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Fan-Protest beim wichtigen Startsieg

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Fan-Protest beim wichtigen Startsieg

Auftakt zur zweiten Playout-Runde – Zuschauer kamen mit Verspätung auf die Ränge

Der Start ins Playout-Finale ist den Freiburgern mit einem 5:4-Sieg gegen Lausanne geglückt. Fünf verschiedene Torschützen trugen sich beim Sieger in die Skorerliste ein. Wegen individuellen Fehlern mussten die einheimischen Fans bis zur Schlusssirene um den Sieg ihrer Mannschaft zittern. Schon am Donnerstag geht die Serie (best of 7) in Lausanne weiter.

Von KURT MING

Gottérons harter Fanclubkern ist mit seinem Klub offenbar nicht mehr zufrieden. Zu Spielbeginn war die Tribüne hinter dem Tor von Raphäel Berger leer. Auf einem Spruchband mit dem Wortlaut «Kein Publikum für eine Leitung und eine Mannschaft ohne Charakter» manifestierte man die Unzufriedenheit. Erst nach 3:40 Minuten kamen die Fans ins Stadion, gerade rechtzeitig um das Führungstor von Youngster Julien Sprunger zu bejubeln. Im Matchprogramm hatte der Verwaltungsrat mit einem kecken Spruch gekontert: «Heute ist unser Klub entlastet und entrümpelt von unnötigen, unheilvollen Mythen, Illusionen und Konzepten». Unglaublich die Arroganz einer Klubleitung, die in dieser Saison praktisch alles falsch gemacht hat, was man falsch machen konnte. Darüber hinweg täuscht auch der glückliche Startsieg in dieser Westschweizer Serie nicht hinweg. Wie wenig Freude die Zuschauer an ihren Teams noch haben, zeigte der Aufmarsch im St. Leonhard. Noch nie in einem Derby zwischen diesen alten Rivalen kamen so wenig Zuschauer wie gestern ins Stadion. Und nach der Magerkost werden es das nächste Mal vielleicht noch weniger sein. Mit Gottéron gewann am Schluss nicht die bessere Mannschaft, sondern die weniger schlechte. Punkto Defensivarbeit fühlte man sich an einem mittelmässigen NLB-Match. Mehr als die Hälfte der neun Tore fielen nach groben Fehlern in der Abwehr, wobei die Startgoalies Mona und vor allem Berger einen katastrophalen Abend erwischten. Aber sicher auch deshalb spielen Gottéron und Lausanne eben um den Ligaerhalt, und nicht, wie es die Klubleitungen vor der Saison grossmütig prophezeit hatten, in den Playoffs.

Gottéron immer in Führung

Den Saanestädtern kam in diesem Derby Angst gegen Not sicher zugute, dass man bis zum Schluss immer in Führung lag. Beim ersten Seitenwechsel lag der HCF dank Toren von Sprunger und einem Powerplaytreffer von Studer mit 2:0 in Front, und ziemlich viel lief bis dahin für die konzentrierter startenden Einheimischen. Dass man diesen Vorsprung nicht bis in die zweite Drittelspause hineinbrachte, hatte seinen Grund in einer schwachen Defensivleistung. Das Anschlusstor durch Tuomainen kassierte das viel zu offensiv agierende Backpaar Rhodin/Bobillier in Überzahl, und beim Schönenbergers 3:2 sah Goalie Mona in diesen Playouts einmal mehr nicht gut aus.

Bergers Geschenk entschied

Goalie Berger spielte vor seinem Wechsel zu Davos vor einem guten halben Dutzend Jahren ja auch einmal in Freiburg, gestern machte er seinem Ex-Klub in der spielentscheidenden Phase kurz vor Ende der zweiten 20 Minuten das entscheidende Geschenk zum Sieg. Nur 57 Sekunden nach dem Anschlusstor zum 3:2 liess er sich vom vorgerückten Bobillier aus spitzem Winkel nochmals erwischen. Schon der Treffer von Rückkehrer Vauclair zum 3:1 war alles andere als unhaltbar. Danach hatte Lausanne-Coach Stewart genug, und nahm einen Keeperwechsel vor. Und Ersatzmann Reto Schürch hielt in der Folge seine Mannschaft bis am Schluss im Spiel. Grund dafür war das späte Tor von Gähler (59.), als der Gast mit sechs Feldspielern alles auf eine Karte setzte.
Gottéron – Lausanne 5:4 (2:0, 2:2, 1:2)

