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Forschungen eines Schauspielers

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Autor: Carole Schneuwly

Vor Charles Darwin gab es 2009 kein Entkommen: Im Jahr des 200. Geburtstags des britischen Evolutionstheoretikers beschäftigten sich nicht nur Wissenschaftler mit ihm, sondern auch Kulturschaffende aller Sparten. «Man konnte es nicht mehr hören», sagt der Freiburger Schauspieler und Tänzer Martin Schick. Doch statt es dabei bewenden zu lassen, liess er sich zu einer eigenen Produktion zu dem Thema inspirieren, die er diese Woche exklusiv im Kellerpoche Freiburg aufführt.

Von Menschen und Tieren

«Es ist ein aktuelles und wichtiges Thema, das mich schon lange beschäftigt», so der 32-Jährige. Es gehe um eine Standortbestimmung des Menschen in der Welt, um die Frage, warum er wurde, was er ist, und wohin die Entwicklung geht, um das Animalische im Menschen und um das Menschliche im Tier. Einen philosophischen Vortrag wolle er dem Publikum aber nicht zumuten. «Das Stück ist mehr wie ein Kindertheater über Nietzsche; es soll scheinbar Kompliziertes begreiflich machen.»

Dazu pendelt Schick zwischen Wissenschaft und Humor, zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Tatsachen und Fantasie. Er arbeitet mit Spielen, Experimenten, Zeichnungen, Videos, Geschichten, Liedern und vielem mehr. «Es ist ein bisschen wie ein Slalom, bei dem es vieles zu entdecken gibt», so der Schauspieler. Lösungen aber dürfe man nicht erwarten: «Ich stelle Probleme dar, doch das Publikum ist gefordert, eigene Thesen aufzustellen und sich zu Geschichten inspirieren zu lassen.»

Zwischen den Welten

Schick, der in Tafers aufgewachsen ist und seit einiger Zeit hauptsächlich in Berlin lebt und arbeitet, freut sich riesig, dass er wieder einmal vor heimischem Publikum auftreten kann. «Das Kellerpoche ist ein wunderbarer Ort und ein extremer Gegensatz zu den Festivals, an denen ich sonst oft auftrete.» Darum schätze er es, dass die Verantwortlichen des Kellerpoche ihn regelmässig einlüden, ohne genau zu wissen, worauf sie sich einliessen.

Es sei die Liebe zu seiner Heimat, die ihn immer wieder nach Freiburg treibe, aber auch die Möglichkeit, hier Welten zusammenzubringen, jene der «elitären Tanztheaterszene», in der er sich sonst bewege, und jene des einfachen Freiburger Kellertheaters.

Letztlich mache er im Stück «Merde oder Wie der Reiter auf das Pferd kam und nicht umgekehrt» nichts anderes, als was das moderne konzeptuelle Tanztheater mache: «Ich reduziere meinen Vorsprung auf das Publikum. Ich gebe nicht vor, was gut ist und was böse, was schwarz und was weiss, sondern lasse die Zuschauer selber entscheiden.» Eigentlich sei es wie bei den «erweiterten Lernformen» in der Schule, so der ausgebildete Primarlehrer: weg vom Frontalunterricht.

Und so erzählt Martin Schick mit einfachen Mitteln, mit Charme und Komik davon, wie er sich selber die Aufgabe stellte, den Menschen als Tier zu erforschen und was er dabei so alles entdeckte: vom mit Tiermotiven bedruckten WC-Papier über herdenhafte Menschenmassen bis zur Symbiose zwischen Hunden und ihren Haltern.

Kellerpoche, Samaritergasse 3, Freiburg. Fr., 16. April, und Sa., 17. April, jeweils 20.15 Uhr. www.kellerpoche.ch.

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