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Folgen für die Heimbewohner

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«Wir stehen immer noch unter Schock.» Dies sagte Pierre Aeby gestern unmittelbar vor der Generalversammlung der Vereinigung Freiburgischer Alterseinrichtungen. Er bezog sich auf das Scheitern der Verhandlungen mit den Krankenversicherern am Montag, was das Ende der Freiburger Medikamentenpauschale für Pflegeheime bedeutet (FN vom 1. Mai). Als designierter Präsident nahm Aeby in den letzten Wochen an mehreren Sitzungen zum Thema teil und fühlte sich dabei machtlos: «Ein einfaches, gutes und günstiges System wurde demontiert», sagte er. «Die pharmazeutische Betreuung wurde beerdigt. Jedes Mal, wenn wir den Versicherern eine Antwort lieferten, kamen sie mit neuen Forderungen.»

Wie Aeby gegenüber den Medien sagte, hat der Systemwechsel per 1. Juli 2018 Auswirkungen auf die Freiburger Pflegeheime. So müssen diese gewisse Pflichtenhefte von Mitarbeitenden anpassen, und gewisse Räumlichkeiten würden nicht mehr für die Lagerung von Medikamenten gebraucht. «Es gibt Arbeit für unsere Mitglieder», sagte er.

An der Versammlung orientierte auch Kantonsapotheker Laurent Medioni über die neue Situation. Gegenüber den FN sagte er, dass der Verband der Krankenversicherer Santésuisse am Montag nicht korrekt kommuniziert habe. «Santésuisse schrieb, der Systemwechsel habe keine Auswirkungen auf die Heimbewohner. Das ist falsch», so Medioni. «Es gibt gewisse Produkte wie Abführmittel oder Hautpflegecrèmes, die bisher in der Pauschale enthalten waren, aber von den Krankenkassen nicht bezahlt werden. Die Heimbewohner werden in Zukunft dafür separate Rechnungen erhalten.»

Aeby folgt auf Thomet

Pierre Aeby wurde an der gestrigen Versammlung zum Präsidenten des Heimverbands gewählt. Das Amt war seit dem Rücktritt von René Thomet verwaist. Aeby wird dafür Ende Jahr aus dem Verwaltungsrat des Freiburger Spitals austreten, wie er gestern sagte.

In seinem ersten Amtsjahr ist im Herbst ein grosser Auftritt der Freiburger Pflegeheime an der Freiburger Messe geplant. Dazu wurden unter den Heimbewohnern des Kantons sechs Botschafter ausgewählt. Eine weitere Herausforderung für den neuen Präsidenten wird sein, die vom Konzept «Senior plus» geforderten Bezirksstrukturen für Pflegeheimen durchzusetzen.

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