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Felswand im Galterental unter Aufsicht

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Dass es im Galterental immer wieder zu kleineren und grösseren Felsstürzen kommt, ist nichts Neues. Das letzte grosse Ereignis geschah am 25. April 2016, als ein Felssturz im Galterental ein evakuiertes Haus zerstörte. 2500 Kubikmeter Fels, Geröll und Erde sind damals beim sogenannten Rotary-Felssturz abgebrochen. Die Behörden und insbesondere der Sektor Naturgefahren beim Amt für Wald, Wild und Fischerei verfolgen deshalb schon seit Jahren auch kleinste Felsbewegungen.

Vorstehende Felspartie

Eine solche sensible Stelle liegt derzeit oberhalb der Fisch­zucht auf dem Gebiet der Gemeinde Tafers. Rund 5000 bis 6000 Kubikmeter Fels hängen über den Fischbecken, also doppelt so viel wie beim erwähnten Rotary-Felssturz. Eine Felspartie, die vom Muttergestein durch eine Kluft getrennt ist, steht dort hervor. Der Fels befindet sich, wenn man von Freiburg herkommt, etwa 100 Meter vor dem Gebäude der Fischzucht.

«Wir haben dort im August 2017 eine Messstation installiert», sagt Willy Eyer, Sektorchef Naturgefahren. Dies sei im Nachgang zum Rotary-Felssturz passiert, bei dem man für eine solche Situation sehr nützliche Erfahrungen gemacht habe. «Ziel war eigentlich, das Messdispositiv nach einem Jahr abzubauen, wenn sich keine Verdachtsmomente ergeben.»

Bewegungen im Kleinstbereich

Kurz bevor es Ende 2018 soweit war, die Anlage wieder abzubauen, erfolgten Bewegungen im Mikro-Bereich, die nicht ganz klar zu deuten waren. Die sogenannten Telejointmeter messen kleinste Verschiebungen zwischen zwei Punkten und übertragen die Messwerte laufend. Sie werden meist so angebracht, dass sie einen stabilen mit einem eventuell bewegten Punkt verbinden. Der Sensor zeichnet dann auf, wenn sich die beiden Teile unterschiedlich bewegen und übermittelt die Daten. So können die Bewegungen am Bildschirm täglich überwacht werden. «Die heutige Technologie erlaubt Messungen im 1/10 bis maximal 1/100 Millimeter-Bereich, die man bis dahin natürlich nicht beobachten konnte. Schon kleine Schwankungen der Lufttemperatur führen zu Veränderungen», sagt Willy Eyer. Entsprechend sei Vorsicht geboten bei der Interpretation der Daten.

Nur ein Indiz

Die aufgezeichneten Bewegungen bei dieser Felspartie liegen knapp im messbaren Bereich. Auch das Messgerät selber kann scheinbare Bewegungen verursachen. Für den Fachmann besteht deshalb nur ein zusätzliches Indiz, dass sich hier einmal ein Problem zuspitzen könnte. «Die Beobachtungen zeigen, dass man nun genauer hinschauen sollte, um allenfalls rechtzeitig Massnahmen zu planen und zu realisieren.» Zum heutigen Zeitpunkt bestehe kein inakzeptables Risiko eines überraschenden Grossereignisses, sagt er. «Wir sind nun in der Abklärungsphase. Die Gemeinde nimmt weiterführende Analysen vor.» Die Überwachung ermögliche es, eine erhöhte Gefahr rechtzeitig kommen zu sehen. Der Besitzer der Fischzucht sei informell über die Situation informiert worden. Würde diese Felspartie irgendwann einmal abstürzen, wären der Talboden und die Strasse zugedeckt, es wäre aber kein Gebäude direkt betroffen.

Studie in Arbeit

Um die Situation genauer einschätzen zu können, hat die Gemeinde Tafers auf Antrag des Waldamts eine geologische Studie in Auftrag gegeben. Diese soll präzisere Informationen zur fraglichen Felspartie liefern: Wie ist der potenziell instabile Bereich abgegrenzt, wie sehen mögliche Bruchszenarien aus, welche Massnahmen kommen in Frage? «Beim Rotary-Felssturz haben wir direkt erfahren, wie wichtig es ist, auf ein mögliches Problem frühzeitig vorbereitet zu sein. Damit können allfällige Massnahmen in Ruhe geplant werden», sagt Willy Eyer. Die Studie soll so schnell wie möglich abgeschlossen werden. Eine vermutlich machbare Variante wäre, den möglicherweise kritischen Felsüberhang abzustützen.

Das frühlingshafte Wetter mit Temperaturschwankungen könne eine Rolle spielen. «Wir beobachten, dass nicht nur Frost- und Tauzyklen, sondern alle grösseren Temperaturänderungen, auch im Sommer, die Felsbewegungen beeinflussen und labile Bereiche aktivieren können.» Die Gemeinde Tafers und die kantonalen Behörden planen einen Infoanlass im Galterntal, sobald sie über weitere Abklärungen verfügen. Im Moment bestehe keine aussergewöhnliche Gefährdung.

Zahlen und Fakten

Immer wieder eine Baustelle

Letzten Sommer ist ein umfangreiches Sanierungsprojekt im Galterental abgeschlossen worden. Nach Schlammlawinen, Erdrutschen und Überschwemmungen 2005 und 2007 wurde ein Massnahmenpaket an die Hand genommen, um das bei Wanderern beliebte Tal besser vor Naturgefahren zu schützen. Die Arbeiten dauerten zehn Jahre. 2015 wurden Sicherheitsnetze gegen Steinschläge erstellt. 2016 und 2017 wurden Schutzmassnahmen gegen Hochwasser und Überschwemmungen umgesetzt. Anfangs 2018 sind Bauwerke saniert und Verkehrswege verbessert worden.

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