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Fahrende aus Frankreich sind des Betrugs überführt – zwei werden noch gesucht

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Autor: Anton Jungo

Freiburg Zwischen 2003 und 2008 wurden mehrere Personen aus den Kantonen Freiburg, Waadt und Wallis Opfer von Betrugsdelikten durch Fahrende. «Manchmal wurde Gewalt, Drohung oder Zwang angewendet», hält die Polizei in einer Mitteilung vom Freitag fest. Die Strafunter-suchung habe Beutegut im Betrag von über einer Mil-lion Franken zu Tage gefördert. Gemäss Polizei haben die Täter ihre Opfer mit den verschiedensten Mitteln geködert.

Aufgrund von mehreren Klagen und Strafanzeigen eröffnete der Untersuchungsrichter Philippe Barboni eine Untersuchung gegen verschiedene Fahrende.

Goldkettchen bestellt

Im Mai 2008 hatte ein Bijoutier aus dem Glanebezirk die Polizei informiert, er sei Opfer eines Betrugsdelikts geworden. Zwei Personen hatten seinen Laden betreten und interessierten sich für Goldkettchen. Sie bestellten schliesslich drei Kettchen im Betrag von 112 000 Franken.

Kurz darauf wurde der Bijoutier von den gleichen zwei Personen aufgefordert, sich an einen bestimmten Ort im Sensebezirk zu begeben, um einem Kind in einer schwierigen Situation zu helfen. Vor Ort angekommen, wurde er bedroht. Unter Zwang kehrte er in sein Geschäft zurück, um die drei Goldkettchen auszuhändigen. Im Laufe der Untersuchung kamen die Schmuckstücke wieder ans Licht und konnten dem rechtmässigen Besitzer zurückgegeben werden.

Die zwei Personen konnten Anfang Juni identifiziert und gefasst werden. Sie wurden in den vorgezogenen Strafvollzug gesteckt. Es handelt sich um zwei Fahrende im Alter von 31 und 41 Jahren mit französischer Staatsbürgerschaft. Im Laufe der Untersuchungen in Freiburg, im Wallis und im Waadtland konnten ihnen Betrugsdelikte im Betrag von rund einer Million Franken nachgewiesen werden.

Gemäss Polizei sind die beiden immer noch im vorzeitigen Strafvollzug und müssen sich nächstens vor dem Strafgericht verantworten.

In einem andern Fall wurde ein 92-jähriger Mann um 75 000 Franken betrogen. Die Täter hatten ihn unter verschiedenen Malen aufgefordert, ihnen Geld zu leihen, um beim Zoll Teppiche auszulösen. Sie versprachen ihm einen satten Gewinn.

Zwei Personen noch nicht gefasst

Im Lauf der Untersuchung konnten zwei Männer im Alter von 24 und 29 Jahren festgenommen werden. Es handelt sich um Fahrende mit französischer Staatsbürgerschaft. Sie wurden in den vorzeitigen Strafvollzug gesetzt. Einer der beiden wurde im August auf Kaution auf freien Fuss gesetzt. Die Gerichtsverhandlung findet nächstens statt.

Die gleichen Täter werden weiterer ähnlicher Delikte beschuldigt. So sollen sie eine 74-jährige Frau um 30 000 Franken betrogen haben.

Zwei weitere Personen sind gemäss Polizei zur Fahndung ausgeschrieben und konnten bislang nicht gefasst werden.

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