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«Es war eine Saison zum Vergessen»

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Autor: michel spicher

Der 42-jährige Martin Nadig hatte sich gut auf diese Saison vorbereitet: Im Sommer absolvierte er zahlreiche Tests im Windkanal an der Ingenieurschule in Genf, um bei Tempi um die 220 km/h die ideale Abfahrtshocke zu finden. Für sein Ziel, nämlich mit 250 km/h auf zwei Skiern den Hang hinunterzubrettern, testete der Liebistorfer die Stabilität seines Anzugs.

Die mühsamen Stunden im Testkanal lohnten sich. Nadig gewann im Windkanal interessante Erkenntnisse und änderte als Folge davon seine Hocke-Stellung. Er liess sich sogar spezielle Skistöcke anfertigen, um gut gerüstet in die neue Saison zu steigen.

Enttäuschende Resultate

Doch Petrus machte den Speed-Ski-Athleten einen Strich durch die Rechnung. «Das Rennen in Italien musste wegen zu wenig Schnee abgesagt werden, jenes in Les Arcs wegen zu viel Schnee. In Österreich stellte sich der Sponsor quer und die Wettkämpfe wurden annulliert. Den Rennen in Kanada, Norwegen und Schweden blieb er aus zeitlichen und familiären Gründen fern. «So blieben mir am Ende nur zwei Rennen in Vars (Frankreich) und Verbier», hadert Nadig. Und ein achter und ein neunter Platz – enttäuschend angesichts der Ambitionen, die Nadig anfangs Saison hegte. «Ich hatte ganz einfach zu wenige Möglichkeiten, um meine Erkenntnisse aus dem Windkanal in der Praxis zu üben und zu automatisieren.»

Zwischenzeitlich vermochte der Seeländer bis auf zwei km/h an die Weltbesten heranzufahren. Am Speed Master in Verbier belegte Nadig gar den 4. Gesamtrang, bevor er nach verpatztem zweitem Lauf auf Rang 11 abrutschte. «Eigentlich hätte ich bei den zwei noch ausstehenden Läufen wieder aufholen können, doch wegen Wind wurden diese abgesagt. So stand ich mit leeren Händen da», ärgert sich Nadig.

«Fast eine Beleidigung für Speed-Fahrer»

«Es war eine wirklich mühsame Saison», betont Martin Nadig erneut. «Wegen den miesen äusseren Bedingungen erreichte man höchstens Tempi um die 190 km/h, kein Läufer ist je über 200 km/h gefahren. Für einen Speed-Fahrer ist das schon fast eine Beleidigung. So macht dieser Sport nicht wirklich Sinn – und Spass schon gar nicht.»

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