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Firmen arbeiten sehr oft ohne Richtlinien

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Das Führen von Unternehmen und sozial verantwortliche Wirtschaft ergänzen sich und sind für die Nachhaltigkeit einer Firma wichtig. Von diesem Grundsatz ist eine Studie ausgegangen, die freiburgische kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) zu ihren Praktiken auf diesem Gebiet befragt hat. Die Resultate der Studie wurden gestern in der Blue Factory in Freiburg vorgestellt. Sie brachten zum Ausdruck, dass das Bewusstsein für sozial verantwortliches Handeln bei den Freiburger Patrons noch relativ schwach entwickelt ist, auch wenn sie es im Grunde begrüssen. Für dieses Bewusstsein spielen die Grösse, der Status und das Betätigungsfeld der Firma eine wesentliche Rolle.

Die Studie wurde durch die Geschäftsführer der Freiburger Firma «Manag’eco», Nicolas Kilchoer und Laurent Dietrich, in Auftrag gegeben. Durchgeführt hat sie die Fachschule für Wirtschaft und Ingenieurkunst in Yverdon als Bachelorarbeit. Im ersten Halbjahr dieses Jahres haben die Mitarbeiter der Studie Chefs von 600 Mitgliedern der Freiburger Handels- und Industriekammer sowie weitere 200 Firmenchefs kontaktiert. 82 Firmen verschiedener Grösse und Rechtsform aus allen drei Wirtschaftssektoren haben mitgemacht.

Als Arbeitshypothese ging die Studie davon aus, dass sowohl das Führen wie das sozial verantwortliche Handeln gemeinsam die Strategie eines Unternehmens bilden. Während das reine Führen sich an der Leitung, der Kontrolle sowie am Erreichen von Zielsetzungen orientiert, berücksichtigt das sozial verantwortliche Handeln die Interessen aller Partner innerhalb und ausserhalb eines Unternehmens. So tragen gemäss der Studie zur Nachhaltigkeit eines KMU bei: die Werte der Firmenbesitzer, eine strategische Positionierung, die Reduktion von Kosten, die Verbesserung der Partnerkontakte, die Verbesserung des Images, die Aufwertung der Personalrekrutierung, die Risikokontrolle, die Anpassungsfähigkeit und das Schaffen von Mehrwert.

Nur ein Drittel mit Konzept

Wie sich aus den Rückmeldungen ergab, hat nur ein Drittel der befragten Firmen eine klar definierte Idee von Unternehmensführung. Dabei spielt die Grösse des Unternehmens eine untergeordnete Rolle. Insbesondere aber fehlt bei Firmen des primären und sekundären Sektors eine solche Richtlinie. Oft sprechen die Chefs von einem solchen Konzept, ohne es aber irgendwo schriftlich festzulegen. Ein Organisationsreglement existiert in 20 der 82 antwortenden Firmen. Nur ein Drittel der Firmen hat explizit die Rollen der Direktion und des Verwaltungsrats aufgeteilt, dies auch deshalb, weil der Direktor und der Präsident oft die gleiche Person (in 49 von 82 Fällen) ist. Da, wo aber ein Führungsinstrument zur Anwendung kommt, ist ein verstärktes Wachstum des Unternehmens zu beobachten.

Betreffend sozial verantwortlicher Wirtschaft kann ein Viertel aller Firmenchefs aus der Studie eine solche definieren. Auch da ist der Tertiärsektor dominierend. Drei Viertel der Befragten sind aber damit einverstanden, dass diese Problematik die KMU wesentlich betrifft. Wo konkret Massnahmen angewandt werden, betreffen sie vor allem die Kommunikation. Andere Massnahmen sind seltener.

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