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«Exotische Sprachen bereichern»

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 Simon Weber fasziniert das ferne, südostasiatische Land Indonesien seit vielen Jahren. In einem Interview erzählt der Ethnologe aus Bern von seiner Verbindung zu Indonesien und was einen erwartet, wenn man sich entschliesst, die Sprache zu lernen.

 Simon, was für ein Studium hast du absolviert?

 Ich habe an der Uni Bern Ethnologie studiert. Mit Schwerpunkt Ostasien, genauer Indonesien. Das Land war mir daher von der Studienrichtung schon nah. Irgendwann nach dem Studium hat mich dann eine Ethnologie-Professorin der Uni Zürich angefragt, ob ich Indonesisch unterrichten möchte. Ich habe zugesagt.

 

 Das war, als du schon Indonesisch sprechen konntest. Wann hast du damit angefangen die Sprache zu lernen?

 1994 habe ich Indonesien zum ersten Mal besucht. Ich habe mir das Ziel gesetzt, dass ich, wann immer ich länger in die Ferien fahre, die Landessprache zumindest ein bisschen beherrsche. Damit ich wenigstens eine Pizza bestellen oder nach dem Weg fragen kann. Die Sprache hat mir sehr gut gefallen. Später machte ich meine erste Forschung auf Bali, wo ich in einer kleinen Mietwohnung lebte. Alle meine Nachbarn waren Indonesier. Ich musste Indonesisch sprechen, so habe ich die Sprache sehr schnell gelernt.

 

 Wie hältst du dein Indonesisch frisch?

 Mein Partner kommt aus Indonesien. Wir sprechen täglich zusammen Indonesisch, auch wenn er mittlerweile gut Schweizerdeutsch spricht. Ein anderes Mittel sind die heutigen Kommunikationsmittel. Per Whatsapp, Skype, Facebook kann ich ganz einfach mit meinen Bekannten in Indonesien in Kontakt bleiben, auch wenn sie am anderen Ende der Welt wohnen.

 

 Was ist für dich besonders am Indonesisch?

 Die indonesische Sprache ist sehr blumig und bildlich. Sie eröffnet einem die Türen zur Denkweise der Indonesier, die doch auf den ersten Blick recht anders ist als unsere.

 

 Was erwartet einen, wenn man Indonesisch lernt?

Die Grammatik ist einfach: keine Zeiten, keine Artikel, keine komplizierten Plural-Formen. Allerdings sind für die meisten Schüler die Wörter schwer zu lernen. Um sich diese zu merken, bilden sie sonderbare Eselsbrücken. Es ist bedeutend einfacher, Indonesisch zu sprechen als zu lesen.

 

 Was ist der Vorteil, wenn man eine exotische Sprache beherrscht?

 Ökonomisch gesehen hat es für einen Schweizer wohl kaum Vorteile. Dafür aber auf anderen Ebenen: Exotische Sprachen erweitern das Denken. Wenn man Indonesisch kann, lernt man leichter Japanisch oder Chinesisch.

 

 Wem würdest du empfehlen, eine aussereuropäische Sprache zu erlernen?

 Allen, die am Land interessiert sind. Die Erlebnisse, die man in den Ferien macht, sind grundlegend anders, wenn man die dortige Sprache nur ein kleines bisschen beherrscht.

 

Simon Weber. Bild zvg

Beispiel

Einige Wörter auf Indonesisch

Sonne matahari Wie geht es dir? Apa kabar?

Mutter/Frau Ibu

Mütter/Frauen Ibu-Ibu

Schildkröte kura-kura

Pass auf dich auf (Verabschiedung) hati-hati di jalan!

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