Archiv 03.02.2010

Leserbriefe

Leserbriefe

Stromversorgung in Tippelschritten?

Autor: «Wozu ein Windpark, wenn er nichts bringt» - Leserbrief vom 27. Januar 2010

Josef Jendly vertritt die Meinung, dass sich die künftige Versorgung unseres Landes mit (neuer) erneuerbarer Energie in kleinen Schritten sicherstellen lässt. Tatsächlich hat die alte helvetische Tugend, die «Politik der kleinen Schritte», oftmals ihre Stärken gezeigt, aber eben auch ihre Grenzen. Im Falle des Windparks auf dem Schwyberg stellt sich die Frage besonders deutlich. Die dort erwartete Ausbeute von 35 Gigawattstunden (GWh) entspricht einem halben Tausendstel der inländischen Stromproduktion (64 282 GWh). Näher bei nichts als bei einem Prozent. Was uns eigentlich noch egal sein könnte, wenn bloss der Preis nicht dermassen hoch wäre: Eine bis weit ins Sense- und Welschland hinaus wahrnehmbare Verschandelung der Schwyberger Voralpenlandschaft. Für einen Tippelschritt, der nicht einmal im Ansatz einen Beitrag zum Ausstieg aus der nicht erneuerbaren Energie bringt.

Und die Zukunft? Fachleute der Stromtechnik wissen, dass die Produktion mit Windkraft in unserem Land sehr begrenzt ist, gemäss Gesamtenergiestatistik des Bundesamtes für Energie (BFE) sogar die unergiebigste von allen. Heute schon und Morgen auch. Das Paul-Scherrer-Institut in Villigen AG hat im Auftrag des BFE das Potenzial für die Schweiz errechnet: Unter Ausnützung aller in Frage kommenden Standorte und mit modernster Technologie sind im Jahre 2035 gerade mal 600 GWh herauszuholen. Immer noch weniger als ein Prozent! Die genannte Strommenge liesse sich mit modernen Anlagen und einer geringen Einschränkung allein bei der öffentlichen Beleuchtung hereinholen.

Oft wird mit dem eingesparten CO2-Ausstoss argumentiert. Ausgerechnet! Was sind die 35 Schwyberger Gigawättli im Vergleich zum Ausstoss, den die (von Schweizer Stromkonzernen) im Ausland produzierten 39 200 GWh verursachen - der grösste Teil davon mit Gas und Kohle! Bei Letzterer wird sogar eine Verdreifachung angesteuert. Und dies alles nicht etwa für die landeseigene Versorgung, sondern für den lukrativen europäischen Strommarkt.

Ja, nichts gegen erneuerbare Energie und auch nichts gegen Windräder, aber viel gegen den Standort beziehungsweise das unsinnige Verhältnis zwischen der Verschandelung unserer schönen Voralpen- und Juragebiete und der mickrigen Ausbeute mit Windkraft.

Autor: Bruno Köstinger, Rechthalten

Das dritte Geschlecht?

Autor: «Freiburger Kantonalbank hat seit 1990 300 Millionen an den Staat abgeliefert» - FN vom 29. Januar 2010

«Von den 476 Mitarbeitern der FKB sind 234 weibliches und 195 männliches Personal», steht in den FN vom 29. Januar. Dann heisst es: «Das Durchschnittsalter beträgt 38,6 Prozent.»

Angenommen, man verstehe ausnahmsweise, entgegen dem feministischen Neudeutsch, unter Mitarbeitern auch Personen weiblichen Geschlechts, so fehlen immerhin noch 47 Personen eines «dritten Geschlechts» zur Gesamtzahl von 476.

Diese dürften nicht diskriminiert werden. Und das Durchschnittsalter von 38,6 Prozent - bezieht es sich auf die mittlere Lebenserwartung? Vielleicht gibt hierzu der Jahresbericht der FKB genauer Auskunft.

Autor: Markus Gasser, Freiburg

Empörendes Urteil

Autor: «Entlaufener Jagdhund sorgt für Streit» - FN vom 28. Januar 2010

Wir sind empört über den Inhalt des Artikels zur Gerichtsverhandlung. Empört über den geizigen und arroganten Jäger, der die 50 Franken Finderlohn nicht zahlen will und zudem die Rentnerin auch noch einklagt und 880 Franken verlangt. Diesem Jäger möchten wir persönlich niemals begegnen. Wir sind auch empört über das Gericht in Murten, das dem Jäger Recht gibt und die Rentnerin zu 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Auch diesem Gericht möchten wir niemals begegnen. Der Vorfall ist eine Schande für die Schweiz, für Murten.

Autor: Judith Meili, Guggisberg