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«Etwas Einmaliges zum Jubiläum»

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«Etwas Einmaliges zum Jubiläum»

Cäcilienchöre Deutschfreiburgs proben «Carmina Burana»

Seit rund einem Jahr laufen die Proben für das Jubiläumskonzert des Cäcilienverbandes Deutschfreiburg. Rund 140 Sängerinnen und Sänger und ein 70-köpfiges Orchester werden am 1. und 2. Oktober Carl Orffs anspruchsvolles Werk «Carmina Burana» aufführen.

Von IMELDA RUFFIEUX

Auf der grossen Bühne des Podiums in Düdingen könnte es für einmal eng werden: Die 125 Sängerinnen und Sänger aus 14 verschiedenen Chören sowie rund 20 Kinder vom Kinderchor Überstorf, dazu das Akademische Orchester Basel, bestehend aus 70 Musikantinnen und Musikanten werden die Aufführungsplattform wohl bis auf den letzten Quadratzentimeter füllen.

Keine einfache Verpflichtung

Als der Cäcilienverband vor anderthalb Jahren die Sängerinnen und Sänger aufrief, beim Jubiläumsprojekt mitzuwirken, war das Echo sehr gross. Dabei war es keine einfache Verpflichtung, welche die Interessierten eingehen mussten: Ein Jahr lang Proben, anfangs zwar nur einmal pro Monat, in der Schlussphase aber wöchentlich und einige der Proben fanden zudem noch in Basel statt – da musste die Begeisterung für den Chorgesang schon gross sein.

«Die Sängerinnen und Sänger sind sehr motiviert. Sie sind mit Begeisterung dabei und es wird ihnen nicht zu viel», bestätigt denn auch Peter Thoos, unter dessen musikalischer Leitung das Stück einstudiert worden ist.

Etwas Einmaliges

Warum hat man ein so anspruchsvolles Werk wie «Carmina Burana» (siehe auch Kasten) gewählt? «Wir wollten etwas Spezielles, etwas Einmaliges zum Jubiläum», erklärt Peter Thoos. Man habe nach einem Werk für einen grossen Chor gesucht, um möglichst alle Vereine anzusprechen. «Andererseits haben wir auch nach etwas Populärem gesucht, das die Sänger und vor allem auch das Publikum anzusprechen vermag – die Carmina Burana erfüllt dieses Voraussetzungen.»

Für die Umsetzung des anspruchsvollen Werkes braucht es nicht nur einen grossen Chor, sondern auch ein grosses Orchester. In Raphael Immoos hat die Musikkommission des Cäcilienverbandes einen kompetenten Dirigenten gefunden, der nicht nur das 70-köpfige Akademische Orchester Basel leitet, sondern auch Chorleiter-Erfahrung hat.

Deshalb hat Peter Thoos sich für die letzten Probewochen in die übrige Sängerschar eingereiht und den Dirigentenstab an Raphael Immoos übergeben. Unter seiner Leitung arbeitet der grosse Chor derzeit an den Feinarbeiten des Stücks.

Und bei Proben mit dem Orchester und dem Kinderchor sowie den Solisten bekommen die Sängerinnen und Sänger immer mehr Einblick, wie sich der Komponist Carl Orff die Umsetzung seines musikalischen Gesamtkunstwerks wohl vorgestellt hat.

Sänger und Publikum mitgerissen

Raphael Immoos kennt die «Carmina Burana» sehr gut. «Es ist das Wilde, Rhythmische und Tänzerische im Stück, das nicht nur instrumental, sondern auch vokal ausgedrückt wird», beschreibt er. Er ist überzeugt, dass der Chor dieses rhythmische Element sehr gut verinnerlicht hat.

«Das Konzert ist der Schluss des Ganzen, denn in der Chorarbeit geht es vor allem darum, dass die Sängerinnen und Sänger das Werk verstehen lernen und dafür Begeisterung entwickeln», führt Raphael Immoos aus. Er habe ein gutes Gefühl. «Sie singen mit voller Überzeugung. Das feurige Element des Werks hat sie mitgerissen» – und wird auch das Publikum mitreissen, davon ist er überzeugt.

Florierende Gesangskultur

Das Arbeiten mit so vielen Leuten von Chor und Orchester bezeichnet Raphael Immoos zwar als grosse Herausforderung, es mache aber auch viel Spass. Gleichzeitig spricht er der lebendigen und florierenden Gesangskultur in Deutschfreiburg ein dickes Lob aus.
Werke, Solisten
und Orchester

Im Kloster Benediktbeuren (südlich von München) wurde 1803 eine anonyme deutsche Handschrift aus dem frühen 13. Jahrhundert entdeckt. Die Sammlung enthält Kreuzzugs- und Trinklieder, Schach- und Würfellieder sowie Liebeslieder und geistliche Spiele. Die Textkollektion, eine Mischung aus mittelalterlichem Latein und Mittelhochdeutsch, wurde «Carmina Burana» («Lieder aus Beuren») genannt. Der deutsche Komponist Carl Orff (1895-1982) hat 1934 begonnen, diese beurischen Texte zu vertonen. Hauptdarstellerin ist Fortuna, die Schicksalsgöttin. Als Einstimmung wird am Jubiläumskonzert zuerst das Stück «Peer Gynt» von Edvard Grieg aufgeführt, das auf eine nordische Sage zurückgeht und in dem die Hauptperson ebenfalls mit schicksalhaften Verwirrungen zu kämpfen hat. Die Melodien von «Peer Gynt» – teils festlich, teils melancholisch – sind sehr populär.

Drei Solisten

Als Solisten wirken bei «Carmina Burana» Daniela Immoos (Sopran), Jakob Pilgram (Tenor) und Raphael Jud (Bariton) mit. Daniela Immoos schloss das Studium an der Musikhochschule Luzern mit dem Lehrdiplom für Gesang ab. Es folgten verschiedene Meisterkurse sowie die Aufnahme einer CD mit Liedern nach Texten von Josef von Eichendorff.

Jakob Pilgram begann Mathematik und Musikwissenschaften zu studieren und absolvierte 2003 die Aufnahmeprüfung der Musikakademie Basel, wo er seither studiert.

Raphael Jud studierte Klavier, Orgel und Gesang am Konservatorium Winterthur. Er erwarb 1987 das Lehrdiplom in Klavier und 1990 jenes in Gesang. 1993 schloss er an der Musikhochschule Basel mit einem Solistendiplom ab.

Das Akademische Orchester Basel wurde 1899 gegründet. Seit dem Jahr 2000 wird es von Raphael Immoos geleitet. Es spielt meist in sinfonischer Besetzung und besteht derzeit aus 58 Aktivmitgliedern. Je nach Aufführung werden zusätzliche Musiker engagiert.

im/Comm.
Das Konzert

Der Cäcilienverband Deutschfreiburg hat in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Die Jubiläumsfeier fand am 16. April 2005 in Schmitten statt. Am Samstag, 1. Oktober, um 20 Uhr und am Sonntag, 2. Oktober, um 17 Uhr wird das Jubiläumskonzert mit «Peer Gynt» und «Carmina Burana» im Podium Düdingen aufgeführt.

Um das Grossprojekt umzusetzen, wurde ein Budget von rund 125 000 Franken aufgestellt. Finanziert wird der Anlass durch Sponsoren, Spendern und Gönnern sowie Beiträgen von Gemeinden, Pfarreien, des Kantons Freiburg sowie der Loterie Romande.

Billette sind erhältlich bei der Freiburger Kantonalbank in Düdingen.

Weitere Infos: www.caecilienverband-df.ch

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