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Firmenchefs setzen ihre Gesundheit mehr Belastungen aus als Angestellte

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«Ich sprach mit einem Firmenchef, der mir sagte, er habe den Eindruck, er dürfe gar nicht krank sein.» Olivier Torres sprach am Donnerstag im grossen Hörsaal der Freiburger Hochschule für Technik und Architektur über ein Thema, das er selber als ein Tabu erlebt: die Gesundheit von Unternehmern.

Torres sprach im Rahmen einer viertägigen Veranstaltungsreihe der Freiburger Hochschule für Wirtschaft, die dem «unternehmerischen Ökosystem» gewidmet ist.

Torres hat mit der Gesundheit der Unternehmer eine wissenschaftliche Lücke entdeckt, die er nun zu füllen versucht. Er hat vom französischen Montpellier aus das Unternehmen Amarok gestartet, dem Unternehmer in regelmässigen Abständen Auskunft darüber geben, wie sie sich gesundheitlich fühlen. Die teilnehmenden Unternehmer erhalten im Gegenzug eine persönliche Diagnose und Tipps zur Verbesserung ihrer Gesundheit.

Ableger in Freiburg

Amarok begann 2009 in Frankreich und lancierte 2012 Projekte in Japan und 2013 in die Westschweiz. Ansprechpartner für die Schweiz ist die Hochschule für Wirtschaft in Freiburg. Dort hat Professor Mathias Rossi vor rund einem Jahr mit der Forschung rund um die Unternehmer-Gesundheit begonnen. Die Freiburger Beobachtungsstelle hat derzeit noch keine Resultate vorzuweisen, die aussagekräftig sind. Dazu ist die Erfassungszeit zu kurz. Das Fachthema eröffnet den Studenten in Freiburg in Zukunft aber die Möglichkeit, zu Unternehmer-Gesundheit Master- oder Dissertationsarbeiten zu verfassen.Den Interessierten in Freiburg sagte Torres am Donnerstag, dass die Gesundheit von Arbeitskräften eigentlich recht gut erforscht sei: «Die Gesundheitsforschung hat sich aber immer nur für die Schwächsten interessiert.» Wenn ein Angestellter zusammenbreche, kümmere man sich um ihn. Bei einem Chef sei dies oft nicht der Fall. «Aber auch bei Unternehmern besteht die Notwendigkeit einer Begleitung.»

Schlaf und Ernährung

Tatsächlich hat der französische Forscher erkannt, dass Unternehmer aus gesundheitlicher Sicht oft schlechtere Voraussetzungen haben als ihre Angestellten. «Sie schlafen durchschnittlich weniger und haben eine schlechtere Ernährung», so Torres.

Dies schlägt sich in der Häufigkeit von Krankheitsbildern nieder. Ob Diabetes, Asthma, Bronchitis, Allergien, Depressionen oder Burnout: Überall schneiden Chefs schlechter ab als ihr Personal.

Torres sagte, er höre oft, wie Unternehmer von einem guten und einem schlechten Stress sprächen. Er selber differenziert eher zwischen zugetragenem und selbst gewähltem Stress.

Gemäss dem Franzosen sind Stress, Einsamkeit, Unsicherheit und Überlastung belastende Elemente für Verantwortungsträger. Dafür seien die Selbstständigkeit, die Ausdauer und der Optimismus Faktoren, die positiv ins Gewicht fielen.

Veränderungen bemerkt

Aus seiner Arbeit hat Torres erkannt, dass die teilnehmenden Manager, total bereits 440, durch die Erkenntnisse von Amarok zu über 60 Prozent ihre Einstellung und ihr Verhalten zur Gesundheit geändert haben. Immerhin 40 Prozent geben an, sie hätten nun auch eine andere Sichtweise auf die Gesundheit ihrer Angestellten.

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