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FN-Sommerkrimi (Kapitel 1/13)

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Weshalb feiern wir den ersten August immer in Baumetswil bei Hirschis?», motzte Timo. Sein Bruder Luca stimmte sofort in das Gejammer ein: «Wir sind die Einzigen, die noch mitkommen müssen. Hirschis Kinder sind schon lange nicht mehr dabei.» Auch die Mutter der beiden, Corina Keller, war nicht besonders glücklich darüber, wieder bei Thomas und Lea Hirschi auf deren Bauernhof in Baumetswil feiern zu gehen. Sie hatte dieses Jahr eigentlich mit ihrer Schwester abmachen wollen, doch jetzt war diese kurz entschlossen für ein verlängertes Wochenende nach New York geflogen. Corina holte zwei Zöpfe aus dem Backofen. «Schluss jetzt!», stoppte sie das Gemaule ihrer beiden Söhne. «Wir gehen hin! Es ist doch auch wirklich schön, dort oberhalb des Schiffenensees.» «Man sieht ja den See schon lange nicht mehr. Es ist doch alles zugewachsen», erwiderte Timo trotzig.

 

Zwanzig Minuten später sassen sie trotzdem alle im Auto und fuhren von Cordast nach Baumetswil. Luca und Timo schauten teilnahmslos aus dem Fenster. Corina hatte die Sonnenblende runtergeklappt und betrachtete sich im kleinen Spiegel. Nur ihr Mann Marius freute sich auf den Abend mit seinen beiden besten Freunden. Vor mehr als zwanzig Jahren hatten sie alle beim SC Düdingen Fussball gespielt. Marius Keller war der Torjäger schlechthin, Thomas Hirschi spielte ihm einen Ball nach dem anderen direkt an die Spitze, und die gegnerischen Spieler scheiterten am herausragenden Torwart Georg Tinguely. Heute spielte keiner von ihnen mehr Fussball, ihre Freundschaft war aber geblieben.

Als auch Georg und Cindy Tinguely aus Plaffeien in Baumetswil angekommen waren, konnte das Fest beginnen. Gastgeber Thomas Hirschi erhob nach der allgemeinen Begrüssung sein Weissweinglas: «Schön, seid ihr alle hier. Es ist schon der 22.  erste August, den wir zusammen feiern.» Nach einem kurzen Apéro zogen sich die drei Frauen in die Küche zurück, um die Zöpfe zu schneiden und die Salate anzurichten. Die Männer standen um den Grill herum und fachsimpelten über das brutzelnde Fleisch.

Das Essen war ausgezeichnet. Dabei stach wie immer Lea Hirschis berühmter Häpperesalat heraus. Während sich Thomas noch eine Portion Salat auf den Teller schaufelte, fragte er: «Gibt es eigentlich irgendwelche Neuigkeiten betreffend eure Baubewilligung?» Corina und Marius Keller warfen sich einen schnellen Blick zu. Schliesslich antwortete Corina: «Ja. Die Neuigkeit ist, dass euer Nachbar Bernhard Knüsel angekündigt hat, das Urteil des Kantonsgerichts jetzt auch noch an das Bundesgericht weiterzuziehen.» Georg verzog angewidert das Gesicht, Luca verschluckte sich und bekam einen Hustenanfall, und Lea liess vor Schreck die Gabel in den Häpperesalat fallen, ehe sie sich beeilte, das Thema zu wechseln.

Als es nach dem Dessert endlich eindunkelte, stiegen Cindy, Corina und Timo auf den kleinen Hügel hinter Hirschis Bauernhof. Dort hatte man den besten Blick auf das Feuerwerk von Düdingen und dasjenige von Gurmels. So kam es, dass Timo kurz nach zehn Uhr auf dem Hügel stand und gelangweilt in die Nacht hinausschaute. Er gab weder «Oh»- noch «Ah»-Laute von sich, sondern wünschte sich nur, endlich wieder nach Hause zu können. Inmitten des ganzen Krachs der Böller im Nachthimmel glaubte er auf einmal, einen Töff auf der Kantonsstrasse unten zu hören. Nach seinem 16. Geburtstag im Herbst würde er sofort das Töffpermis machen, sagte er zu sich selber. Mit einem Roller wäre er hier schon lange weg, bei seinen Freunden, irgendwo, wo es lustig war.

Seine Mutter legte plötzlich einen Arm um seine Schulter und flüsterte ihm ins Ohr: «Jetzt haben wir’s dann bald geschafft.» Timo lächelte. Doch nur Minuten später sollte sich zeigen, dass sich Corina damit täuschte – und wie. Nach dem Feuerwerk stiegen sie wieder vom Hügel hinunter. Auf einmal schrie Cindy Tinguely laut auf. Sie zeigte mit dem ausgestreckten Finger auf einen Mann, der gleich neben dem Fussweg, unweit des Nachbargrundstücks, regungslos am Boden lag. Der Mann schien erschossen worden zu sein.

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