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Expo Centre AG will fusionieren

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Das Gebäude des Forums Freiburg in Granges-Paccot gehört der Agy Expo AG. Betrieben wird das Messegelände aber von der Expo Centre AG. Diese hat schwierige Jahre hinter sich; immer wieder musste die Immobiliengesellschaft Agy Expo AG der Betreibergesellschaft darum einen Teil der Miete erlassen – auch dieses Jahr wieder (die FN berichteten).

Rasch entscheiden

Der laufende Mietvertrag, in dem solche Mieterlasse vorgesehen sind, läuft Ende Jahr aus. Die Gespräche über den neuen Vertrag beginnen in den kommenden Tagen. Die Betreiberin Expo Centre AG möchte jedoch mehr als einen Mietvertrag aushandeln, wie Präsident André Ackermann gestern vor der Hauptversammlung an einer Medienkonferenz sagte: Er möchte, dass die beiden Aktiengesellschaften fusionieren. «Espace Gruyère hat diese Lösung schon vor Jahren umgesetzt.»

Eine Fusion würde laut Ackermann Synergien bringen und die Verwaltungskosten deutlich senken. «Zudem wären die Verhandlungswege kürzer.» Im Messe- und Kongressgeschäft müsse ein Standort heute rasch entscheiden können. Das sei mit den jetzigen Strukturen aber nicht möglich. Das sieht auch Direktor Joseph Vonlanthen so: «Wir können nicht weit voraus planen und auch die Technik nicht so rasch auf den neusten Stand bringen, wie das nötig wäre.» Damit fehle eine längerfristige Vision.

«Kommt nicht infrage»

Pierre Ecoffey, Verwaltungsratspräsident der Agy Expo AG, hat eine ganz andere Sicht auf die Fusionsfrage: «Das wäre der einfachste Weg – aber das kommt nicht infrage.» Seiner Immobiliengesellschaft gehe es finanziell gut, während die Betreibergesellschaft finanziell sehr schlecht dastehe. «Eine Fusion würde zudem kaum Einsparungen bringen.» Er stellt aber in Aussicht, dass er bei den Verhandlungen über den neuen Mietvertrag eine tiefe Miete vorschlagen werde. «Zu Beginn zahlte uns die Expo Centre AG 1,25 Millionen Franken Miete im Jahr – letztes Jahr waren es noch 275 000 Franken.»

Schlechtes Jahr

Die Expo Centre AG hat letztes Jahr rote Zahlen geschrieben. Der Verlust beträgt 119 000 Franken, dies bei einem Gesamtaufwand von 3,9 Millionen Franken. Direktor Vonlanthen führt das schlechte Ergebnis auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld zurück. So wurden fünf wichtige Veranstaltungen annulliert. «Zudem ist der Kongress- und Seminarbereich in der Schweiz übersättigt.» Trotzdem setzt die Expo Centre AG weiterhin auf Kongresse, Seminare und andere Grossanlässe. Die Firma ist seit 2016 in diesem Bereich aktiv; «nun beginnt dies, Früchte zu tragen», so Vonlanthen. Das Resultat des ersten Trimesters 2017 sei denn auch positiv.

Trotzdem hat die Expo Centre AG Sparmassnahmen ergriffen: Unter anderem wurden zwei Personen, die das Team letztes Jahr verlassen haben, nicht ersetzt. Zusammen belegten sie 130 Stellenprozente.

Messe: neu aufgestellt

Das Forum war einst für die Freiburger Messe erbaut worden. Diese findet nun nur noch alle zwei Jahre statt. Die Expo Centre AG nahm dies zum Anlass, um die Organisationsstrukturen neu zu ordnen. Neu ist die Eigentümerin der Freiburger Messe – die Ormanex AG und der Freiburgische Verband des Handels, des Handwerks und der Dienstleistungen (Afcas) – verantwortlich für die Messe, auch aus finanzieller Sicht. Die Expo Centre AG stellt nur noch die Lokalitäten, die Technik und das Personal zur Verfügung; dies wird mit einem im Voraus festgelegten Betrag abgegolten. Ackermann ist zufrieden mit diesem neuen Arrangement, denn bisher lag das finanzielle Risiko der Freiburger Messe bei der Expo Centre AG.

Halle 6 ausbauen?

«Um mehr Veranstaltungen anziehen und durchführen zu können, brauchen wir mehr Räume», sagt Ackermann. Heute sei es oft so, dass Organisatoren von Seminaren zuerst mehrere Hundert Leute in einem Saal versammelten, bevor dann weitere Veranstaltungen in kleineren Gruppen gleichzeitig in mehreren Räumen stattfänden. «Wir würden darum gerne die Halle 6 ausbauen und mit allem Nötigen ausstatten, so wie es mit der Halle 4 bereits gemacht wurde», sagt Ackermann.

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