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Fest der naturnahen Fleischproduktion

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Fest der naturnahen Fleischproduktion

«Beef 05» in Grangeneuve wurde zum Treffpunkt von Produzenten und Konsumenten

Mehr als 11 000 Personen haben die Ausstellung «beef 05» in Grangeneuve besucht. Die Erwartungen der Organisatoren wurden weit übertroffen. Das günstige Wetter und das interessante Programm haben zu diesem Erfolg beigetragen.

Von JOSEF JUNGO

150 Tiere aus 18 Fleischrassen, Schafe, Ziegen, Lamas, Schweine und Pferde konnten am Wochenende auf dem Betrieb Grangeneuve besichtigt werden. Die verschiedenen Tiervorführungen im Ring stiessen auf ein grosses Interesse. Dazu wurde ein richtiger Markt mit 30 Ständen (Fleisch- und Brotwaren, Käse usw. aus dem Freiburgerland) aufgebaut.

Die Veranstaltung begann am Freitagabend mit einer Auktion von 38 Rindern und Kühen. Am Samstagvormittag nahmen 150 Personen an der Fachtagung zum Thema «Welche Zukunft hat die Rindfleischproduktion in der Schweiz?» teil. Die Konsumenten konnten nicht nur die Tiere bestaunen, sondern sie konnten auf einem extralangen Grill selbst Steaks aus der Natura-Beef- und SwissPrimBeef-Produktion braten. Mehr als 500 Personen liessen sich beim Brunch am Sonntagmorgen verwöhnen.

Das Publikum bestand laut Pressemitteilung zum Hauptteil aus Familien mit einer guten Durchmischung zwischen Landwirten und Konsumenten. Viele der Besucherinnen und Besucher waren über die Vielfalt an landwirtschaftlichen Nutztieren erstaunt, erklärten die Organisatoren.

«Wir leben auf einer grossen Alp»

Die Fleischrinderhaltung wird im Grünland Schweiz weiter an Bedeutung zunehmen, denn mit dieser Produktionsweise könnten die Erwartungen der Konsumenten bezüglich Qualität, Tierhaltung und Flächennutzung erfüllt werden, führte Ivo Wegmann, Präsident der Herdebuchkommission der Schweizerischen Vereinigung der Ammen- und Mutterkuhhalter (SVAMH), aus. Aus der Sicht des übrigen Europas ist die Schweiz eine «grosse Alp» und prädestiniert für die Nutzung mit Rauhfutterverwertern, also Produktion von Milch und Fleisch, sagte er. Wegmann sieht auch Möglichkeiten in der Produktion von Fleischrassen-Remonten für das Inland und für den Export.

Auch er stufte die Produktion von Marken (Labels) hoch ein, welche es den Konsumenten erlaube, sich zu orientieren. Mit einer strikten Mengensteuerung wolle die SVAMH eine Überproduktion vermeiden. Betrieben, welche auf die Fleischproduktion umstellen wollen, wird die Produktionsrichtung SwissPrim-Beef empfohlen. Die SVAMH zählt 3346 Natura-Beef- und 3666 SwissPrim-Beef-Produzenten mit 65 000 Kühen, führte Vorstandsmitglied Claude Bähler aus. Heute sind 18 Rassen im Herdebuch eingetragen.

Die Zusammenarbeit verstärken

Laut Prof. Bernard Lehmann von der ETH Zürich wird sich die Milchproduktion auf grössere Betriebe mit höherer Milchleistung pro Kuh und Jahr verlagern. Dies führe zu einem Rückgang der Anzahl Milchkühe. Damit fallen auch weniger Kälber an. Die Umstellung auf Fleischproduktion werde deshalb kaum zu einer Erhöhung des Angebotes auf dem Fleischmarkt führen. Die Fleischproduktion werde sich auf spezialisierte Mutterkuhhalterbetriebe in Bergregionen und auf kombinierte Betriebe mit Ackerbau im Mittelland verlagern. Im segmentierten Fleischmarkt werde die Preisbildung stark von Angebot und Nachfrage geprägt

«Auch wir produzieren unter der Bezeichnung Qualitätsfleisch», entgegnete Jean Bertschi, Orsonnens, als Vertreter der Rindermäster und übrigen Tierhalter die pointierte Aussage von Bell-Exponent Josef Pittino bezüglich «namenlose Produkte» (vgl. Kasten). Er unterstrich indessen die Bedeutung von Markenprodukten und rief dazu auf, die Zusammenarbeit auf allen Ebenen zu verbessern. Remonten aus der Fleischrassen-Mutterkuhhaltung eignen sich laut Wegmann besser für die Ausmast. Die Remonten aus den Milchrassen werden vermehrt über die Kälbermast abgesetzt werden müssen, folgerte er aus dieser Entwicklung.
Die gut besuchte Fachtagung wurde von Francis Egger, Direktor des Landwirtschaftlichen Institutes geleitet. SVAMH-Vizepräsident Konrad Langhart dankte dem Institut für das Gastrecht und die grosse Unterstützung bei der Organisation der «beef 05».

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