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Feine Details trotz grobem Werkzeug

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda ruffieux

TafersWer die Ausstellung «Jean Bindschedler und Zana. Ein Freiburger in Afrika – ein Afrikaner in Tafers» an einem Sonntag besucht, wird von ungewohnten Geräuschen begrüsst. An diesen Tagen arbeitet der afrikanische Künstler Zana Kassoum Coulibaly im Museum nämlich an seinen Holzskulpturen.

Konzentration bei der Feinarbeit

«Die Leute sind sehr neugierig, was meine Technik und mein Werkzeug betrifft», sagt der Künstler. Die Besucher stellten viele Fragen. Wenn er an den groben Umrissen einer Figur arbeite, dann könne er sich zwischendurch gut unterhalten. «Für die Feinarbeiten nehme ich die Figur dann aber mit ins Atelier, denn diese Arbeit benötigt meine ganze Konzentration.»

Das gilt auch für die Vogelskulptur aus Eiche, die er zum Ausstellungsbeginn angefangen und nun fertiggestellt hat. Er zähle die Stunden nicht, wenn er arbeite. «Wie lange ich brauche, hängt von der Inspiration ab.» Manchmal sehe er ein Stück Holz und habe gleich ein Bild von der fertigen Figur vor Augen.

Starke Symbolik

In vielen von Zanas Skulpturen sind klare Elemente der sogenannten Senufo-Bildhauerei, einer Tradition seiner Heimat Elfenbeinküste, zu sehen. Diese sind geprägt von einer starken Symbolik: eine Schlange, die Macht darstellt, eine Schildkröte, die Weisheit bedeutet, Zwillinge, die als Glücksbringer gelten, oder weibliche Rundungen als Fruchtbarkeitssymbole. Auf der anderen Seite versucht er auch Tradition und Moderne zu verbinden. So sind in der Ausstellung auch Krippenfiguren zu sehen, die in jedem Schweizer Haushalt stehen könnten, auch wenn sie aus afrikanischem Hartholz hergestellt wurden.

Die Ausstellung erfreut sich grosser Beliebtheit. «Die Reaktionen der Besucher sind sehr gut. Sie sind fasziniert von der Arbeit von Zana», sagt die Museumsleiterin Marie-Anne Pinheiro-Fankhauser. Eindruck mache vor allem immer wieder, wie er mit seinem groben, fast archaischen Werkzeug so feine Details an den Figuren herausarbeiten könne. Durch den Bekanntheitsgrad von Jean Bindschedler würden auch viele Romands kommen. Am 15. Oktober besuchte der Botschafter der Elfenbeinküste das Museum. Ein Teil der Stücke soll nach dem Ende der Ausstellung in der Botschaft in Bern präsentiert werden.

Der Künstler ist noch am Samstag, 1. November und an der Finissage, am 9. November, beim Arbeiten zu sehen.

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