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Festivals bringen viel Geld nach Avenches

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Die drei Grossanlässe von Avenches–das Opernfestival, die Aventicum Musical Parade und Rock Oz’Arènes–machen schwierige Zeiten durch. «Der Konkurrenzkampf wird aufgrund der steigenden Zahl von ähnlichen Anlässen immer härter, das Wetter kann bei jeder Ausgabe für finanzielle Einbussen sorgen, und die Produktionskosten sowie die Gehälter für Künstler sind teilweise explodiert», erklärte Michel Doleires gestern in Avenches vor den Medien.

Der Direktor von Avenches Tourismus fordert deshalb als Organisator der Musical Parade gemeinsam mit den Verantwortlichen des Opernfestivals und von Rock Oz’Arènes seit längerem von der Gemeinde Avenches, die Billettsteuer abzuschaffen. Um diese Forderung mit Argumenten zu unterlegen, präsentierten die drei Veranstalter gestern gemeinsam eine Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung der drei Festivals für die Region Avenches.

16 000 Übernachtungen

Laut Studie brachten die drei Anlässe mit ihren 77 000 Besuchern der Wirtschaft in Avenches und Umgebung im Sommer 2012 eine Finanzspritze von geschätzten acht Millionen Franken. Hauptnutzniesser ist der Tourismussektor, dem die Veranstaltungen rund 16 000 zusätzliche Übernachtungen bringen. Für Essen und Getränke flossen gemäss Studie während der drei Festivals über 1,8 Millionen Franken direkt in die Kassen regionaler Unternehmen. Weitere Geldströme sind die Lohn- und Steuerzahlungen der Veranstalter sowie der Konsum der Festivalgänger und der Helfer. 

«Wir waren vom Ausmass des wirtschaftlichen Einflusses selber überrascht», sagte Grégory Saudan. Er ist Projektleiter der Firma Eurofin Hospitality SA aus Lausanne, welche die Studie im Auftrag der drei Veranstalter durchgeführt hat. Die Studie beruht auf rund 4500 Fragebögen sowie auf Gesprächen mit Organisatoren und Künstlern sowie auf Aussagen der Sponsoren.

 Neben der wirtschaftlichen Bedeutung untersuchte die Studie auch die mediale Präsenz, welche die Anlässe Avenches bringen. Insgesamt wurden in der Presse 585 Artikel publiziert sowie über 3,5 Stunden am Radio und eine Stunde und 15 Minuten am Fernsehen gesendet. In sämtlichen Beiträgen, die in die Untersuchung einflossen, wurde Avenches speziell erwähnt oder zitiert.

 Den Wert dieser Medienpräsenz schätzen die Verfasser der Studie auf rund vier Millionen Franken. «Dies haben wir anhand der entsprechenden Kosten für Inserateflächen oder Werbesendezeit im entsprechenden Medium berechnet», so Grégory Saudan.

Wichtiges Zeichen setzen

«Wir hoffen, dass die Gemeindebehörden zur Kenntnis nehmen, dass die drei Festivals für die Region sehr wichtig sind, leisten sie doch einen grossen Beitrag an die regionale Wirtschaft», so Doleires. Er zielt damit auf den 25. Oktober ab: Dann entscheidet der Generalrat über die Abschaffung der Billettsteuer (siehe Kasten). «Für uns wäre die Steuerbefreiung ein starkes politisches Signal der Unterstützung, auch wenn es nicht all unsere Probleme lösen würde», so Doleires. Die Steuerbefreiung wäre laut dem Tourismusdirektor trotz der vorgesehenen Ersatzabgabe für Dienstleistungen der Gemeinde ein Schritt in die richtige Richtung.

Steuerbefreiung: Der Generalrat entscheidet bald

D er Gemeinderat von Avenches hat die Forderung zur Abschaffung der Billettsteuer von acht Prozent (siehe Haupttext) aufgenommen und schlägt diese dem Generalrat in der Sitzung vom 25. Oktober zur Annahme vor. In seiner Botschaft hält der Gemeinderat fest, dass die Billettsteuer nicht mehr das optimale Instrument sei und abgeschafft werden sollte. Allerdings unterstützt der Gemeinderat die Abschaffung nur unter der Bedingung, dass die Veranstalter im Gegenzug einen Pauschalbetrag für Dienstleistungen der Gemeinde bezahlen. Darunter fallen die Nutzung von Gemeindeinfrastrukturen sowie Dienstleistungen der Gemeinde, die für die Veranstalter bisher gratis waren. Der Pauschalbetrag soll für alle drei Anlässe zusammen zwischen 85 000 und 125 000 Franken pro Jahr liegen; den definitiven Betrag gelte es noch auszuhandeln. luk

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