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Federer übersteht Aufschlag-Gewitter

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Federer übersteht Aufschlag-Gewitter

Tennis: Im Viertelfinal folgt das Wimbledon-Duell der letzten beiden Sieger

Roger Federer hält in Wimbledon Kurs in Richtung erfolgreiche Titelverteidigung. Im Achtelfinal hat sich der Weltranglisten-Erste nach 110 Minuten gegen den Kroaten Ivo Karlovic 6:3, 7:6, 7:6 durchgesetzt. Nächster Gegner ist Lleyton Hewitt .

Vor der Partie Federer gegen Karlovic waren alle eigentlich nur auf die Frage gespannt, wie der Basler mit dem gewaltigen Aufschlag des Kroaten umgehen würde. Der längste Spieler im Tenniszirkus (208 cm) hatte in seinen ersten drei Partien nicht weniger als 95 Asse und ungezählte weitere Gewinnschläge produziert und auch Federer wusste «vom Hörensagen» um die Gefährlichkeit dieser «Waffe».

«Anders, als was ich bisher kannte»

Nachdem er viele der Bälle entschärft, einige noch schneller zurückgebracht und die nächste Runde erreicht hatte, fällte Roger Federer ein Urteil aus erster Hand: «Der Aufschlag ist anders, als das, was ich bisher kannte. Er schlägt ihn aus einem anderen Winkel und der Ball springt höher ab. Zudem hat er mit dem zweiten Ball extrem gut variiert.»

Die Partie auf Platz 1 wird nicht als eine der spektakulärsten in die Geschichte eingehen. Dies lag aber nicht am Schweizer, sondern an Karlovic, der keinen Rhythmus zuliess. Federer liess sich vom Aufschlag-Gewitter des Gegners nicht frustrieren und gewann die wichtigen Punkte. «Ich wusste, dass es Phasen geben würde, in denen ich einfach die Seiten wechsle und kaum einen Ball sehe. Aber so lange ich meine Aufschlagspiele gewinne, geht es.»

Nur ein Break in der ganzen Partie

Und die Rechnung ging auf. Mit Ausnahme zweier Games war Federer bei seinem Aufschlag ungefährdet. Im ersten Satz schaffte er zum 4:2 das einzige Break der Partie, was zum Satzgewinn ausreichte. Anschliessend fand er als Returnspieler kein Mittel mehr gegen Karlovic und musste als Konsequenz die ersten beiden Tiebreaks auf Rasen seit dem letzten Wimbledon-Final bestreiten. Er führte aber in den Kurzentscheidungen praktisch immer und verwertete den vierten Matchball mit einem sehenswerten Vorhand-Passierball aus dem Lauf. «Es war schwer, aber ich bin sehr zufrieden», so Federer.

Die Basis zu seiner Dominanz legt Federer mit seinem eigenen Aufschlag. Auf der Tour hat er seinen Service seit dem ersten Game des Auftaktspiels in Halle gegen Thomas Johansson nie mehr abgegeben, was beinahe neun komplette Matches sind.

Hewitt im Aufwind

Federers unglaubliche Rasen-Siegesserie beträgt nun schon 21 Partien und 35 Sätze. Der nächste Spieler, der dies beenden will, ist Lleyton Hewitt. Der Australier eliminierte Carlos Moya (Sp/9) in vier hart umkämpften Sätzen. Er setzte damit seinen Aufwärtstrend fort. Die Nummer 1 der Jahre 2001 und 2002, die 2003 nach einer freiwilligen Pause am Jahresende bis auf Platz 17 zurückfiel, weist heuer eine 34:7-Bilanz auf und hat sich unter die Top-Ten zurückgekämpft. Auf dem Weg in die Viertelfinals hat Hewitt auch die Karriere von Goran Ivanisevic beendet und dabei seinen Vorgänger als Wimbledon-Champion besiegt. Nun trifft der Vorzeigekämpfer aus Adelaide auf seinen Nachfolger.

Federer ist gegen Hewitt im Head-to-Head immer noch 4:7 im Rückstand, hat aber die beiden letzten Vergleiche in diesem Jahr gewonnen. Die meisten der elf Partien verliefen zudem sehr attraktiv.

Gagliardis verpasste Chance

Emmanuelle Gagliardi (WTA 115) hat den grössten Erfolg ihrer Karriere nicht realisieren können. Die Genferin enttäuschte in der Wiederaufnahme der «Hängepartie» gegen Tatiana Golovin (WTA 54) und verlor 3:6, 6:2, 3:6. Die Partie war am Vorabend beim Stande von 3:3, 40:40 im Entscheidungssatz wegen Regens abgebrochen worden. Am Montagmittag war die Französin russischen Ursprungs dann klar sicherer: Sie gewann 10 der 14 Punkte, die noch gespielt wurden, acht davon waren allerdings Fehler von Gagliardi, bei der in den kritischen Momenten vor allem die Vorhand versagte. «Am Sonntag hatte ich das Gefühl, die Partie in den Händen zu haben. Heute (gestern, Red.) habe ich mich aber mit jedem Fehler mehr verkrampft.»
Trotz der nicht zwingenden Niederlage und dem damit verpassten Rendezvous mit der topgesetzten Titelverteidigerin Serena Williams darf Gagliardi mit dem Abstecher nach London zufrieden sein. Erst zum dritten Mal im 30. Major-Turnier und erstmals wieder nach drei Jahren erreichte sie die dritte Runde und bezwang mit Patty Schnyder die Nummer 1 des Landes.

Wimbledon. All England Championships. Grand-Slam-Turnier (23,097 Mio. Fr./Rasen).
Männer-Einzel, Achtelfinals: Roger Federer (Sz/1) s. Ivo Karlovic (Kro) 6:3, 7:6 (7:3), 7:6 (7:5). Lleyton Hewitt (Au/7) s. Carlos Moya (Sp/9) 6:4, 6:2, 4:6, 7:6 (7:3). Sébastien Grosjean (Fr/10) s. Robby Ginepri (USA/27) 6:2, 6:2, 7:6 (7:4). Sjeng Schalken (Ho/12) s. Vince Spadea (USA/30) 6:2, 7:5, 3:6, 6:2. Florian Mayer (De) s. Joachim Johansson (Sd) 6:3, 6:7 (5:7), 7:6 (7:5), 6:4. Mario Ancic (Kro) s. Xavier Malisse (Be) 7:5, 3:1 w.o. (Rücken). – Viertelfinal-Tableau: Federer (1) – Hewitt (7), Mayer – Grosjean (10); Henman (5)/Philippoussis (11) – Ancic, Schalken (12) – Popp/Roddick (2).
Frauen-Einzel, 3. Runde: Tatiana Golovin (Fr) s. Emmanuelle Gagliardi (Sz) 6:3, 2:6, 6:3. Silvia Farina Elia (It/14) s. Virginia Ruano Pascual (Sp) 2:6, 6:4, 7:5. – Achtelfinals: Lindsay Davenport (USA/5) s. Vera Zwonarewa (Russ/ 12) 6:4, 6:4. Ai Sugiyama (Jap/11) s. Tamarine Tanasugarn (Thai) 6:3, 7:5. Maria Scharapowa (Russ/13) s. Amy Frazier (USA/31) 6:4, 7:5. Karolina Sprem (Kro) s. Magdalena Maleeva (Bul/21) 6:4, 6:4. – Viertelfinal-Tableau: Serena Williams (1)/Golovin – Petrowa (10)/Capriati (7), Mauresmo (4)/Farina Elia (14) – Suarez (9)/Grande; Davenport (5) – Sprem, Sugiyama (11) – Scharapowa (13).

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