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Federer erwartet Aufschlaggewitter

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Autor: Matthias Fasel

Auf der ATP-Tour gibt es jenseits der dominierenden Top 4 viel Einheitsbrei. Die Spielweise der meisten Akteure ähnelt sich. Sie haben keine richtigen Stärken, keine richtigen Schwächen. John Isner (ATP 17) tanzt da nicht nur optisch aus der Reihe. Das Spiel des Amerikaners steht und fällt mit dem Service. Bei einer Körpergrösse von 206 Zentimetern ist das auch nicht weiter verwunderlich. «Er gehört zu den besten vier bis fünf Aufschlägern der Welt. Ich sehe ihn auf einer Stufe mit Andy Roddick, Ivo Karlovic oder Jo-Wilfried Tsonga», sagte Roger Federer gestern an der Auslosung über seinen heutigen Gegner. «Sie alle schlagen viele Asse, ihr Service ist unberechenbar und ihr zweiter Service ebenfalls gut.»

Federers Respekt

Federer hat deshalb Respekt vor Isner. «Er hat das Potenzial für die Top 10. Ihn zu breaken, ist eine grosse Herausforderung, erst recht indoor, egal auf welcher Unterlage. Seine Aufschläge werden sehr schwer zu kontrollieren sein.» Ob er denn auf ein elfstündiges Match eingestellt sei, wollte ein Journalist von Federer wissen. Er dachte dabei an Isners Rekordspiel 2010 in Wimbledon, als er Nicolas Mahut im fünften Satz 70:68 besiegt hatte. «Nein, nur für ein zehnstündiges», antwortete Federer, um dann seriös anzufügen: «Es kann natürlich gegen Gegner, die derart schwierig zu breaken sind, passieren, dass es lange Matches gibt. Aber ich bin bereit. Ich muss das Match auf jeden Fall so angehen, als ob ich am Samstag und Sonntag keine Spiele mehr bestreiten würde.» Dass Isner oft lange Matches bestreitet, bewies er übrigens im Januar bei den Australian Open einmal mehr. In Runde zwei besiegte er David Nalbandian 10:8 im Entscheidungssatz, ehe er in der dritten Runde an Feliciano Lopez scheiterte – in fünf Sätzen selbstverständlich.

Bis zu 240 km/h

Einen starken Service hatte Isner schon immer. Sein Geschwindigkeitsrekord liegt bei 241 Kilometern pro Stunde. Was den 26-jährigen Spätzünder, der erst seit 2007 professionell Tennis spielt, jedoch mittlerweile gefährlicher macht, ist, dass er in den übrigen Bereichen nicht mehr ganz so unterlegen ist wie auch schon. «Er hat sich zuletzt stark verbessert. Seine Vorhand ist mittlerweile richtig gut. Lange hat er von der Grundlinie sehr defensiv gespielt und nur abgewartet. Heute übernimmt er vermehrt auch mal die Initiative», analysiert Federer.

Genau daran hat Isner in dieser Woche mit US-Captain Jim Courier weiter gearbeitet. «Er hat mir noch einmal in Erinnerung gerufen, die Ballwechsel möglichst kurz zu halten. Wenn wir den Ball fünfzig Mal hin und her schlagen, werde ich gegen Roger wohl nicht viele Punkte gewinnen», sagt Isner. Denn verbessertes Grundlinienspiel hin oder her, Isner bleibt realistisch: «Roger kann alles. Für mich wird es deshalb entscheidend sein, eine hohe Anzahl an ersten Aufschlägen im Feld zu haben.»

Auf Sand Nadal geärgert

Bei den zwei bisherigen Aufeinandertreffen zwischen Isner und Federer hatte der Amerikaner noch kein Rezept gefunden. Der Schweizer gewann 2010 in Shanghai 6:3, 6:4, 2007 an den US Open sicher in vier Sätzen. «Ich bin in der Favoritenrolle und hoffe, dass ich dieser auch gerecht werde», so Federer.

Die Rollenverteilung nur noch klarer macht die Tatsache, dass Sand nicht gerade Isners Lieblingsunterlage ist. Auf allen Belägen hat er auf der ATP-Tour eine positive Matchbilanz – ausser auf Sand. Auf dem langsamsten aller Beläge hat er eine Bilanz von 15:21. In seinem bis heute letzten Sandplatzspiel hatte er vergangenen Mai jedoch aufhorchen lassen. In der ersten Runde von Roland Garros gewann er gegen den Sandplatz-Dominator und späteren Turniersieger Rafael Nadal die Sätze zwei und drei im Tie-Break und verlor erst im Entscheidungssatz (4:6). «Dieses Spiel hat mir Selbstvertrauen gegeben. Ich konnte Nadal damals ein bisschen ärgern. Und ich hoffe, dass mir das auch bei Roger gelingt.»

Startspiel:Wawrinka eröffnet gegen Fish

Eröffnet wird die Davis-Cup-Partie heute (13 Uhr, live SF2) mit dem Spiel zwischen Stanislas Wawrinka (ATP 28) und dem US-Leader Mardy Fish (ATP 8). «Es wird sehr schwer, aber wenn ich sehr gut spiele, kann ich ihn schlagen», so Wawrinka. Die Schulterbeschwerden, die den Schweizer in Australien behindert hatten, sind jedenfalls abgeklungen. «Seit gestern trainiere ich wieder voll und bin mit meinem Spielniveau zufrieden. Ich fühle mich physisch, tennismässig und mental sehr gut.»

Im Head-to-Head führt Fish gegen den Waadtländer 2:0. Die letzte Partie gewann der Amerikaner im August in Kanada auf Hartplatz mit 2:1-Sätzen. Wie John Isner ist aber auch Fish alles andere als ein Sandplatzspezialist. Auch für die Weltnummer acht ist Sand die einzige Unterlage, auf der er eine negative Matchbilanz (28:34) hat. fm

Anreise: Shuttle-Busse von Düdingen aus

Das Forum Freiburg ist für die Davis-Cup-Partie mit 7500 Zuschauern pro Tag ausverkauft. Weil die Parkplätze rund um das Forum beschränkt sind und der Verkehrsaufwand ohnehin gross ist, fahren von grossen Parkplätzen in Düdingen (Birchhölzli) und Givisiez aus Shuttle-Busse. Die Busse verkehren jeweils ab eineinhalb Stunden vor dem ersten Match bis eine Stunde nach dem letzten Spiel. fm

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