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Fehlende Erfahrung kostet Lehrgeld

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60:97 in Belgien, 60:89 zuhause gegen Finnland. Das Schweizer Basketball-Nationalteam bekam zuletzt die Grenzen klar aufgezeigt. Eine Qualifikation für die EM 2013 in Slowenien ist somit kaum mehr realistisch, obwohl in der 5er-Gruppe mit Finnland, Belgien, Polen, der Schweiz und Albanien die zwei Ersten und allenfalls gar noch der Drittplatzierte an der Endrunde dabei sein werden (von den sechs Gruppen qualifizieren sich zusätzlich die vier besten Drittplatzierten). Im fünften Qualifikationsspiel empfangen die Schweizer mit dem langjährigen Olympic-Center Oliver Vogt heute Abend im Freiburger St. Leonhard (20 Uhr) Albanien. Im Hinspiel hatte die Schweiz den bisher einzigen Sieg gefeiert.

 

 Oliver Vogt, zuletzt setzte es in Belgien und am Montag gegen Finnland diskussionslose Niederlagen ab. Wie steht es um die Moral der Mannschaft?

Sicher sind wir ein bisschen niedergeschlagen. Ich selbst hatte erwartet, dass wir grössere Chancen haben und vielleicht gar einen Sieg aus den beiden Spielen einfahren würden. Für uns heisst das nun, dass wir umso mehr gegen Albanien gewinnen müssen.

 

 Sie sind einer der international Erfahrensten in der Nationalmannschaft. Weshalb hat die Schweiz so viel Mühe auf Länderspiel-Ebene?

 Internationale Spiele sind eben etwas ganz anderes als die Meisterschaft. Die gegnerischen Nationalteams sind alle sehr eingespielt. Sie verfügen über ein wirklich sehr gutes Zusammenspiel, wie es etwa die Finnen am Montag gezeigt haben. Zudem agieren unsere Gegner sehr aggressiv. So wird es schwierig für unsere Mannschaft. Wir verfügen zwar über viele junge, talentierte Spieler, aber die Erfahrung fehlt ihnen noch. Wir haben deshalb Mühe, zu bestehen. Zusätzlich mangelt es uns an Konstanz über ein ganzes Spiel hinweg. Im ersten Viertel gegen die Finnen spielten wir gut, dann aber ging gar nichts mehr. Wir bräuchten einen starken Match über 40 Minuten, um auf ein besseres Resultat hoffen zu können.

Das Fehlen von NBA-Spieler Thabo Sefolosha, der nach einer langen Saison auf die Nati-Spiele verzichtet, ist ein zusätzliches Handicap.

Sicher ist es schade, dass Thabo nicht dabei ist. Zudem fehlten uns zuletzt die verletzten Greg Brunner und Vladimir Buscaglia. Dies sind alles erfahrene Spieler. Wir sind nun einmal keine Basketball-Nation, die solche Ausfälle ohne weiteres kompensieren kann.

 

 Eine EM-Qualifikation ist nach den jüngsten Resultaten in weite Ferne gerückt. Wie realistisch ist ein Weiterkommen noch?

Es wird sicherlich sehr, sehr schwierig. Wir müssten wohl drei von vier Partien gewinnen. Uns bleibt nichts anderes übrig, als von Spiel zu Spiel zu schauen. Jetzt wollen wir den Match gegen Albanien gewinnen, dann schauen wir weiter. Möglich ist es jedenfalls noch. Und auch wenn wir definitiv aus dem Rennen sein sollten, so bleiben es internationale Auftritte, wo jeder etwas lernen und Erfahrungen sammeln kann. Es ist wichtig, dass wir als Team weiter zusammenhalten.

 

 Vor ein paar Tagen wurde Ihr Wechsel nach Genf bekannt. Mit welchen Gefühlen verlassen Sie Freiburg Olympic?

In erster Linie freue ich mich auf die neue Herausforderung. Dieser Wechsel wird mir sicherlich gut tun. Andererseits ist es schon etwas komisch, Freiburg den Rücken zu kehren. In den sechs Jahren mit Olympic konnten wir viele Erfolge feiern. Gerade eben habe ich meine Wohnung geräumt, da wurde mir erst richtig bewusst, dass ich schon bald nicht mehr hier sein werde.

«Wir sind nun einmal keine Basketball-Nation, die Ausfälle ohne weiteres kompensieren kann.»

Oliver Vogt

Basketball-Nationalspieler

«Wir bräuchten einen starken Match über die gesamten 40 Minuten, um auf ein besseres Resultat hoffen zu können.»

 Oliver Vogt

Basketball-Nationalspieler

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