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«Feldschiessen ist Glückssache»

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Talent, Glück, Fleiss – was macht einen guten Schützen aus? «Schwer zu sagen, es gibt so vieles, das stimmen muss», antwortet Gabriel Mauron. Der 52-jährige Gifferser weiss, wovon er spricht. Er gehört seit über 30 Jahren zum erfolgreichen Sportschützenverein Giffers-Tentlingen und hat den Verein von 1997 bis 2008 präsidiert. Der Klub wurde mehrere Male Freiburger und Schweizer Gruppenmeister auf 10, 25 und 50 Meter. Auch Einzelschützen aus den Klubreihen gewannen Titel auf kantonaler, nationaler und internationaler Ebene, ja sogar an den Olympischen Spielen.

Freude und Durchhaltewillen

Wer Talent habe, erziele mit wenig Aufwand gute Resultate, führt er aus. Aber auch mit regelmässigem Training und Fleiss lasse sich viel erreichen. «Es braucht auf jeden Fall Freude und Motivation», sagt Mauron. «Aber auch Glück.» Etwas Ehrgeiz könne nicht schaden – und vor allem Durchhaltewillen, um sich von Rückschlägen nicht beirren zu lassen. «Das gilt vor allem auch für den Nachwuchs.» Den Jungen zu zeigen, dass es sich lohnt, dranzubleiben und sich gegenseitig zu motivieren, sei die Hauptaufgabe bei der Nachwuchsbetreuung. Ein wenig interne Konkurrenz schade ebenfalls nicht: «Das bringt alle dazu, das Beste zu geben.» Wenn es etwa darum gehe, die Gruppen für eine Meisterschaft zusammenzustellen, dann sei dies ein ­Ansporn.

Gabriel Mauron ist erst mit 20 Jahren zum Schiesssport gekommen. Als er 1986 die Polizeischule absolvierte, war es für Polizisten obligatorisch, in einem Schützenverein (Pistole und Gewehr) Mitglied zu sein. «Ich hatte das Glück, mit dem Gewehr gleich am Anfang gute Resultate zu erzielen. Auch die Kameradschaft hat viel dazu beigetragen. So hat es mich richtig gepackt.» Vom Gewehr hat er dann mehr und mehr auf die Pistole gesetzt, weil es bei dieser weniger Zusatzausrüstung braucht. Bei den Sportdisziplinen liegt ihm vor allem die 50-Meter-Distanz mit der Freipistole – die olympische Disziplin. Was der Klub ihm all die Jahre gegeben hat, gibt er nun zurück, indem er bei der Nachwuchsausbildung mithilft und auch Quereinsteiger motiviert. «Wir zeigen ihnen, wie viel Freude dieser Sport machen kann.» Das Treffen der Generationen gefällt Mauron: Das jüngste Mitglied ist elf Jahre alt, das älteste 85. Für ihn ist auch die Kameradschaft eine Voraussetzung für den Erfolg. «Wenn man Erfolg haben will, muss auch die Ambiance im Klub stimmen. Das motiviert jedes Mitglied.»

Im Schützenstand erfolgreich zu sein, sei das eine, am Feldschiessen zu treffen, etwas anderes. Man dürfe nicht erwarten, dass das, was im Training gut funktioniert habe, auch dort zum Erfolg führe. Viele Schützinnen und Schützen erwarteten dann zu viel. «Feldschiessen ist Glücksache», fasst er die speziellen Voraussetzungen zusammen. «Man schiesst draussen. Boden, Anlage und Umfeld sind anders», sagt Mauron. «Gute Schützen können bei Meisterschaften und Wettbewerben abschalten, sich ganz auf den Ablauf, den sie immer wieder geübt haben, fokussieren und das Programm abspulen. Schuss für Schuss.» Deshalb seien auch die mentale Stärke und die Konzentration sehr wichtig. «Was auch sehr nützlich für die Schule oder im Berufsleben sein kann.»

Rolls-Royce der Armeewaffen

Aber eben: Das ist Theorie. In der Praxis seien es viele Kleinigkeiten, die diesen Plan ins Wanken bringen können. Mal sei es beruflicher oder privater Stress, den man nicht einfach so wegstecken könne, erzählt Mauron. Mal sei es am Feldschiessen das Wetter, der Sonnenstand oder andere Details, die einen aus dem Konzept bringen. «Das Beste wäre, wenn man einen Knopf drehen und alles ausschalten könnte», sagt er mit einem Lachen. Feldschiessen sei auch deshalb Glücksache, weil nicht zwingend die besten Sportschützen gekürt werden, sondern auch der Zufall eine wichtige Rolle spiele. «Schon oft stand einer zuoberst auf dem Podest, der bei schlechtem Wetter gut geschossen hat, oder einer, der noch schnell zur letzten Serie angetreten ist.»

