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Extramet muss dreizehn Stellen abbauen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der technischen Industrie in Europa geht es schlecht. Das bekommt nun auch die Firma Extramet, der grösste Arbeitgeber im Sense-Oberland mit bisher rund 180 Angestellten, zu spüren. In einer Medienmitteilung gibt das Unternehmen bekannt, dass 13 Vollzeitstellen gestrichen werden müssen. «Es läuft im Speziellen in der Automobilindustrie sehr zäh», heisst es im Communiqué. «Die Kunden bleiben uns zwar treu, aber die Aufträge sind kleiner und werden oft nach hinten verschoben. Zudem bauen sie zuerst ihre Lager ab», erklärt Firmeninhaber Hans-Jörg Mihm. «Das Vertrauen ist zwar noch da, aber viele sind verunsichert und vorsichtig.» Dies bedeutet für die Extramet eine Reduktion in der Fertigung. Die Plaffeier Firma stellt Hartmetall-Rohlinge und -Formteile her und gehört dabei zu den grössten Produzenten von stranggepresstem Hartmetall in der Schweiz und in Europa.

Überzeit schon abgebaut

Das Unternehmen habe als Erstes entschieden, die vorhandenen Überstunden abzubauen, ebenso die Ferientage der Gesamtbelegschaft, um Entlassungen zu vermeiden. «Ab diesem Monat sind wir aber gezwungen, 13 Vollzeitstellen abzubauen», heisst es in der Mitteilung. Die Massnahme betrifft vier Personen im Bereich Verkauf und Logistik sowie neun in der Produktion. Die Firma habe versucht, die Entlassungen so sozialverträglich wie möglich zu gestalten. So wurden die Kündigungsfristen verlängert, um den Betroffenen mehr Zeit für die Stellensuche zu geben. Auch helfe die Firma bei Behördengängen und Bewerbungen, wie Hans-Jörg Mihm ausführt.

Kurzarbeit nicht möglich

Die Belegschaft sei am Montag informiert worden und habe mit Betroffenheit reagiert. «Viele haben mit Kurzarbeit gerechnet. Das ist dieses Mal aber nicht möglich», sagt er. Dies, weil sich bereits abzeichnet, dass 2013 keine Besserung in Sicht ist und sich die Auftragslage erst 2014 langsam etwas erholt. «Die Leute haben verstanden, dass es für das Wohl der Gesamtfirma das Beste ist, einige Stellen abzubauen, vor allem auch, um den Standort Plaffeien zu stärken», sagt Hans-Jörg Mihm. Die Firmenleitung habe offen informiert, wie es weitergehe und dass die Direktion klar von einer Erholung im nächsten Jahr ausgehe. «Wir werden langsamer, aber nachhaltiger wachsen», ist Mihm überzeugt. Die grossen Spitzen, die es in der Vergangenheit gab, werde es wohl nicht mehr geben. Die Automobilbranche ist für die Extramet wichtig. Doch habedie Firma in den letzten Jahren auch in vielen anderen Branchen wie der Flugzeugindustrie, der Energiebranche sowie der Medizinal- und Zahntechnik und im Lebensmittelsektor Fuss fassen können, so dass die Produktion besser verteilt sei. «Das muss aber zum Teil noch aufgebaut werden», sagt Mihm.

Das Unternehmen teilt auch mit, dass die Kunden treu geblieben seien und Extramet trotz der schwierigen Zeit Aufträge–vor allem bei Sonderteilen–erteilten. Wenn nötig, werde die Firma hierfür wiederum technische Fachkräfte einstellen.

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