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Fast 40 Jahre mit der Mode gegangen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Grosse Schilder verraten es: Nach 38 Jahren endet die Geschichte von Zwahlen Mode. Kurt und Katharina Zwahlen schliessen am 30. Januar ihr Geschäft an der Bernstrasse 5 und treten in den Ruhestand. Nach fast vier Jahrzehnten in der Modebranche wissen die beiden Inhaber zahlreiche Erinnerungen zu erzählen.

Viel Aufwand

 Ein eigenes Geschäft bedeutet viel Arbeit. «Man darf da nicht nur die Stunden während der Ladenöffnungszeiten rechnen», erklärt Katharina Zwahlen. Arbeiten wie die Buchhaltung, der Einkauf oder die Werbung fanden meist nach Ladenschluss statt.

Gerade der Einkauf beschäftigte das Ehepaar jeweils stark. «Oft fuhren wir zu zweit nach Zürich, manchmal auch mit unseren Verkäuferinnen», erzählt Kurt Zwahlen. Die Lieferanten stellten dort in einem Zentrum ihre neusten Kollektionen aus, aus denen Katharina und Kurt Zwahlen ihr Sortiment für die nächsten Saisons zusammenstellten. «Es war eine spannende Herausforderung, früh das einzukaufen, was später Mode wird.»

«Kaum verändert hat sich in all den Jahren unsere Kundschaft», stellt Kurt Zwahlen fest. Diese kam einerseits aus Schwarzenburg, aus der Region, aber auch aus dem Sensebezirk bis nach Wünnewil und Überstorf. «Nicht selten waren es Menschen, die lieber auf dem Land als in der Stadt einkauften», erklärt Katharina Zwahlen. Gerade ältere Menschen fänden in der Stadt ihre Lieblingsgeschäfte manchmal nicht mehr. Da hätten sie es geschätzt, dass Zwahlen Mode seit vielen Jahren am gleichen Ort geblieben sei.

Neben der Stammkundschaft hatte Zwahlen Mode auch Laufkundschaft. «Schwarzenburg ist das Zentrum der touristischen Region Gantrisch.» So hätten sie Ausflügler und Feriengäste bedient, die auf einem Bummel durch das Dorf an ihren Schaufenstern hängen geblieben seien. So konnte sich das Geschäft trotz besserer Verbindungen in die Städte Bern und Freiburg behaupten. In den letzten Jahren wuchs der Einfluss des Onlinehandels. Umso mehr konnte sich das Ehepaar zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen Beatrice Zbinden, Marlis Böhlen und Rosmarie Vonlanten mit einer persönlichen Beratung positionieren.

Treue Kundschaft

Natürlich erlebten Kurt und Katharina Zwahlen auch schwierige Momente. 1985 richtete ein Hochwasser grosse Schäden in Schwarzenburg und dem Ladenlokal von Zwahlen Mode an. Das Hochwasser führte fast 30 Jahre später nochmals zu Schwierigkeiten: Im Sommer 2014 begannen im Zentrum von Schwarzenburg die Arbeiten für die letzte Etappe des Hochwasserschutzes. Durch die lang andauernden Verkehrsbehinderungen blieb ein Teil der Kundschaft dem Geschäft vorübergehend fern. «Wir wussten nicht, ob wir damit diese Kunden ganz verlieren», sagte Kurt Zwahlen. Denn andere Einkaufsgewohnheiten könnten sich schnell einschleichen. Glücklicherweise habe sich das nicht bestätigt. Namentlich die Freiburger Kundschaft sei nach Ende der Bauarbeiten schnell wieder zurückgekehrt.

Ohnehin zählen Katharina und Kurt Zwahlen den Kontakt mit verschiedenen Menschen zu ihren schönsten Erlebnissen. So erzählt Kurt Zwahlen Anekdoten, wie Kunden ihnen selber gemachte Bretzeli oder eine Rose brachten und damit für den Service und die Beratung dankten. «Solche Erlebnisse entschädigen für die viele Arbeit», meint Katharina Zwahlen.

Nachfolge gefunden

«Obwohl wir eine schöne Zeit erlebten, freuen wir uns nun auf das Ende», meint Kurt Zwahlen. Mit der Aufgabe des Geschäfts bleibt dem Ehepaar mehr Zeit für die Grosskinder, das Wandern und Ferien.

Während der Namen Zwahlen Mode verschwindet, wird das Geschäft an der Bernstrasse zu einer Filiale von Mode Seematter, einem Modegeschäft mit bisher vier Filialen im Berner Oberland. Ein bekanntes Gesicht bleibt: Beatrice Zbinden, die einst bereits ihre Lehre beim Ehepaar Zwahlen absolvierte, wird neue Filialleiterin.

Der letzte Öffnungstag am 30. Januar ist ein besonderes Datum: «Dann haben meine Frau und ich Geburtstag», so Kurt Zwahlen.

Rückblick

Am Anfang stand ein Schneidergeschäft

Seit 1978 führen Kurt und Katharina Zwahlen ihr Modegeschäft in Schwarzenburg. Die Geschichte von Zwahlen Mode begann aber bereits früher: 1936 eröffnete der Vater von Kurt Zwahlen in seinem Geburtshaus auf der Mühle in Schwarzenburg ein Schneidergeschäft für Massanzüge.1950 eröffnete er das Geschäft an der Bernstrasse. 1978 übernahm Sohn Kurt das Geschäft und erweiterte es auf die heutige Grösse. Bereits 1979 eröffnete Zwahlen eine Filiale in Oberdiessbach, einem Dorf in der Nähe von Münsingen und Konolfingen. Diese Filiale wurde zwischen 1999 und dem Jahr 2000 durch eine Filiale in Liebefeld ersetzt. «Liebefeld war ein grösserer Ort in Stadtnähe. Das bot mehr Potenzial als der kleine Ort Oberdiessbach», erklärt Kurt Zwahlen. Die Liebefelder Filiale wurde 2015 im Hinblick auf die nahende Geschäftsaufgabe geschlossen.sos

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