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Feueralarm in alten Zeiten

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Sie waren beileibe nicht zu beneiden, die Turmwächter, die ab 1475 in der Kathedrale St. Nikolaus in Freiburg postiert waren: Zu zweit mussten sie 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag Wache halten, zu jeder vollen und später auch zu jeder halben Stunde die Glocken schlagen und im Falle eines Brandes in der Stadt oder in der Umgebung den Alarm auslösen. Postiert waren sie im zugigen vierten Stock des Glockenturms, wo sie als einzigen Komfort ein Feuer in einem Kamin machen durften – wobei die Kosten für das Brennholz noch von ihrem bescheidenen Lohn abgezogen wurden.

Das erzählte der Kunsthistoriker Raoul Blanchard vom Stadtarchiv Freiburg gestern vor Ort anlässlich der Programmpräsentation der elften Freiburger Nacht der Museen, die am 25. Mai stattfindet. Der Ort für die Medienorientierung war nicht zufällig gewählt: Der Galetas des Pompiers, das Depot der Stadtfeuerwehr, wird hier nämlich während der Museumsnacht zeigen, wie der Feueralarm funktionierte, als es noch kein Telefon gab: mit Glocken, Fahnen und Hörnern, die weitherum zu hören und zu sehen waren und die Feuerwehr mit ihren Pferdegespannen und Wasserpumpen auf den Plan riefen.

Einhörner und Teufel

Der Galetas des Pompiers ist eines von 23 Museen und Institutionen der Stadt Freiburg und der umliegenden Gemeinden, die an der Nacht der Museen ihre Türen öffnen. Sie alle haben sich ein vielfältiges Programm rund um das diesjährige Thema «Mythen und Sagen» einfallen lassen. So lädt das Sensler Museum in Tafers unter anderem zu einer zweisprachigen Führung durch das Dorf, an der die Besucherinnen und Besucher dem wahren Kern von Sensler Sagen auf die Spur kommen. Das Naturhistorische Museum erzählt die Geschichte seines legendären Wals und macht sich auf die Suche nach Einhörnern. Im Cibachrome-Museum in Marly begegnet man dem Teufel der Ärgera, und im Velo-Museum in der Poya-Kaserne geht es um legendäre Radrennfahrer und nicht minder legendäre Velorennen. Der Botanische Garten Freiburg widmet sich Hergés «Tim und Struppi» und dem Freiburger Professor Paul Cantonneau – und lockt mit einem besonderen Angebot: Wer sich als eine Figur aus «Tim und Struppi» verkleidet und seinen Rundgang im Botanischen Garten anfängt, wird mit einem Gratiseintritt belohnt.

Mythen und Legenden seien mehr als bloss ein paar Objekte im Museum, sagte Verena Villiger, Direktorin des Museums für Kunst und Geschichte. «Sie betreffen das Wesen und das Sein des Menschen.» Im Museum wird kein Geringerer als Claude Ducarroz, ehemaliger Dompropst von St. Nikolaus, erklären, warum der Mensch Wunder braucht.

Ein Schlüssel für jedes Kässeli

Auch in diesem Jahr haben die Organisatoren einige Spe­zialgäste eingeladen. Es sind dies das Schweizer Museum elektronischer Musikinstrumente in der Blue Factory, das Römermuseum Vallon, das sich an der Universität Miséricorde präsentiert, ein vergängliches Museum auf dem Georges-­Python-Platz sowie die Freiburger Kantonalbank. Letztere stellt die Kässeli-Sammlung des Baslers Beat Walmer aus – und bietet den Besuchern die Möglichkeit, ihren alten Banksparkässeli ihre Geheimnisse zu entlocken, denn «Kässeli-Beat» habe für jede Spardose den passenden Schlüssel.

Die Organisatoren hoffen laut Koordinator Bruno Maillard auf gegen 20 000 Eintritte in den verschiedenen Mu­seen. Die Museumsnacht verfügt über ein Budget von 140 000 Franken, wovon ein Drittel auf den Ticketverkauf und zwei Drittel auf Subventionen und Sponsoren entfallen.

Praktisches

Tickets sind ab sofort erhältlich

Die Museumsnacht findet am Samstag, 25. Mai, von 18 bis 24 Uhr statt; wer länger durchhält, kann den Abend bis zwei Uhr morgens im Café de la Marionnette ausklingen lassen und sich am Ufer der Saane Mitternachtsgeschichten anhören oder an der After-Party im Soussol weiterfeiern. Tickets – dieses Jahr in Form einer fantasievollen «Pergament-Karte» – sind ab sofort erhältlich. Sie gelten auch als Billette für die TPF-Busse.

cs

Infos: www.ndm-fribourg.ch

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