die drei Sitze stellten sich neben den bisherigen Mitgliedern Bruno Vonlanthen (Freie Bürger), Linus Buntschu (Freie Bürger) und Hans Bielmann (parteilos) auch drei neue Kandidaten zur Verfügung: Roland Buntschu, Stefan Kolly und Daniel Clement. Diese waren von der CVP/FDP vorgeschlagen worden. Der Appell eines Bürgers, man möge doch den Bisherigen die Chance geben, angefangene Arbeiten weiterzuführen, wurde mit Applaus quittiert und fand bei der Mehrheit Gehör.

Schwelende Missstimmung

Erst am Schluss der Versammlung brach die schwelende Missstimmung in einer Diskussion auf. Ammann Alexander Kolly hatte gerade informiert, dass die Wahl in die Schulkommission, die mitverantwortlich für den Rücktritt von Gemeinderätin Chantal Makiol war (FN vom 10. Juni), nicht mehr rückgängig gemacht wird. Er bat, den neuen Leuten die Chance zu geben, ihre Arbeit anzugehen. Ein Bürger meinte, dass es fair gewesen wäre, wenn die bisherigen Mitglieder gefragt worden wären, ob sie weitermachen wollen.

«Wir haben in allen Kommissionen die bisherigen Mitglieder gefragt, ob sie weitermachen wollen», sagte dazu Alexander Kolly. «Aber es waren auch neue Vorschläge möglich. Diese wurden bei der Wahl miteinbezogen.»

Jeder kann gewählt werden

«Warum bist Du Syndic?», wollte Aldo Buchs, ehemaliger Präsident der Finanzkommission, vom neuen Ammann wissen. Der bisherige Ammann Marcel Gugler sei rausgekickt worden, betonte er. «Ein Grund dafür wurde nicht angegeben. Er hat seine Sache gut gemacht.» Alexander Kolly rief in seiner Entgegnung in Erinnerung, dass sich der Gemeinderat selbst konstituiert. «Jeder der sieben Mitglieder konnte sich zur Verfügung stellen und gewählt werden.» Marcel Gugler habe seine Arbeit gut gemacht. Auch er wolle sein Bestes geben, erklärte der neue Ammann.

«Wir haben immer noch eine grosse Schulden- und Steuerbelastung. Ich möchte die finanzielle Situation von St. Silvester verbessern.» Das sei ein grosses Ziel, das auch schon sein Vorgänger verfolgt habe. «Der Gemeinderat ist ein Kollegium. Die Wahl des Präsidenten war eine demokratische Entscheidung dieses Kollegiums.»

«Es ist die Partei. Sie sind vier zu drei. Deshalb ist er Ammann», stellte ein Bürger klar. «Es ist wie in der Schulkommission: zwar demokratisch, aber ob es auch recht ist, ist eine andere Sache.» Er legte dem Gemeinderat eindringlich ans Herz, zusammen- und nicht gegeneinander zu arbeiten. «Wir bitten Euch, eine gute Leistung zu zeigen. Dann haben wir Bürger Freude. Wenn Ihr gegeneinander arbeitet, dann nicht!»

Alexander Kolly betonte, dass ein Konsens auch sein Ziel sei. «Wir haben im Gemeinderat und im Dorf verschiedene Parteien. Ich möchte aber, dass wir im Kollegium gemeinsam Lösungen zum Wohl der Gemeinde finden.»

In die Kommissionen gewählt wurden:Finanzkommission: Norbert Piller (b), Alain Boschung (n), Madeleine Clement (n);Ortsplanungskommission: Bruno Vonlanthen (b), Linus Buntschu (b) und Hans Bielmann (b);Einbürgerungskommission: alle sieben Gemeinderatsmitglieder.

Der Ausgang der letzten Wahlen hat in St. Silvester alte Gräben wieder aufbrechen lassen.Bild Aldo Ellena

Andere Geschäfte: Verabschiedung

Ammann Alexander Kolly verabschiedete am Schluss drei ehemalige Ratsmitglieder: mit Josef Schuler (1999–2011) ein Nichtwiedergewählter, mit Norbert Klaus (2006–2011) ein Nichtmehrangetretener und mit Chantal Makiol (2006–2011) eine, die ihr Amt vor wenigen Tagen niedergelegt hat. Er dankte ihnen für das grosse Engagement und das Herzblut, mit dem sie ihr Amt ausgeübt hatten. Der Nachfolger von Chantal Makiol auf der Liste der Freien Bürger heisst Alexander Reidy. Er hat Jahrgang 1978, ist Geschäftsführer und verheiratet.

Post soll erhalten bleiben

Der Ammann rief die Bevölkerung auf, die Poststelle fleissig zu benützen. So könne einer Schliessung entgegengewirkt werden. Die Gemeinde sei wieder im Gespräch mit der Post, nachdem man zwei Jahre nichts mehr gehört habe. Noch sei kein Entscheid gefallen. «Der Gemeinderat wird alles tun, um die Post möglichst lange zu erhalten», betonte er.im

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