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«Fischer sind heute wie Rockstars»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Gut versteckt liegt die alte Schiffenenbucht und ist nur über einen Waldweg zu erreichen. Für die 25 Teilnehmer des Jig-Zone-Spinnfischerkurs hat sich diese kurze Wanderung aber bezahlt gemacht: Bei idyllischem Spätsommerwetter versammeln sich die pas-sionierten Fischer um Vereinspräsident Christian Mauron, der ihnen die Methode des Spinnfischens – das heisst des Fischens mit künstlichen Ködern statt mit natürlichen wie Regenwürmern oder toten Fischen–näherbringt. Dem ers-ten Theoriekurs, der das Angelmaterial in einem Fischerfachjargon erklärt, horchen die Anwesenden gespannt. «Ein gutes Gespür ist sehr wichtig», so Mauron, denn meist habe man beim Eindrehen der Beute knapp eine Zehntelsekunde Zeit, um zu reagieren.

Fair und barmherzig

Den Vorteil der künstlichen Köder sieht Mauron vor allem in der Fairness den Fischen gegenüber. Anders als bei herkömmlichen Angelmethoden wird der Fisch beim Anbeissen nicht stark verletzt, wenn mit Kunstködern geangelt wird. Des Weiteren legen die Jig-Zoner viel Wert darauf, beim Fischen barmherzig zu sein. Sie ziehen nur so viele Fische aus dem Wasser, wie auch wirklich gegessen werden können. «Es ist widersprüchlich, dass laut Gesetz in der Schweiz ein lebendiger Köderfisch 100 Mal ausgeworfen werden darf, aber ein leicht verletzter Fisch nicht wieder in den See geworfen werden kann», entrüstet sich Mauron.

Die grossen Kosten, die beim Anschaffen des Angelmaterials entstehen, sind jedoch ein Nachteil. Eine vollständige Ausrüstung kostet mindestens 500 Franken.

Geringer Frauenanteil

Im Jig-Zone-Verein ist jede Altersgruppe vertreten, vieler Frauen darf er sich jedoch leider nicht erfreuen. Dies kann sich Mitglied Philippe de Buman nicht erklären. Schmunzelnd sagt er dazu: «Für Frauen ist anscheinend nur etwas langweiliger als Fischen, nämlich beim Fischen zusehen zu müssen.»

Das Durchschnittsalter im Klub ist verblüffend tief für einen Fischerverein, was daran liege, dass die Jig-Zone-Methode viel schneller ist als die konventionelle. Langweiliges Warten liege nicht in ihrem Sinne.

 Fischen ist anscheinend hip geworden, und junge Leute stimmen die farbigen Ruten auf ihr Outfit ab. «Fischer sind wie Rockstars heutzutage», sagt Mauron dazu, «in Amerika und Japan sind sie besonders populär.» Der 16-jährige Kevin mag am Fischen besonders, dass er dort seine Ruhe hat. Auch Matthias Weiss, 66 Jahre alt, weiss das zu schätzen. Darf also bald mit einer Fankultur um die Fischer des Jig-Zone-Vereins gerechnet werden? Auf jeden Fall würden sie sich freuen, ein bisschen angehimmelt zu werden.

 

«Für Frauen ist anscheinend nur etwas langweiliger als Fischen, nämlich beim Fischen zusehen zu müssen.»

Philippe de Buman

Mitglied des Jig-Zone-Spinnfischervereins

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