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FN-Marketingleiter Bruno Zürcher weiss, was die Leserinnen und Leser wollen

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Die neue FN-App für Smartphones und Tablets.
Aldo Ellena

Seit die FN verstärkt auf digitalen Kanälen unterwegs ist, gibt es auch neue Abo-Modelle. FN-Marketingleiter Bruno Zürcher erklärt, was dahintersteckt und wer die FN wie liest.

Seit wenigen Wochen ist bei den FN alles ein bisschen anders: Es gibt neue digitale Kanäle, neue Abo-Modelle, ein neues E-Paper. Und natürlich gibt es weiterhin die bewährte gedruckte Zeitung. FN-Marketingleiter Bruno Zürcher hat als Grundlage für die neuen Modelle letztes Jahr eine Studie erstellt. Im Interview erzählt er mehr darüber.

Bruno Zürcher, derzeit machen die FN mit dem Slogan «Nume für üs» Werbung. Was ist der Gedanke dahinter?

Der Slogan ist mit der Werbeagentur entstanden, mit der wir zusammenarbeiten. Wir haben uns überlegt, dass die FN das massgebende Informationsmedium für Deutschfreiburg ist. Mit dem Slogan wollen wir ein Gemeinschaftsgefühl der Deutschfreiburger im Allgemeinen und der FN-Abonnenten im Speziellen schaffen.

Warum überhaupt diese Digitaloffensive?

Wenn man unterwegs ist und die Menschen beobachtet, ist offensichtlich, dass die Digitalisierung längstens in voller Breite in der Gesellschaft angekommen ist. Über alle Altersgruppen nimmt die Nutzung von digitalen Services rasant zu, sei es zur Planung der Freizeit, zum Einkaufen oder eben auch für die Informationsbeschaffung. Ein wachsender Teil der Bevölkerung will unabhängig von Zeit und Ort über Aktualität informiert sein. Gerade die Zugriffe über mobile Geräte aufs Internet wachsen sehr schnell.

Und das trifft auch auf die FN-Leserinnen und -Leser zu?

Wir haben letztes Jahr in einer Studie untersucht, wer die FN wie liest. Es gibt dabei verschiedene Lesertypen: jene, die nur die gedruckte Zeitung lesen und damit zufrieden sind. Für sie braucht es keine digitalen Angebote. Dann gibt es Menschen, die sich gerne zum Beispiel über Mittag hinsetzen und die Zeitung lesen. Gleichzeitig sind sie aber oft unterwegs und nutzen darum auch gerne eine App, um unterwegs Aktualität mitzubekommen. Und dann gibt es jene Menschen, die nur das digitale Angebot interessiert. Sie brauchen keine gedruckte Zeitung. Alle diese Lesertypen haben unterschiedliche Ansprüche. 

Die wären?

Für die Leserinnen und Leser der gedruckten Zeitung muss sich nicht viel ändern: Sie erwarten ein gutes Printprodukt mit News und Hintergrundberichten aus der Region sowie Artikeln über schweizweite und internationale Themen. Jene Menschen, die vor allem digital unterwegs sind, erwarten rasche, kurz gefasste News, die benutzerfreundlich auf den digitalen Kanälen aufbereitet sind, wenn möglich mit multimedialen Inhalten wie Videos. Alle haben jedoch gemeinsam, dass sie sich für regionale Inhalte interessieren.

Sind diese unterschiedlichen Typen auch der Grund für das neue Abo-Modell?

Ja. Wir wollen damit sowohl für die Print- als auch die digitale Leserschaft etwas bieten. Wir wollen zudem neue Kundengruppen erreichen.

Die einen wollen rasche, kurze News auf der App, die anderen gepflegte Hintergrundberichte in der gedruckten Zeitung. Das klingt nach einer Quadratur des Kreises.

