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Ferienplan wie zu Ankers Zeiten

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«Deutschfreiburger Anliegen bleiben auf der Strecke» FN vom 17. Mai

 Die Debatte über das Schulgesetz ist sicher eine komplexe Sache. Dem Grossrat ist weiterhin zu wünschen, dass er das Wesentliche nicht aus den Augen verliert und an einer zukunftstauglichen Freiburger Schule arbeitet.

Indes kommen einem Zweifel, ob alle an der Debatte Beteiligten hinter dem Ziel einer zukunftsgerichteten Schule stehen. So etwa bei der künftigen Planung der Schulferien. Da werden Vorstellungen wie zu Albert Ankers Zeiten heraufbeschwört: Die Sommerferien sollten – gemäss Pierre-André Grandgirard, CVP Cugy, – noch länger sein, damit die Kinder bei der Tabakernte helfen können. Schulgesetz und Ferienplanung sollen offenbar dem Wirtschaftszweig der Tabakproduzenten günstige Arbeitskräfte zur Verfügung stellen. Hoppla! Aber es gibt offenbar noch andere Gründe dafür, am Ferienplan nichts zu ändern: Die Tradition und die gesellschaftliche Realität – so offenbar die Worte des Bildungsministers Jean-Pierre Siggen. Der Staatsrat lässt mit einem gewissen verständlichen Stolz bei jeder Gelegenheit verlauten, dass Freiburg der jüngste Kanton der Schweiz sei: Ein Kanton, in dem viele Kinder und Jugendliche leben und aufwachsen, die von Eltern betreut und erzogen werden. Dass in dieser gesellschaftlichen Realität zu lange Sommer-, zu späte Herbst- und zu sehr schwankende Ski- und Frühjahrsferien ein Problem darstellen, das ist eine gesellschaftliche Realität, die Herr Siggen offenbar einfach ausblendet. Und nebenbei: dass ein pädagogisch sinnvollerer Ferienplan der christlichen Tradition keinen Abbruch tut, das beweisen andere Kantone mit ähnlichem traditionellem Hintergrund wie der Kanton Freiburg bestens.

 Aber vielleicht sehe ich als Vater, Teilzeithausmann und Gemeindepolitiker die gesellschaftliche Realität ganz falsch. Vielleicht müsste ich meine Kinder vom Zeitpunkt an, ab dem die Sommerferien zu einem familienorganisatorischen Problem werden, einfach zur Tabakernte schicken, wie das zu Ankers Zeiten sicher die gesellschaftliche Realität war.

 

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