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Faszinierender Tango Nuevo

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Nun spielt er doch noch alleine: Michael Zisman bereitet sorgfältig sein wunderbar ausdrucksstarkes Bandoneon vor, setzt sich auf den Schemel, lässt einen «klassischen» Tango anklingen, vorerst elegant-virtuos, dann dynamisch-leidenschaftlich, in Piazzoll’scher Manier. Das Publikum im «Equilibre» hat die zweite Zugabe erklatscht, bejubelt den mit einem gewaltigen Klangspektrum aufwartenden Interpreten.

Michael Zisman offenbart eine tiefe Vertrautheit mit der faszinierenden Welt des Tango Nuevo, in Kompositionen Astor Piazzollas, in eigenen Werken und Bearbeitungen. Und die Streicher des Freiburger Kammerorchesters unter der Leitung ihres Chefdirigenten Laurent Gendre lassen sich von der Energie und der Sinnlichkeit des Solisten anstecken.

Im Bandoneonkonzert des argentinischen Starkomponisten Astor Piazzolla (1979) werden die obsessiven, rhythmischen, synkopierten Motive, die harten Staccati, die beissenden Glissandi und die charaktervolle, satte Harmonik präzise und kraftvoll ausgestossen. Die Sinnlichkeit, die Lebenslust und die Leidenschaftlichkeit der Musik Piazzollas werden mit den mitreissenden und wehmütig-melancholischen Klängen des Solisten überzeugend synchronisiert. Und in Piazzollas kurzer, populärer Komposition «Oblivion» drücken sich in den sachtsam fallenden Melodiebögen zarte Melancholie, tiefe Traurigkeit aus, werden im agogisch sorgfältig gestalteten Klangzauber ausgebreitet.

Bizet und Arriaga

Spanische Impressionen im ersten Konzertteil, mit der 1. Orchestersuite der Oper «Carmen» von Georges Bizet und der Sinfonia in d von Juan Crisóstomo de Arriaga. «Man» erwartet in den ersten Takten mitreissende Arenaatmosphäre und wird sogleich in die erschütternde Schicksalshaftigkeit der Zigeunerin Carmen katapultiert. Das Orchester drückt ausserordentlich präsent und konzentriert die Gefühle des bohrenden Schicksals, der tragischen Leidenschaft, der überschäumenden Freude, aber auch die Momente ruhiger Gelassenheit aus: Ein homogenes Ensemble mit überzeugenden Einzelleistungen der Solo-Holzbläser. Und Laurent Gendre versucht, die transparente Schreibweise und die starken dynamischen Kontraste der d-Moll-Sinfonie des achtzehnjährigen de Arriaga mit geschärftem Klang, mit Naturtrompeten, ventillosen Hörnern, mit scharfen Paukenschlägeln, mit wenig Streichervibrato auszudrücken.

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