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Firmen sollen früh Nachfolger suchen

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Autor: Lukas Schwab

Murten «Es braucht viel Zeit, um die Nachfolgeregelung zu planen», sagte Liliane Kramer gestern am Unternehmer-Brunch der Freiburger Wirtschaftsförderung und des Vereins KMU-Next in Murten. Liliane Kramer hat Anfang Jahr die Firma Joggi AG von ihrem Vater übernommen. Der Ablösungsprozess sei 2006 ins Rollen gekommen. «Ich musste aber etwas nachhelfen», erzählt sie. Sie habe ihren Vater ganz einfach für ein Seminar zum Thema Nachfolge angemeldet. Zuerst sei er darüber nicht glücklich gewesen, im Nachhinein aber schon.

«Gesunde Skepsis»

Weniger Zeit für die Vorbereitung hatte Christoph Ruetschi: Er musste sich wegen einer Erkrankung seines Vaters, der die Ruetschi Technology AG aufgebaut hatte, unerwartet mit der Frage der Firmenübernahme beschäftigen. Nachdem seine Mutter die Firma vorübergehend mit zwei Geschäftsleitern geführt hatte, übernahm ihr Sohn mit 29 Jahren das Zepter. «Bei den Geschäftsführern stiess ich anfangs auf eine gesunde Skepsis», sagt er. Mit der Zeit klappte es aber und er konnte seine Visionen umsetzen. «Die Kommunikation innerhalb des Betriebs war dabei zentral, da durch eine Übergabe viel Unsicherheit entsehen kann», so Ruetschi.

Bei der Firma Joggi arbeiten mit Vater und Tochter der ehemalige Chef und die neue Chefin Seite an Seite. Sie seien sich nicht immer einig, erzählt Liliane Kramer. Sie fänden aber immer eine Lösung, wichtig sei, dass die Auseinandersetzungen ausgetragen würden.

In beiden Fällen ist der Generationenwechsel gelungen. Das ist aber nicht immer so: Gemäss Ueli Schürch, Westschweizer Präsident des Vereins KMU-Next, der Unternehmen bei Übergaben berät, werden nur rund 60 Prozent aller Firmen übergeben. Der Rest verschwindet mangels Nachfolgelösung.

Bedeutung für Wirtschaft

Allein im Kanton Freiburg müssen sich gemäss einer Studie in den nächsten fünf Jahren rund 1300 Betriebe nach einem Nachfolger innerhalb oder ausserhalb der Familie umschauen, das sind rund 15 Prozent aller Freiburger Betriebe. Laut Staatsratspräsident Beat Vonlanthen sind damit rund 25 000 Arbeitsplätze betroffen. Es sei deshalb wichtig, dass die Nachfolgeplanung funktioniere und die Zukunft dieser Betriebe gesichert werde. «Es steht viel auf dem Spiel», so Vonlanthen. Gleichzeitig sei der Wechsel aber auch eine Chance, neuen Schwung und Innovationen in eine Firma zu bringen.

www.kmunext.ch

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