Stand 1:0
St. Leonhard. 3650 Zuschauer. SR Kurmann, Arm/Wirth. Tore: 6. Sprunger (Studer, Hentunen) 1:0. 18. Studer (Howald/Ausschluss Landry) 2:0. 31. Tuomainen (Ngoy/Ausschluss Conz!) 2:1. 36. Vauclair (Berger, Shantz) 3:1. 38. Schönenberger (Weibel) 3:2. 39. Bobillier (Letowski, Hentunen) 4:2. 49. Neininger (Reist, Tuomainen/angezeigte Strafe) 4:3. 54. Howald (Rhodin, Studer/Ausschluss Landry) 5:3. 59. Gähler (Tuomainen, Landry) 5:4. Strafen: 5×2 Min. gegen Gottéron, 8×2 Min. gegen Lausanne.
Fribourg: Mona; Rhodin, Raphael Berger; Gerber, Marquis; Bobillier, Studer; Birbaum; Vauclair, Shantz, Plüss; Berthoud, Schümperli, Howald; Hentunen, Letowski, Sprunger; Sandro Abplanalp, Hildebrand, Sassi.
Lausanne: Thomas Berger (39. Schürch); Roach, Heldstab; Ngoy, Holzer; Michel Kamber, Reist; Emery, Meichtry; Zenhäusern, Landry, Hurtaj; Schönenberger, Weibel, Gähler; Tuomainen, Oliver Kamber, Neininger; Conz, Schaller, Christen.
Bemerkungen: Gottéron ohne Hodgson, Montandon, Schneider und Wirz (alle verletzt) sowie Lintner (überzähliger Ausländer). – Lausanne ohne Brown, Slehofer und Steck (alle verletzt) sowie Boileau (überzähliger Ausländer). – Jubilare: Rhodin (100. NLA-Spiel), Schümperli (650.); Holzer (700.). – 21. Pfostenschuss Rhodin. – 59:21 Timeout Lausanne, anschliessend ohne Torhüter. – Schusstatistik: 35:33. – Wahl zu den besten Spielern: Howald, Tuomainen.
Ein Sieg, mehr nicht

Wie schon gegen Langnau hat Gottéron nun auch das erste Heimspiel gegen Lausanne für sich entschieden und ist in der zweiten Playout-Serie mit 1:0 in Führung gegangen. Für Routinier Patrick Howald, dessen Formkurve zuletzt glücklicherweise nach oben zeigt, war dies kein Grund zu Euphorie: «Das war ein Sieg und mehr nicht. Wir brauchen zum Ligaerhalt aber noch drei weitere. Schade, heute Abend haben wir uns das Leben nach einem guten Beginn mit groben Fehlern selbst immer wieder schwer gemacht.»

Auf der anderen Seite trauerte Assistenztrainer Gary Sheehan vorab dem verpatzten Start seiner Mannschaft nach: «Wir waren am Anfang nicht bereit und mussten danach immer einem Rückstand nachrennen. Und dies kostet in einem so engen Spiel eben viel Kraft.»

Mit dem knappen Heimsieg der Freiburger ist diese Serie jetzt so richtig lanciert, aber richtungsweisend war dieser Erfolg der Drachen keineswegs. Howald brachte es mit seinem Ausspruch, dass man nicht immer fünf Tore erzielen werde, auf den Punkt: seine Mannschaft müsse sich am Donnerstag beim ersten «Rückspiel» im Malley steigern. Und dann werden Landry und Co. vor einheimischem Anhang sicher noch einen Gang höher schalten. mi
Shantz mit gutem Start

Mit Jeff Shantz spielte gestern Abend schon der zwölfte Söldner in den Reihen der Freiburger.

Trainer Mike McParland war mit dem Einstand seines Landsmannes zufrieden: «Er hat für uns gegen Landry wichtige Bullys gewonnen und war auch am Schluss in den heissen Situationen ein wichtiger Trumpf in meiner Mannschaft.» Wenn die Abstimmung mit seinen Mitspielern noch besser klappe, könne man sich von ihm noch eine Steigerung erhoffen, gab sich der Freiburg-Coach zuversichtlich.

Auf alle Fälle brachte der Langnau-Center gestern dem Sieger mehr als Letowski und vor allem Hentunen, der seit Wochen seiner Bestform hinterherrennt. Und auch mit dem Comeback von Geoffrey Vauclair war McParland zufrieden. Einzig im vierten Block hätten die Waadtländer an diesem Abend einen leichten Vorteil gehabt. Sein «Chaux-de-Fonds-Sturm» ging mit einer 0:1-Bilanz vom Eis. mi

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