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Fernwärme im Stedtli: Jetzt wird gerechnet

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marc Kipfer

Wenn Bauarbeiter im nächsten Frühling den oberen Teil der Murtner Hauptgasse aufreissen, dann sanieren sie darunter nicht nur die Wasser- und Abwasserleitungen. Sie werden dazu auch leere Rohre verlegen. Zweck dieser Übung: Es wird der erste Teil des Fernwärmenetzes realisiert, das dereinst eine grosse Anzahl Häuser in der Altstadt und an der Bernstrasse beheizen soll. Von einer Heizzentrale aus würde die Wärme durch ein Leitungsnetz von rund 1770 Metern Gesamtlänge in die Häuser verteilt. Verbrennen würde man Schnitzel aus regionalem Holz. Viele der heutigen Ölheizungen in Murtens Zentrum würden ausgemustert, jedes Jahr könnten 500 000 bis 800 000 Liter Heizöl eingespart werden.

IBM als mögliche Betreiber

Am Mittwoch hat der Murtner Generalrat beschlossen, vorerst 120 000 Franken auszugeben, um das Projekt bis ins Detail zu planen. Es geht dabei vor allem um die Kosten. Und dies in mehreren Bereichen: Die Wirtschaftlichkeit muss berechnet werden, ebenso Investitions- und Anschlusskosten. Geklärt wird auch, welcher Betrag auf die anschlusswilligen Eigentümer entfällt – diese müssen zu gegebenem Zeitpunkt verbindliche Vorverträge unterzeichnen. Der Gemeinderat will zudem bald mit Firmen zusammensitzen, die das Fernwärmenetz betreiben möchten. Gemeinderat Andreas Aebersold sagt, es könnte sich dabei um die Industriellen Betriebe Murten (IBM) handeln, die zu einem grossen Teil der Gemeinde gehören. Es gebe auch andere Interessenten, so Aebersold. Die Investitionskosten zwischen sechs bis sieben Millionen Franken könnten für die Gemeinde demnach entfallen. «Klar ist für mich, dass es nicht an der Gemeinde ist, dieses Netz zu betreiben, wir haben andere Aufgaben.» Allenfalls könnte die Gemeinde den künftigen Betreibern eine finanzielle Starthilfe gewähren. Hauptsächlich befindet sie sich jedoch auf der Konsumentenseite: Sie will eigene Liegenschaften ans Netz anschliessen und so zusammen mit Gebäuden des Kantons und der Kirchgemeinden mehr als die Hälfte der produzierten Wärme nutzen.

Der Rest entfällt auf Private. Viele leisten sich damit eine teure Investition, die sich aber mit der Zeit nicht nur im ökologischen Gewissen, sondern auch in der Haushaltskasse auszahlt. Es gelte dabei nicht nur den Verbrauch der heutigen Heizungen, sondern auch die eigenen Investitionskosten einzukalkulieren, wirbt Aebersold für das Fernwärmenetz.

Längmatt ist nicht dabei

Die Gemeinde vergibt bald die Planungsaufträge. Geplant wird vorläufig ohne das benachbarte Gebiet Längmatt. Die Gemeinde wollte dieses ursprünglich miteinbeziehen, es interessierten sich dort aber zu wenige Eigentümer.

In technischer Hinsicht ist der Standort der Heizzentrale zu prüfen. Nach der zurzeit favorisierten Variante käme diese am Ende der 100-Meter-Bahn bei der Turnhalle zu stehen – unter dem Boden, wie Aebersold versichert.

Auch das Verkehrsaufkommen wird eruiert. Laut einer ersten Schätzung müsste im Durchschnitt täglich eine Lastwagenladung Schnitzel zur Heizung transportiert werden.

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