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Finanzielle Grenzen

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Finanzielle Grenzen

Pfarreiversammlung Plasselb

Die Rechnung 2003 und das Budget 2004 der Pfarrei Plasselb schliessen zwar ausgeglichen. Doch werden Kirchenaustritte und personelle Kosten mehr und mehr zu einem Problem.

Von IMELDA RUFFIEUX

Der Sprung im Budget 2004 der Pfarrei Plasselb ist markant: Die Kosten für die Seelsorge sind gegenüber der Rechnung 2003 um über 30 000 Franken gestiegen. Wie der finanzverantwortliche Pfarreirat Leo Ruffieux erklärte, ist dies vor allem auf das neue Finanzstatut des Bistums über die Besoldung der Priester zurückzuführen. Auch die Besoldung von Katecheten unterliegt neuen Richtlinien und ist deshalb mit Mehrkosten verbunden.

Bedenkzeit bis im September

Dies schlägt in Plasselb auch deshalb besonders zu Buche, weil Pfarrer Joseph im Gegensatz zu seinem Vorgänger keinen Religionsunterricht erteilt. Man habe im Rat diskutiert, ob die Kosten eines Priesters für Plasselb auf Dauer noch tragbar seien, sprach Leo Ruffieux ganz offen über die Problematik.

Der Pfarreirat hat Pfarrer Joseph bis zum Herbst Bedenkzeit eingeräumt, um eine Lösung zu finden. Der Rat erwartet ein Entgegenkommen des Seelsorgers, sei es in der Übernahme von Religionslektionen oder des Pfarreihaus-Sekretariats.

In der Diskussion wurde u.a. über eine mögliche Zusammenarbeit mit Plaffeien gesprochen. Es könne doch nicht sein, dass beispielsweise der Pfarrer einer Gross-Pfarrei wie Düdingen gleich viel verdiene wie einer, der eine 1000-Seelen-Gemeinde betreue, wurde auch angemerkt.

Die Jahresrechnung 2003 schliesst bei Ertrag und Aufwand von rund 557 000 Franken mit einem Mehrertrag von 806 Franken. Das letzte Jahr war geprägt von der Renovation des Pfarreiheimwesens «Gousmatte», die budgetgetreu realisiert werden konnte. Der Voranschlag 2004 sieht bei Aufwand und Ertrag von rund 321 500 Franken einen Mehrertrag von 230 Franken vor. Beide wurden einstimmig genehmigt.

Problem Kirchenaustritte

Finanzielle Auswirkungen haben auch die steigende Zahl von Kirchenaustritten – ein weiterer Diskussionspunkt an der Pfarreiversammlung mit 37 Teilnehmenden. Der Pfarreirat hat sich vorgenommen, alle Austrittswilligen persönlich aufzusuchen und ihnen die Konsequenzen ihres Entscheids darzulegen. Sie müssen per Unterschrift von ihrem Anspruch auf kirchliche Dienstleistungen zurücktreten.

Problematisch ist es bei Beerdigungen: Wie soll eine Pfarrei reagieren, wenn der Verstorbene aus der Kirche ausgetreten ist und die Angehörigen trotzdem einen traditionellen Beerdigungsgottesdienst wünschen, wie dies in Plasselb jüngst der Fall war. Denkbar sind Varianten, in denen der Verstorbene nicht in der Kirche aufgebahrt wird, die Zeremonie auf dem Friedhof stattfindet und wo anschliessend eine Messe mit den Angehörigen gefeiert wird. In der Diskussion wurde auch über mögliche Gründe von Kirchenaustritten gesprochen.
Hermann Svoboda, Präsident des Seelsorgerates, brachte die sinkende Beteiligung an den Gottesdiensten zur Sprache. Er appellierte an die Eltern, wieder vermehrt auch die Kinder zur Messe mitzubringen. Lobend äusserte er sich über die Rorate-Jugendmesse im letzten Herbst, die auf sehr gutes Echo stiess. Der Anlass soll wiederholt und gar regelmässig durchgeführt werden.

Zwei verdiente Sänger wurden an der Versammlung unter der Leitung von Andreas Lauper für ihr Engagement mit Applaus und Geschenken geehrt. Heribert Raemy ist seit 25 Jahren im Chorgesang tätig und Paul Neuhaus bereits seit 35 Jahren.

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