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Filmfestival stellt seine Strukturen infrage

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Der Vorstand des Internationalen Filmfestivals Freiburg und die administrative Leiterin Giovanna Garghentini Python hätten sich «im gegenseitigen Einverständnis» getrennt: So steht es in einer am Freitag versandten Medienmitteilung des Filmfestivals. Der Entscheid sei erst am Donnerstagabend nach einer Sitzung mit dem Vorstand gefallen, sagte Garghentini Python auf Anfrage. Grund für die Trennung seien unterschiedliche Ansichten über eine Umstrukturierung in der Administration und über die künftige Mittelbeschaffung, so die abtretende administrative Leiterin, die ihr Amt erst Anfang 2016 angetreten hatte. Sie selbst habe in die Mittelbeschaffung investieren und zum Beispiel einen Hauptsponsor für das Festival suchen wollen, während der Vorstand eher durch eine Umstrukturierung sparen wolle. «Ich glaube, dass dies nicht der richtige Weg ist. Darum war es besser für mich, zu gehen.» Trotzdem glaube sie daran, dass das Festival eine gute Lösung für die Zukunft finden werde.

Zwei Arbeitsgruppen

Diese Lösung soll eine Analyse aufzeigen, die zwei Arbeitsgruppen bis zum kommenden Frühling durchführen sollen. Die eine Gruppe steht unter der Leitung des externen Beraters Eric Schmidt vom Büro Invenia und befasst sich mit den Verwaltungsstrukturen. Die andere Gruppe wird geleitet von Madeleine Des­cloux, Vorstandsmitglied des Festivals; sie untersucht die Finanzen. Die beiden Arbeitsgruppen sind bis auf weiteres ebenfalls verantwortlich für die operative Leitung. So sei die Durchführung des nächsten Festivals, das vom 16. bis zum 24. März 2018 stattfindet, gewährleistet, sagte Präsident François Nordmann gegenüber den FN. Entscheide über die neuen Strukturen würden erst nach dem Festival 2018 gefällt.

Es sei wichtig, sich jetzt Zeit zu nehmen für eine tief greifende Analyse der Situation, so Nordmann. Zum einen gehe es um die Konsolidierung respektive die Aufstockung des Budgets. Dieses beläuft sich aktuell auf gut zwei Millionen Franken pro Jahr. Zum anderen habe sich in den letzten Jahren immer mehr gezeigt, dass die Struktur mit einer künstlerischen und einer administrativen Leitung auf Augenhöhe nicht mehr funktioniere. «Dies muss zwangsläufig zu Konflikten führen», so Nordmann. Wie indessen eine bessere Lösung aussehen könnte, könne er im Moment nicht sagen. «Dazu müssen wir die Resultate der Arbeitsgruppen abwarten.»

Unterschiedliche Meinungen

Giovanna Garghentini Python bestätigt, dass es trotz der guten Zusammenarbeit mit dem künstlerischen Leiter Thierry Jobin zu Meinungsverschiedenheiten gekommen sei, über die sie sich im Detail jedoch nicht äussern wolle. Trotz allem verlasse sie das Festival ohne schlechte Gefühle. Welchen Weg sie nun beruflich einschlagen wird, weiss sie noch nicht; vorerst wolle sie sich vermehrt ihren politischen Tätigkeiten widmen, so die SP-Grossrätin. Thierry Jobin war am Freitag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

«Ich glaube, dass dies nicht der richtige Weg ist. Darum war es besser für mich, zu gehen.»

Giovanna Garghentini Python

Scheidende administrative Leiterin

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