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«Essen, bis die Bäuche platzen»

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«Essen, bis die Bäuche platzen»

Volksfestatmosphäre am 1.-August-Brunch in Jeuss

Der 1.-August-Brunch war auch dieses Jahr ein Erfolg; zumindest im Pflegeheim Galmgut in Jeuss: Rund 900 Personen schlugen sich mit Käse, Brot, Fleisch, Müesli und Jogurt die Bäuche voll. Von der bäuerlichen Idylle war jedoch nicht viel zu spüren.

Von ILONA STÄMPFLI

Die Parkplatzburschen hatten schon am Morgen früh alle Hände voll zu tun, um die vielen ankommenden Autos in Reih und Glied auf den provisorischen Parkplatz zu lotsen. Der Andrang zum 1.-August-Brunch im Pflegeheim Galmgut in Jeuss war gross. Obwohl eine Anmeldung obligatorisch gewesen wäre, kamen zahlreiche Leute unangemeldet. «Wir haben ungefähr 700 Leute auf der Liste. Ich erwarte aber im Verlaufe des Tages zusammen mit den Mitarbeiterinnen 900 Personen», sagte Pierre-André Aufranc, Leiter des Heimes.

Der Brunch am Nationalfeiertag erfreut sich offensichtlich grosser Beliebtheit. Er wurde dieses Jahr zum elften Mal durchgeführt. Rund 450 Schweizer Landwirtschaftsbetriebe nahmen daran teil, über 200 000 Gäste wurden schweizweit erwartet. Der Brunch auf dem Bauernhof sollte der Stadtbevölkerung ein Fenster zur Landwirtschaft öffnen und damit Verständnis und Sympathie fördern.

Köstlichkeiten im Überfluss

Auf dem Areal des Pflegeheims herrschte Volksfeststimmung. An den langen Tischen war schon um zehn Uhr fast kein Platz mehr zu finden. Auf engem Raum bewegten sich die Angestellten und Besucher zwischen den Bänken und dem Buffet hektisch hin und her. Nach dem Motto «Tischlein deck dich!» wurde alles angeboten, was das Herz begehrte: Brot und Züpfe, Käse, Schinken, Konfitüre und Rösti . . . Aber auch Produkte aus dem Warenhaus waren auf dem Buffettisch zu finden.

Für 25 Franken konnten sich die Gäste, von Ländlermusik begleitet, die Bäuche voll schlagen. Um von jeder Köstlickeit etwas zu versuchen, waren mehrere Pausen und Verdauungsspaziergänge notwendig. «Das Fest dauerte bis am Abend. Es gibt Leute, die um vier Uhr nachmittags immer noch frühstücken. Das ist auch in Ordnung so», teilte der Heimleiter mit.

Gewinn geht an die Heimbewohner

Das Pflegeheim Galmgut mit angeschlossenem Landwirtschaftsbetrieb nahm dieses Jahr zum zweiten Mal am schweizerischen Anlass teil. Das Fest sei vor allem auch für die Heimbewohner, sagte Aufranc. «Der gesamte Gewinn ist zu Gunsten der Bewohner.» Die 50 Helferinnen und Helfer arbeiteten freiwillig und gratis. Auch ein Teil des Heimpersonals war an diesem Tag für die Betreuung der Besucher anwesend.

Ein Ziel des Heimleiters war es, das Image der Pflegeheime etwas aufzubessern. «Die Leute haben oft eine schlechte Meinung von Heimen. Wir wollen aber zeigen, dass es hier sehr schön ist.»

Eine Attraktion war der kleine Tierpark mit exotischen Tieren, der zum Pflegeheim Galmgut gehört. Wallabis, Alpakas, Zwergkängurus und Emus zogen die Aufmerksamkeit der Erwachsenen und Kinder auf sich. Die Kleinen konnten zudem mit einem Wagen und zwei Ponys eine Spazierfahrt machen. Der Landwirt war für Fragen offen und zeigte interessierten Besuchern den Hof.

Keine Bauernidylle

Wer sich ein gemütliches «Buure-Zmorge» auf der Wiese vor dem Bauernhof vorgestellt hatte, wurde bei diesem 1.-August-Brunch enttäuscht. In den Tischreihen eingezwängt, unter dem Festzelt und zwischen den Gebäuden des Pflegeheims war wenig von der bäuerlichen Idylle, vom Brauchtum und der Tradition zu spüren. «Wir erfüllen die Erwartungen der Gäste», meinte Pierre-André Aufranc dazu, «sie wissen, was auf sie zukommt. Bei so vielen Leuten können wir nicht mehr bieten.»

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