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Extrem viele Kernbeisser über der Berra

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«Seit 41 Jahren beobachte ich jeden Herbst auf der Berra die Migration der Vögel. So viele Kernbeisser wie dieses Jahr habe ich noch nie gesehen», sagte Michel Beaud, Präsident des Ornithologischen Kreises Freiburg, den FN. Jeweils von Ende August bis November ist jedes Wochenende eine sechsköpfige Gruppe des Vereins auf der Berra stationiert; während einer Woche im Oktober erfolgt die Beobachtung und Beringung der Vögel permanent–vom Morgengrauen bis zu Abenddämmerung. «Allein in den Tagen zwischen dem 4. und dem 9. Oktober konn- ten wir über 12 700 Kernbeisser zählen», sagt Beaud. Wie der Verein in einer Mitteilung schreibt, ist dies in den über 50 Jahren, seit es auf der Berra Zählungen gibt, ein absoluter Rekord.

Nahrung und gutes Wetter

Zum Vergleich: Im letzten Jahr zählten die Mitglieder des Ornithologischen Kreises lediglich mehrere Hundert der Finkenvögel. Gewisse Schwankungen seien normal, sagt Beaud. «Viele Vogelarten, wie beispielsweise auch die Wintergoldhähnchen, entwickeln sich zyklisch. Alle fünf, sechs Jahre zählen wir besonders viele, dann nehmen sie plötzlich wieder ab.» Die diesjährige Rekordzahl an Kernbeissern, mit lateinischem Namen Coccothraustes coccothraustes genannt, sei aber nicht nur auf den Zyklus zurückzuführen, so der Experte. «Sie hatten wohl eine gute Paarungszeit in den nördlichen und westlichen Ländern Europas.» Zu den Bedingungen dafür gehören genügend Nahrung–dies sind vor allem Samen von Laubbäumen und Kerne von Früchten–, Ruhe und gutes Wetter.

Nicht nur während der Migrationszeit, sondern das ganze Jahr sind Kernbeisser in der Schweiz zu beobachten. «Er ist ein sogenannter Teilzieher», erklärt Beaud: Manche der Tiere ziehen im Winter, andere bleiben im Brutgebiet.

Auch wenn die Vogelexperten abgesehen von der gros- sen Zahl der Kernbeisser kei- ne aussergewöhnlichen Beobachtungen gemacht haben: Die einzigen Vögel, die es auf der Berra zu sehen gab, waren sie bei weitem nicht. Bis dato hat der Ornithologische Kreis Vögel von insgesamt 80 verschiedenen Arten gefangen und beringt sowie weitere 40 Arten beobachtet.

Zum Verein

Vielfältige Tätigkeit seit über 50 Jahren

Der Ornithologische Kreis Freiburg wurde 1962 gegründet und feierte letztes Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Ziel des Vereins ist es, die hiesigen Vögel zu beobachten und zu schützen. So organisiert er Kurse, Exkursionen und Vorträge für Vogelbegeisterte. Zudem führt er Beringungen und Vogelzählungen durch. Der Verein zählt 350 Mitglieder und gibt zweimal pro Jahr ein Mitteilungsblatt heraus. Zu seinen Errungenschaften zählt der Ornithologische Kreis Freiburg die Herausgabe des Freiburger Vogelatlas, die Rettung von Alpensegler-Kolonien bei der Renovierungdes Kollegiums St. Michael in Freiburg, die Erfassung der Migration der Vögel im Herbst auf der Berra, die Installation eines Flosses auf dem Greyerzersee und einer Plattform auf dem Murtensee, um den Nestbau der Fluss-Seeschwalbe zu fördern sowie das Bereitstellen von Nistkästen.rb

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