Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Fällt das Kleinkraftwerk-Projekt ins Wasser?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

Es ist keine definitive Absage, welche die kantonalen Ämter dem Projekt für ein Kleinwasserkraftwerk oberhalb von Zollhaus erklären. Wie Christophe Joerin, Dienstchef bei der Sektion Gewässer des Kantonalen Tiefbauamts, bestätigt, handelt es sich lediglich um ein erstes Gutachten. «Das ist aber kein Nein zu einem Konzessionsgesuch. Dieses kann die Projektleitung weiterhin einreichen.» Der definitive Entscheid darüber sei am Ende Sache des Staatsrats. Christophe Joerin widerlegte damit eine Meldung von Radio Freiburg. Dieses hatte am Dienstag verlauten lassen, dass das Projekt in der Warmen Sense definitiv gestorben sei.

Hoher ökologischer Wert

Christophe Joerin erklärt, wie es zum negativen Entscheid kam. Die Beurteilungsmethoden seien nach einer Vernehmlassungsphase vom Staatsrat bewilligt worden. «Wir haben den ganzen Flusslauf beurteilt und nicht nur die Strecke, auf der das Kleinwasserkraftwerk entstehen soll.» Bei der Begutachtung verschiedener Aspekte sei man zum Schluss gekommen, dass der Fluss von grosser ökologischer Bedeutung sei. Dabei spielte unter anderem auch eine Rolle, dass sich der untere Teil des Flusses in einem geschützten Auengebiet befindet.

Mittleres Potenzial

Auf der anderen Seite sei das hydroelektrische Potenzial der ausgewählten Strecke als «mittel» eingestuft worden. Dieses ergibt sich unter anderem aus dem Gefälle des Flusses. «Hätte sich bei der potenziellen Energieproduktion ein höherer Wert ergeben, hätten wir die Sache vielleicht anders eingestuft», führt Dienstchef Christophe Joerin aus. Der Entscheid der kantonalen Ämter ist der Firma vor Kurzem mitgeteilt worden.

«Ein gutes Projekt»

Die Sol-E, Tochterfirma der Berner BKW, hält trotz dieser ungewissen Ausgangslage weiter an ihrem Projekt fest, aus der Wasserkraft der Warmen Sense Strom für 400 Haushalte zu produzieren. «Wir glauben nach wie vor, dass es ein gutes Projekt ist», bestätigte Mediensprecher Antonio Sommavilla auf Anfrage. Dies bestätigte auch Giordano Favaro, Leiter des Zollhaus-Projekts bei der Sol-E. «Das Projekt ist nicht gestorben», betont er gegenüber den FN. Im Gegenteil, die Chancen seien seiner Meinung nach noch sehr intakt. «Bei diesem Nein des Kantons Freiburg handelt es sich um eine erste Beurteilung», erklärt er. «Dieser erste Zwischenbericht beruht auf einer Dokumentation, die wir vor zwei Jahren im Rahmen des Vorgesuchs eingereicht haben», führt Giordano Favaro aus. In der Zwischenzeit gebe es aktuellere Informationen, welche die Beurteilung des 5,5-Millionen-Franken-Projekts in einigen Punkten positiv beeinflussen könnten. Die Sol-E hat ein Treffen mit dem Kanton verlangt, um die neuen Argumente vorzubringen, wie Christophe Joerin bestätigte.

In den nächsten Wochen wird das Amt auch die Anfrage von Grossrat Markus Bapst (CVP, Düdingen) in Bezug auf dieses Projekt beantworten (FN vom 31. Dezember 2010).

Mehr zum Thema