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Forscher suchen nach Zuverlässigkeit

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Firma Meggitt aus Villars-sur-Glâne stellt Komponenten her, die unter extremen Umweltbedingungen in der Luftfahrt zum Einsatz kommen. Johnson Electric in Murten ist der weltweit grösste Hersteller von Elektromotoren für die Automobilindustrie. Liebherr Maschinen stellt in Bulle Motoren her, die auf Baustellen in der ganzen Welt zum Einsatz kommen.

Sie alle sind Firmen mit einer starken Verankerung im Kanton Freiburg, die in ihren Bereichen wichtige Akteure auf dem Weltmarkt sind. Sie stellen alle drei Systeme her, die unter schwierigsten Bedingungen fehlerfrei funktionieren müssen, das heisst, die nie versagen oder sich unverzüglich wieder reaktivieren lassen.

Nun gehen Meggitt, Johnson Electric und Liebherr Maschinen mit der Freiburger Hochschule für Technik und Architektur (HTA) eine Partnerschaft ein, die allen beteiligten Partnern einen Wettbewerbsvorteil bringen soll. Gestern haben Vertreter der vier Institutionen im HTA-Gebäude in Freiburg eine Vereinbarung unterschrieben mit dem Ziel, ein Kompetenzzentrum für robuste und sichere Systeme aufzubauen.

Zentrum für zwölf Forscher

Das «Robust and Safe Systems Center Fribourg» (Rosas) ist das erste konkrete Projekt der Innovationsplattform Innosquare in der Blue Factory Freiburg. Gemäss Wolfram Luithardt, Leiter des Instituts für sichere und intelligente Systeme der HTA, beginnt der Aufbau von Rosas gemäss der gestrigen Unterzeichnung am 1. Juli. Zuerst wird das Kompetenzzentrum ein Büro in der ehemaligen Cardinal-Brauerei belegen; innerhalb von zwei bis drei Jahren soll dann aber bereits der Vollbestand von zwölf Vollzeitstellen für Forscher erreicht sein. Nebst Büros wird es eine ganze Reihe an Testeinrichtungen für die robusten Systeme brauchen. Das erste Forschungsprogramm laufe über fünf Jahre, so Wolfram Luithardt.

Über das Budget wollten die beteiligten Partner keine Auskunft geben, so Institutsleiter Luithardt. Jeder Partner wird aber einen Teil des Budgets bestreiten.

Yvan Bourqui von Johnson Electric sagte bei der gestrigen Präsentation des Projekts, dass es so etwas wie Rosas in der Schweiz noch nicht gebe. «Wir wollen national ein Leader und international ein wichtiger Akteur auf dem Gebiet der robusten und sicheren Systeme werden», betonte Yvan Bourqui.

Stefan Wallmüller illustrierte anhand der Liebherr Maschinen AG, wie wichtig die Zuverlässigkeit ihrer Produkte ist. Er zeigte auf, wo sich Elektronikkomponenten in den Liebherr-Maschinen befinden und wie sich Störungen dieser Teile auswirken können. «Es geht um die Verfügbarkeit unserer Maschinen. Der Anwender verdient Geld damit», so Wallmüller.

Die Zuverlässigkeit von Systemen betrifft sowohl die Software wie auch die Hardware in den Maschinen. Beide müssen beispielsweise vor Hackerangriffen sicher sein. Der Vertreter von Liebherr zeigte auf, dass es für eine bessere Zuverlässigkeit aber nicht nur einzelne Komponenten, sondern eine ganze Produktionskette inklusive der dabei eingesetzten Mitarbeiter braucht. Der Sektor sei zukunftsträchtig, schreibt die HTA in einer Mitteilung. Wenn eine hohe Zuverlässigkeit erreicht sei, sei der Einsatz solcher integrativen Systeme etwa in computergesteuerten Fahrzeugen denkbar.

Für Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen ist Rosas ein Musterbeispiel einer öffentlich-privaten Partnerschaft.

«Es geht um die Verfügbarkeit unserer Maschinen. Anwender verdienen Geld damit.»

Stefan Wallmüller

Liebherr Maschinen AG Bulle

Hochschule für Technik: Es hat noch Potenzial für Forschung

D iesen Frühling hat der Grosse Rat ein neues Freiburger Gesetz für Fachhochschulen verabschiedet. Darin sieht ein Artikel vor, dass Professoren mindestens 20 Prozent ihrer Tätigkeit für Forschung aufwenden sollen. Gestern fand an der Hochschule für Technik und Architektur (HTA) zum dritten Mal ein Tag der Forschung statt. Dabei konnten zehn 2013 gegründete Forschungsinstitute der HTA sich und ihre Forschung vorstellen. So gibt es seit letztem Jahr je ein Institut für chemische Technologie, Energiesysteme, Humantechnologie, komplexe Informatiksysteme, Druck, Kunststofftechnik, sichere und intelligente Systeme, Bau- und Umwelttechnologien, Engineering-Systeme sowie für den Umbau alter Strukturen.

Jacques Bersier, Vizedirektor der HTA, fasste die Forschungsaktivitäten seiner Schule in Zahlen zusammen. Die HTA habe im letzten Jahr Rechnungen in der Höhe von zwölf Millionen Franken für Forschungsarbeiten verschickt. Rund die Hälfte der Aufträge sei von Firmen eingegangen, etwa ein Viertel von Fonds, dazu kamen Forschungsprojekte innerhalb der Fachhochschulen. Fast alle Aufträge seien über eine öffentliche Ausschreibung erlangt worden.

Rund 50 Projekte stellen erbrachte Dienstleistungen dar, 200 Projekte sind aber angewandte Forschung. 50 bis 80 Professoren und 150 bis 190 Mitarbeiter seien daran beteiligt. Bersier sagte, dass die Professoren 13 bis 15 Prozent ihrer Zeit für Forschung aufwendeten. «Mit dem neuen Fachhochschulgesetz gibt es noch Spielraum nach oben», so Bersier. uh

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