Gabriel Mauron tritt am Feldschiessen in Tentlingen mit einer alten Armeepistole an, einer SIG P210 – «dem Rolls-Royce der Armeewaffen», wie er sagt. Eine Prognose für sein Abschneiden mag er nicht abgeben, doch «mein persönliches Ziel ist es immer, das Maximum zu erzielen». Zum Schützenkönig und den 180 Punkten hat es ihm noch nicht gereicht – auf 176 ist er aber vor 18 Jahren bereits gekommen.

Er bedauert, dass dieses Jahr kein Schützenkönig mehr in der Disziplin 50 Meter erkoren wird. Schon seit einigen Jahren werden die errungenen Punkte auf die 25-Meter-Distanz umgerechnet, weil es immer weniger Schützen gibt und der Aufwand für ein Extra-Klassement zu gross wäre. «Das ist schade, denn auf 50 Meter zu treffen, ist anspruchsvoller.»

Gabriel Mauron ist Fan des Feldschiessens. «Das Schiessen im Feldstand gehört zur Tradition wie das Volksfest auch. In erster Linie ist es ein Breitensportanlass des militärischen Schiesswesens, dessen Grundgedanken und Ideologie es zu schützen gilt», sagt er mit Überzeugung.

Feldschiessen Sense

Bereits zum vierten Mal in der Stersmühle

Ruedi Vonlanthen ist in diesen Tagen oft in der Stersmühle in Tentlingen anzutreffen. Dort findet in wenigen Tagen nach 1967, 1985 und 2003 zum vierten Mal das Feldschiessen statt – und zum dritten Mal ist er OK-Präsident dieses Grossanlasses. Schiessen sei seine Leidenschaft. Er wolle auf diese Weise seinem Sportverein etwas zurückgeben.

«Das Feldschiessen ist vor allem eines: ein Treffpunkt», sagt Vonlanthen. «Ein Ort, an dem Frauen und Männer, Jung und Alt, Schützen und Nichtschützen zusammenkommen.» Seit rund zwei Jahren ist das 15-köpfige OK dafür besorgt, dass der grösste Bezirksanlass mit einem Budget von 700 000 Franken ein Erfolg wird. «Das Schwierigste war die Personalsuche», erklärt Ruedi Vonlanthen. Damit an den beiden Wochenenden alles glatt laufe, brauche es Helfer, die 900 Einsätze zu je sechs Stunden leisten. Die Suche sei trotz des finanziellen Anreizes mühsamer geworden, weiss der OK-Präsident.

Die Stersmühle sei bestens geeignet als Austragungsort. «Idealer geht es nicht», sagt er beim Rundgang über das Gelände. «Hier ist alles zentral und nah beieinander.» Auf der grünen Wiese ist ein riesiger Festplatz von etwa 7000 Quadratmetern entstanden. Allein die Festhalle bietet Platz für 1800 Personen. Der Schiessplatz und der Festplatz befinden sich in unmittelbarer Nähe voneinander. «Wir befinden uns in Tentlingen, geschossen wird aber nach Giffers», sagt Ruedi Vonlanthen. So werde jeder Schuss zum Grenzgänger. Der Schiessstand befindet sich teilweise auf dem neuen Hochwasserschutzdamm. Links und rechts wurden diesem «Flügel» angebaut. So wurden die Unebenheiten im Gelände ausgeglichen. «Wir wollen den Schützen gute Konditionen bieten», sagt Vonlanthen. Den 300-Meter-Schützen stehen 50 Scheiben zur Verfügung, zehn mehr als im Vorjahr. «So gibt es keine Wartezeiten.» Er hoffe auf 2500 Schützen; 2000 seien wohl eine realistische Zahl.

Ruedi Vonlanthen weiss, auf welche Scheibe er gerne schiessen würde: «Die ganz rechts, so bin ich im Schatten», sagt er. Schützenkönig werde er wohl nicht, er hoffe aber, wiederum die 60 Punkte fürs Abzeichen zu schaffen. «Es wäre schön, wenn einer von unserem Klub Sieger würde.» Das letzte Mal war dies 2010 in Tafers der Fall, als Josef Lauper auf dem Podest stand.

Ein kleines Zelt stellt das OK dem Lions Club Sense zur Verfügung. Dort können sich die Besucher im Armbrustschiessen mit Laser versuchen – der Erlös geht zugunsten des Kantonslagers der Jubla.

Auch dieses Mal können die Besucher mit dem Pendelbus aus allen Dörfern ans Feldschiessen reisen – erstmals gilt dies auch fürs Vorschiessen.

im

 

Rahmenprogramm: Vorschiessen, 3. Juni, Bierfest mit den «Bayrischen Hiata­madln»; Feldschiessen, 9. und 10. Juni: Zellberg Buam aus dem Zillertal. Infos: www.feldschiessen-sense.ch

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