Wir haben es tatsächlich mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen zu tun. Das generiert für uns Mehraufwand und auch Mehrkosten. Wir müssen das eine tun und das andere nicht lassen. Dabei gilt es zu beachten, dass digitale Inhalte nicht per se günstiger sind als gedruckte. Eine Journalistin muss genau gleich recherchieren und schreiben. Teils ist es sogar noch aufwendiger, weil zum Beispiel noch ein Video oder eine interaktive Grafik dazukommen. Und auch eine Homepage und eine App zu betreiben kostet.

Darum kann die FN die Inhalte nicht gratis anbieten?

Genau. Leser haben uns schon gefragt, warum wir nicht Digital-Abos anbieten können wie zum Beispiel die «New York Times», bei der ein Online-Zugang für wenige Dollar erhältlich ist. Doch der Vergleich hinkt. Ein kleiner lokaler unabhängiger Verlag wie wir hat ein sehr beschränktes Kundenpotenzial im kleinen Marktgebiet. Investitionen können nicht ansatzweise gleich gut refinanziert werden, wie dies ein internationales Medium mit einem Millionenpublikum tun kann. Erschwerend kommt dazu, dass die Werbeeinnahmen im Print seit fast 20 Jahren rückläufig sind und die digitale Werbung nur einen Bruchteil dieser erodierten Printeinnahmen ersetzen kann. Der Löwenanteil der Werbeeinnahmen im digitalen Raum geht an Tech-Konzerne wie Google, Facebook und Co. Wenn seriöser Qualitätsjournalismus aus der Region gefragt ist, ist ein «Regionalzuschlag» leider erforderlich. 

Da wären wir wieder bei der Regionalität und dem Slogan «Nume für üs».

Wir machen das alles tatsächlich für die Deutschfreiburgerinnen und Deutschfreiburger. Und wir geben unser Bestes, um den verschiedenen Bedürfnissen unserer Leserschaft zu entsprechen.

Änderungen

Die neuen Abo-Modelle auf einen Blick

Neu gibt es bei den FN drei verschiedene Abo-Modelle:

  • Classic: Dieses Abo entspricht dem normalen Zeitungsabo, bei dem die FN von Montag bis Samstag in den Briefkasten geliefert wird. Classic-Kundinnen und -Kunden erhalten auf Wunsch auch den vollen Digitalzugang als Ergänzung zur gedruckten Zeitung.  
  • Extra: Mit diesem Abo haben Abonnenten und Abonnentinnen unlimitierten Zugriff auf alle Geschichten auf der Website wie auch in der neuen FN-App. Zusätzlich gewährt das Abo Extra täglich schon ab 2 Uhr morgens den Zugriff auf das E-Paper, die digitale Version der gedruckten Zeitung. Der Verlag prüft im Moment die technischen Möglichkeiten, damit Kunden des Extra-Abos für einen kleinen Aufpreis zusätzlich ein bis zwei Printausgaben an Wochentagen nach Wahl dazubestellen können.
  • Basic: Für all jene, welche sich nicht mehr an den klassischen Zeitungen orientieren, wurde das Abo Basic geschaffen. Beim Basic kann ebenfalls unlimitiert auf Inhalte im Web und in der App zugegriffen werden, das E-Paper steht jedoch nicht zur Verfügung.

Kommentare (2)

  • 11.03.2021-Paul Lehmann

    Als Abonnent des digitalen Extra Modells verzichte ich bewusst auf die Papierausgabe. Die Donnerstags Ausgabe erhalte ich trotzdem in den Briefkasten zugestellt; sie landet direkt im Altpapier.
    Wem werden diese Mehrkosten (Druck und Zustellung) belastet?

    Ein Mehrwert wäre zudem, die online Ausgabe am Vorabend ab 20:00 Uhr mit kleinen Einschränkungen bereit zu stellen. Andere Verlage haben diesen bereits Schritt gemacht. Beispiel Südostschweiz Abendausgabe.

    • 12.03.2021-Fabrice Auderset

      Guten Tag Herr Lehmann. Besten Dank für Ihre Rückmeldung. Gerne nehmen wir persönlich mit Ihnen Kontakt auf. Beste Grüsse, Ihre FN

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