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Fischsterben in der Saane gestoppt

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Die erste Präventivmassnahme hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Wie Jean-Daniel Wicky, Fischereiverwalter des Kantons Freiburg, gestern auf Anfrage mitteilte, sind in der Nacht auf Mittwoch im Flussbett der Saane in Freiburg keine Lauben mehr verendet.

«Im ständigen Austausch»

Mitarbeiter des Energiekonzerns Groupe E und des kantonalen Fischereiamtes Freiburg haben die Kiesbank – auf der in den letzten Tagen eine grosse Anzahl Fische strandeten und den Tod fanden (die FN berichteten) – in der Nacht auf Mittwoch überwacht. Das Resultat: Nachdem in den letzten Tagen in der Saane unterhalb des Elektrizitätswerks Ölberg rund 18 000 tote Lauben gefunden wurden, scheint sich die Situation normalisiert zu haben.

«Wir befinden uns im ständigen Austausch mit Groupe E, und auch sonst funktioniert die Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit sehr gut», sagt Fischereiverwalter Jean-Daniel Wicky. Um ein weiteres Massensterben zu verhindern, habe Groupe E als erste Präventionsmassnahme das Einsatzprogramm der Turbinen an der Saane angepasst. Wie das Unternehmen in einer Medienmitteilung schreibt, wird über Nacht das Wasserkraftwerk Ölberg gestoppt. Dadurch werde die Kiesbank, welche die Fische normalerweise als Laichplatz nutzen, nicht geflutet (siehe FN von gestern).

Weitere Analysen folgen

Ob das Fluten und anschlies­sende Trockenlegen der Kiesbank nun wirklich die Ursache für das Fischsterben war, wollte Jean-Daniel Wicky gestern nicht bestätigen: «Es müssen noch weitere Analysen an den Fischen gemacht werden, bevor wir die definitive Ursache kommunizieren können.» Der Abschlussbericht der Analyse des Tierspitals Bern werde voraussichtlich nächsten Dienstag verfügbar sein. «Dass nach den Präventivmassnahmen in der Nacht auf Mittwoch keine weiteren Lauben mehr gestorben sind, ist aber ein starkes Indiz dafür, dass das Fluten und Trockenlegen der Kiesbank die Ursache gewesen ist. Auch die schon vorliegenden Daten weisen bis jetzt darauf hin, dass die Arbeitshypothese stimmt», äusserte sich der Fischereiverwalter vorsichtig. Dass ­Groupe E das Wasserkraftwerk in der Nacht nicht mehr hochfahre, sei bestimmt keine langfristige Lösung. Zurzeit müssten aber weiterhin die Präventivmassnahmen helfen, die akute Phase der Laichperiode zu überstehen.

Jean-Daniel Wicky geht davon aus, dass nächste Woche die Laichperiode vorüber ist und das kantonale Amt für Fischerei dann über die Bücher muss. «Die Biologie der Lauben ist uns noch nicht so bekannt. Wir müssen uns genau über das Laichverhalten dieser Fischart informieren.» Zukünftig müssten so alle Akteure auf das Laichverhalten der Lauben sensibilisiert sein. Jean-Daniel Wicky erklärt weiter, dass hierfür auch die Kiesbank und dessen Aufbau genau angeschaut werden müssten. Eventuell könnten auch bauliche Massnahmen am Flussbett der Saane künftig ein Laubensterben verhindern.

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