Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Fernöstliche Musik-Kostbarkeiten

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Schon das Auftreten der Künstlerin entführte das Publikum in eine andere Sphäre; Ling Ling Yus Spiel und ihre persönliche Ausstrahlung vermittelten tänzerische Grazie und schwebende Leichtigkeit und liessen die Zuhörenden in eine zauberhafte Märchenwelt eintreten. Träumerische Symbolik liessen auch die Titel einzelner Stücke aus der klassischen Zeit der Quing-Dynastie anklingen, so «Der Herbstmond im Palast des Han», «Der Schnee fällt auf die Pinien» oder «Flöte und Gong in der frühlingshaften Morgendämmerung». Die Musik basiert auf dem Prinzip der Pentatonik – darunter versteht man Fünfton-Tonleitern -, aus welchen die Melodie gebildet wird. Im Vordergrund steht weniger die Melodie als das Spiel mit den einzelnen Tönen. Jeder Ton wird in den verschiedensten Klangfarben schattiert oder in seiner Tonhöhe leicht verändert, erklingt mal realistisch nah, um gleich darauf ins Sehnsüchtige zu entschwinden. Die Übergänge von einem Ton zum nächsten gestalten sich fliessend, mit Glissando-Effekten wird die Melodie verschleiert.

In einem gewissen Gegensatz standen drei Stücke zeitgenössischer chinesischer Komponisten wie Liu Dehai, Wang Huiran und Wang Fandi, die alle in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden sind. Hier wurden Einflüsse der Dur-/Mollharmonik europäischer Musik deutlich, die sich mit der Verzierungspraxis chinesischer Kunstmusik verbinden. In diesen Stücken zeigten sich zudem die schier unbegrenzt scheinenden technischen Möglichkeiten der Pipa. Das viersaitige Instrument mit birnenförmigem Körper und abgeknicktem Hals verfügt über einen ausserordentlich grossen Stimmumfang. Die hochentwickelte, komplizierte Griff- und Anschlagstechnik ermöglicht ein Klangspektrum, das vom feinen, unendlich ausklingenden Ton bis zum metallisch-schnarrenden Saitengeräusch reicht.
Ebenso unbegrenzt schienen Ling Ling Yus interpretatorische Fähigkeiten. Ihr kräftiger, temperamentvoller und doch immer anmutig bleibender Ausdruck liess das Publikum in zunehmende Begeisterung ausbrechen. Mit den beiden Zugaben unterstrich die Künstlerin nochmals den einerseits lyrisch-schwebenden und andererseits rhythmisch-ekstatischen Charakter der chinesischen Musik. Durch die Musik, die hohe künstlerische Präsenz und die sympathische Ausstrahlung der Pipa-Spielerin Ling Ling Yu wurde das Konzert zu einem einmaligen Erlebnis für das zahlreich erschienene Publikum.

Mehr zum Thema