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Fische in Saane und Perolles-See sind noch immer mit PCB verseucht

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Autor: karin aebischer

Die Fische in der Saane sind so stark verseucht, dass das Fischereiverbot weiter nötig ist. Dies zeigen die neusten Ergebnisse der Fischanalysen für die Saane und den Perolles-See. Und diese überraschen sogar Jean-Daniel Wicky, den Chef des Sektors Fauna und Fischerei beim Amt für Wald, Wild und Fischerei. Er ging zwar von zu hohen PCB-Werten aus, dass diese aber so stark über dem Toleranzwert liegen würden (siehe Kasten), habe ihn negativ überrascht. «Nun ist es klar, dass das Fischereiverbot weiterhin seine Berechtigung hat», sagt Wicky. Der hohe Gehalt des krebserregenden Stoffes PCB, den die Fische aufweisen, sei besorgniserregend.

Da die ehemalige Deponie La Pila als Hauptquelle der toxischen Chlorverbindungen PCB gilt, wurden die Tiere unterhalb von La Pila gefischt; zwischen der Mündung der Ärgera und der Perollesbrücke. Dort gilt seit 2007 ein Fischereiverbot. Zum ersten Mal sind auch dem Perolles-See Fischproben entnommen worden. «Wir haben dies bisher nie gemacht, da die Entnahme dort sehr aufwendig ist», erklärt Jean-Daniel Wicky.

Verbot passt Fischern nicht

Das Fischereiverbot war der Auslöser für die neusten Fischanalysen. Gewisse Fischer, unter anderem der Freiburger Fischereiverband, hätten sich mit dem Verbot schwer getan und seien mehrmals bei Staatsrat Pascal Corminboeuf vorstellig geworden, sagt Jean-Daniel Wicky. Um das Verbot klar belegen zu können, hat der Kanton erneute Messungen beschlossen. Er sieht sich nun in der Erteilung des Fischereiverbots bestätigt.

Die ehemalige Deponie ist gemäss dem Communiqué der Begleitkommission «Deponie La Pila» eine bedeutende aktive Quelle für die PCB-Belastung der Saane. Dies erklärt die ausserordentlichen PCB-Werte in den Fischen, im Sediment und im Wasser unterhalb der Deponie. Die Emissionen können abhängig vom Wetter, dem Wasserstand und von Hochwasserphänomenen stark schwanken. Die PCB-Gesamtmenge im Sektor La Pila wird auf 20 Tonnen geschätzt.

Die aktuellen Messwerte sind jedoch derart hoch, dass gegenwärtig abgeklärt wird, ob in letzter Zeit bedeutende PCB-Mengen in die Umwelt gelangt sind. Zudem wird untersucht, ob im Einzugsgebiet der Deponie noch andere Verschmutzungsquellen wie belastete Standorte oder Abwasserreinigungsanlagen vorhanden sind.

Erst Sanierung kann helfen

Erst mit der Sanierung der Deponie wird weniger PCB in die Saane gelangen. 2011 sollen die Arbeiten beginnen, bis Ende Jahr werde die «optimale Sanierungsvariante» erstellt. «Die Sanierung muss unbedingt vorangetrieben werden», sagt Jean-Daniel Wicky. Denn ohne diese werde immer wieder PCB ausgewaschen. «Und auch nach der Sanierung werden die Sedimente noch kontaminiert sein.» Es werde Jahre dauern, bis das PCB so weit abtransportiert und verdünnt sei, dass es nicht mehr als bedenklich betrachtet werden müsse.

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