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Firma Joggi in Murten baut aus

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Profile sind ausgesteckt, das Baugesuch der Joggi AG in Murten liegt seit dieser Woche öffentlich auf. Rund 500 Quadratmeter zusätzlichen Platz sowie ein Hochregallager soll der Anbau dem Baufachgeschäft künftig bieten. Seit 1923 ist die Joggi AG in Murten. Für den Anbau auf drei Stockwerken gibt es laut der Geschäftsleiterin und Inhaberin Liliane Kramer drei Gründe: «Letztes Jahr haben wir die Murtner Firma Mäder Werkzeuge gekauft, und wir wollen alles am gleichen Sitz zusammenfassen.» Zwei Standorte in Murten zu betreiben mache für sie keinen Sinn. Zweitens brauchten sie mehr Lagerfläche, erklärt Kramer. «Und als dritter Punkt war ausschlaggebend, dass wir unser Sortiment abrunden wollen.»

Fachwissen als Trumpf

Wie kann die Joggi AG neben vielen grossen Baufachmärkten und dem Online-Handel bestehen? Und sogar noch ausbauen? «Für uns ist es wichtig, den Standort Murten zu stärken und hier zu investieren», sagt Kramer. «Fakt ist aber schon, dass man die Produkte immer irgendwo billiger findet, gerade auch im Online-Handel.» Sie seien darauf angewiesen, dass die Leute zu ihnen kommen und damit die Joggi-Arbeitsplätze sichern. Das Personal sei der höchste Kostenfaktor: Die Joggi AG zählt rund 50 Mitarbeitende. «Wir wollen uns durch Persönlichkeit und Eigenständigkeit abheben.» Auch ihr eigener Online-Shop sei wichtig, «doch die persönliche Beratung durch die Angestellten im Geschäft und die Aussendienstmitarbeitenden ist zentral für uns». Das Fachwissen sei extrem wichtig. «Es geht darum, dass wir einen Tick mehr wissen als unsere Mitbewerber.» Auch auf ihrer Webseite versuchten sie deshalb, gut zu informieren, «besser als auf grossen Plattformen».

 Die Firma bietet Lehrstellen in drei Bereichen an: im Detailfachhandel, als Logistiker und als Kleingerätemechaniker. Probleme, Lehrlinge zu finden, hätten sie im Grossen und Ganzen nicht: «Das läuft oft über Mund-zu-Mund-Propaganda.» Auch junge Frauen seien immer stärker vertreten in diesen Berufen. «Heute ist das kein Thema mehr, wir haben auch im Verkauf Frauen», sagt Kramer. Seit 1999 arbeitet Kramer in der Firma, seit 2011 ist sie Geschäftsleiterin. «Meine Eltern helfen mir aber immer noch, wenn auch seit der Pensionierung nicht mehr so oft», sagt die 39-Jährige. Für Kramer ist klar, dass sie den Job an der Spitze der Joggi AG genauso gut erledigen kann wie ein Mann und dass auch Verkäuferinnen im Baufachhandel am richtigen Ort sind: «Wichtig ist, dass die Freude und die Motivation für die Produkte da sind.» Die Auszubildenden wechselten die Abteilungen während ihrer Lehrzeit und müssten sich deshalb mit Tausenden Produkten befassen: «Das Interesse für diese Branche muss vorhanden sein. Dasist der zentrale Punkt.»

 

 

 

  

 

Chronologie

Seit 1923 in Murten verankert

1923: Ernst Joggi kauft die Eisenhandlung Staub.

1936: Grosser Umbau an der Hauptgasse im Stedtli.

1938: Kauf der alten Tabakscheune und Umbau zu einem Lager- und Verkaufsraum.

1974: Kauf des Mineralwasser-Depots Osana am Friedhofweg, dem heutigen Standort, durch Sigwart Joggi. Es erfolgt der Umbau zu einer Werkstatt für Rasenmäher.

1983: Erweiterung zum Handwerk-Center.

1990: Kauf der E. Joggi & Co. durch Lisette und Ernst Kramer, Eltern der heutigen Besitzerin.

1993: Verkaufsabwicklung und Lagerbewirtschaftung werden auf EAN-Strichcode umgestellt.

1994: Eröffnung einer Reparaturwerkstätte für Elektrowerkzeuge.

1995: Die Joggi AG tritt der Workshop-Gruppe bei.

1998: Die Firma Joggi kann das 75-Jahr-Jubiläum feiern.

1999: Die Verkaufsfläche wird massiv vergrössert und das Sortiment den modernen Bedürfnissen angepasst.

2003: 80-Jahr-Jubiläum.

2005: Integration der Einzelfirma Bruno Zürcher im Bereich Motorgeräte.

2008: Neu- und Umbau am Friedhofweg, die Verkaufsfläche wird um 1000 Quadratmeter erweitert.

2010: Übernahme der Geschäftsleitung der Joggi AG durch die Inhaberin Liliane Kramer.

2014: Integration des Murtner Unternehmens Mäder Werkzeuge AG. Die Firma Joggi festigt damit ihre Position als regional führendes Fachgeschäft für Handwerk und Hobby.emu

Zur Person

«Ich bin damit aufgewachsen»

Liliane Kramer hat eine kaufmännische Hochschulausbildung absolviert und die Geschäftsleitung 2010 von ihren Eltern übernommen. Die Firma Joggi und das Handwerk war schon von klein auf Thema: «Ich bin damit aufgewachsen und habe mich immer schon dafür interessiert», sagt die 39-Jährige. Schon früh habe sie gerne selber angepackt. «Im Garten und im Haus mache ich auch heute noch vieles selber.» Auch die Montage von elektronischen Schliessanlagen bei Kunden lässt sie sich nicht nehmen: «Mir gefällt die Vielseitigkeit.» Von Buchhaltung über Kundenberatung bis Marketing sei alles in ihrer Kompetenz, sagt die Mutter eines 10-jährigen Sohnes.emu

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