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Felssturzgefahr an der Hauptstrasse

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In Jaun wurden verstärkte Bewegungen einer Felswand gemessen. Deshalb hat das kantonale Tiefbauamt neue Sicherheitsmassnahmen eingerichtet.

Bröckelnde Steine lösen sich aus der Felswand und verteilen sich auf der darunter liegenden Hauptstrasse in Kappelboden in Jaun, bevor die Mauer unter Getöse einbricht. So oder ähnlich sieht das Katastrophenszenario aus, seit im November verstärkte Bewegungen im Felsen unmittelbar oberhalb der Verkehrsachse gemessen wurden. Vorerst darf laut Patrick Buchs vom kantonalen Tiefbauamt jedoch aufgeatmet werden: «Es gibt keinen Grund zur Panik, aber wir müssen die Situation ernst nehmen.» Um drohende Unfälle zu verhindern, wurden neue Sicherheitsvorkehrungen getroffen. So könne das Amt bei Bedarf direkt eingreifen, so Buchs.

Neue Sicherheitsvorkehrungen

«Die Lage am Fels war schon länger auffällig», weiss Buchs. Denn bereits im Winter 1996 bewegte sich die Felswand plötzlich um insgesamt zehn Zentimeter. Weil sich seither immer wieder kleinere Bewegungen akkumuliert haben, wird die Wand monatlich von einem Strassenwärter vor Ort vermessen. Insgesamt 40 Zentimeter hatte sich der Fels bis zum letzten Herbst bewegt.

Doch dann zeigten die Messungen im vergangenen Winter abermals beschleunigte Aktivität im Gestein. Für das Tiefbauamt war das ein Grund für neue Sicherheitsvorkehrungen: «So weiterzumachen wie bisher, wäre nicht zu verantworten. Deshalb mussten wir handeln», erklärt Buchs.

Das Metallnetz kann kleineres und mittleres Gestein von der Strasse fernhalten, nicht jedoch eine ganze Felswand.
Bild: Marc Reidy

Ursache unklar

Warum genau es zu den neuen Verschiebungen kam, ist nicht ganz klar. Möglich wäre, dass die starken Regenfälle im letzten November den Fels destabilisiert haben. Dabei seien die Niederschläge so stark gewesen, dass Wasser «aus dem Fels floss», beschreibt Buchs. Während des Winters kamen dann tiefe Temperaturen dazu, die Wasser frieren und ausdehnen liessen.

Als erste Massnahme wird der Fels jetzt wöchentlich anstatt einmal pro Monat gemessen. Zudem wurden an der Wand rund 20 Sensoren angebracht, die zukünftig automatisch Bewegungsdaten erheben und an das Tiefbauamt weiterleiten. Ähnlich wie bei einem Lawinenwarnsystem werden die Daten dann anhand eines Ampelsystems in vier verschiedene Risikostufen eingeteilt.

Alarmstufe gelb

Momentan befänden sich die Bewegungen der Felswand im gelben Bereich, erklärt Buchs. «Das heisst, wir messen genau und sind wachsamer als bisher.» Zusätzliche Sicherheitsmassnahmen wie eine Strassensperre seien jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht notwendig. Dies müsste erst bei der nächsten Stufe – also Orange – geschehen. Liegen die Bewegungsdaten im roten Bereich, liesse der Einsturz nicht mehr lange auf sich warten.

Doch ganz ohne menschliches Zutun soll die Strasse im Ernstfall nicht gesperrt werden: «Wir wollten kein komplett automatisiertes System einrichten», so Buchs. Stattdessen soll ein Mensch die Daten auswerten und je nach Risiko entscheiden, was zu tun sei. Im Ernstfall könne der Verantwortliche dann auch gleich die Strasse unter der Felswand sperren, denn bald wird dort am Strassenrand eine Ampel stehen.

Provisorische Lösung

Lange werden die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen jedoch nicht in Gebrauch sein, denn sie sind als Provisorium gedacht. Im September soll ein Ingenieurbüro aus Lausanne die Felswand sanieren und so den Gefahrenherd endgültig entkräften. Zwar schützen Metallvorrichtungen Autofahrer bereits jetzt vor kleineren Felsbrocken, die sich aus dem Gestein lösen könnten. Das reicht aber nicht aus, um den Einsturz der gesamten Wand zu verhindern.

Wir können nicht einfach eine Lösung eins zu eins übernehmen.

Patrick Buchs
Tiefbauamt Kanton Freiburg

Dass die Sicherungsarbeiten erst im Herbst beginnen, liegt an der Zusammensetzung der Felswand. Diese besteht aus porösem Karstgestein. Das erschwert das Anbringen von Metallankern im Fels. Das genaue Vorgehen für die Sanierung müsse also erst noch überprüft werden, so Buchs: «Wir können nicht einfach eine Lösung eins zu eins übernehmen.»

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