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Finanzielle Hilfe für Landwirte?

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Finanzielle Hilfe für Landwirte?

Der Grosse Rat reagiert auf die verheerenden Folgen der Trockenheit

Die Verluste, welche jeder Landwirtschaftsbetrieb der Trockenheit wegen erlitten hat, sollen ermittelt werden. Und die am härtesten betroffenen Betriebe sollen finanziell entschädigt werden. Dies verlangt eine dringliche bürgerliche Motion.

Von ARTHUR ZURKINDEN

Die Trockenheit und ihre Folgen haben den Grossen Rat bereits am ersten Tag der September-Session beschäftigt. Christian Ducotterd (CVP, Grolley) und Albert Bachmann (FDP, Estavayer) reichten eine dringliche Motion ein, damit den stark betroffenen Betriebe finanziell geholfen werden kann. Mit 74 zu 27 Stimmen (7 Enthaltungen) hat das Kantonsparlament die Dringlichkeit dieses Vorstosses anerkannt. Dies bedeutet, dass der Staatsrat noch in dieser Session auf die Motion anworten kann.

Verheerende Folgen

Laut Ducotterd hat die Trockenheit in gewissen Regionen des Kantons Freiburg gravierende Folgen hinterlassen. Bei verschiedenen Kulturen sei die Ernte um einen Drittel kleiner ausgefallen als sonst. Weil ausgetrocknet, müssten die Wiesen ein zweites Mal besät werden. Viele Bauern hätten schon einen Grossteil ihrer Futtermittel verfüttern müssen und seien nun gezwungen, Futtermittel zu horrenden Preisen einzukaufen. Aus Mangel an Futtermittel müssten andere ihre Tiere verkaufen, was – wegen des grossen Angebots – zu einem Preiszerfall geführt habe. «Die Preise sind zwischen Juni und Ende August schon über 30 Prozent gefallen», betonte er.

«Betriebe, die bisher noch einigermassen über die Runde kamen, riskieren nun zu verschwinden», gab er weiter zu bedenken. Deshalb verlangen die Motionäre, dass die erlittenen Verluste in den stark betroffenen Regionen genau ermittelt werden, und zwar auf jedem Hof. Jene, die am stärksten unter der Trockenheit zu leiden haben, sollen vom Staat finanziell unterstützt werden. Aber auch der Bund soll angegangen werden, damit dieser den von der Hitzewelle geschädigten Regionen finanziell entgegenkommt.

Unterstützung erhielten die Motionäre von ihren Parteien. SVP-Sprecher Pierre-André Page regte an, auf den Landwirtschaftsfonds zurückzugreifen, um die Entschädigungen zu finanzieren.

Wenn die Bürgerlichen
um staatliche Hilfe bitten …

Bei der Linken war jedoch diese Motion oder zumindest ihre Dringlichkeit nicht so unumstritten. Nach Worten der SP-Sprecherin Antoinette Romanens sollte die zuständige Direktion automatisch handeln, ohne Intervention der Grossräte. Der neue Grossrat Hubert Zurkinden (Grüne, Freiburg) zeigte sich erstaunt, dass ausgerechnet jene Parteien nach staatlicher Hilfe schreien, die sonst für weniger Staat plädieren. Es seien auch die gleichen Kreise, welche das Steuerpaket begrüssen, ein Paket, das dem Bund und den Kantonen Mittel in Milliardenhöhe entzieht. Die Hitzewelle sei aber auch eine Folge der Klimaveränderung. Und auch hier entdeckte er die gleichen Kreise, welche die ökologischen Anliegen nicht so ernst nehmen.

Unterstützt wurde Hubert Zurkinden von CSP-Sprecher Benoît Rey. Der unabhängige Louis Duc hingegen prangerte die Grossverteiler an, welche Kapital aus der Situation schlagen, indem sie die Produkte billig einkaufen können.

Eine Studie über die Regionalpolitik

Mit 91 zu 1 Stimmen hat der Grosse Rat am Dienstag auch ein Postulat der FDP-Grossräte Jacques Bourgeois und Pascal Kuenlin überwiesen. Somit wird der Staatsrat nach Synergien im Bereich der Wirtschaftsförderung, des Tourismus und der Landwirtschaft forschen und ein regionalpolitisches Konzept ausarbeiten. Dieses wird zum Ziel haben, die kundennahen Tätigkeiten zu stärken.

Laut Volkswirtschaftsdirektor Michel Pittet macht ein solches Konzept sehr wohl Sinn, zumal der Bund beabsichtigte, ein Projekt für eine neue Regionalpolitik vorzulegen. Nach seinen Worten bestehen Strömungen, künftig vor allem die grossen Zentren wie Zürich, Basel, Genf/Lausanne, Lugano zu fördern. Deshalb sei es wichtig, über ein Konzept für eine stärkere Regionalpolitik zu verfügen.

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