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Fossilfreie Produktion unter Glas

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«Der Verzicht auf fossile Energie wird komplexer, teurer und risikoreicher»: Das schrieb der Leiter der Zentralstelle für Gemüsebau am Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve, Lutz Collet, in einer Bilanz zur dritten nationalen Unterglas-Gemüsebau-Tagung. Diese wurde dort kürzlich von den Fach- und Zentralstellen für Gemüsebau der Kantone Freiburg, Aargau und Zürich organisiert.

Ob der von Collet angesprochene Verzicht überhaupt vollständig möglich sein wird, ist fraglich: «Zu sehr hängt er an den Kosten für Investition und Betrieb der Alternativen, deren Verfüg- und Realisierbarkeit», so Collet. Den kalkulatorischen Wärmebedarf von rund 320 Kilowattstunden pro Quadratmeter, wie er im europäischen Ausland beziffert wird, würden die Schweizer Gemüseproduzenten gegenwärtig mit 160 Kilowattstunden pro Quadratmeter deutlich unterschreiten. Freiwillige Zielvereinbarungen der Gemüsebetriebe mit der Energieagentur der Wirtschaft hätten seit 2006 diese Senkung bewirkt.

Die Nutzung der Tiefenwärme

Weitere Schritte befänden sich bereits in der Umsetzung, so Collet weiter. Dazu gehöre der geplante Wärmeverbund Kerzers-Ried. Dieser stütze sich auf die erneuerbare Energiequelle Holz und eine Kombination verschiedener Wärmebezüger wie Gemüseproduzenten, Industrie und Wohnungen.

«In einem begrenzten Perimeter gibt es so eine hohe Dichte an Wärmebedarf», sagt Collet. Die Kombination der Systeme, individuell angepasst, führe zu Vorteilen bei Investitionen und Energiebereitstellung. Sie könnten das Projekt zu einem Vorzeigeprojekt in Sachen Reduktion der CO2-Emissionen machen.

Eine Kombination von Systemen sei auch bei der Nutzung der Tiefenwärme notwendig. Die seit den 1990er-Jahren bestehende Nutzung der Tiefenwärme in Riehen bei Basel kopple etwa fossiles Gas, das in Gaskesseln oder Blockheizkraftwerken genutzt werde, mit Wärmepumpen oder -tauschern für den Geothermiekreislauf. Gleiches gelte für den Anbau unter Glas: Technisch und wirtschaftlich machbar sind derzeit die Abdeckung von bis zu 90 Prozent des Wärmegrundbedarfs mit Wärmepumpen oder Holz. Der weitere Bedarf könne mit fossilfreien Heizsystemen zurzeit noch «nicht mit einem vernünftigen technischen und wirtschaftlichen Aufwand abgedeckt» werden.

Jährlich 6000 Tonnen sparen

Diesen im landwirtschaftlichen Sektor geführten Diskussionen und Entwicklungen steht laut Collet die Notwendigkeit gegenüber, dass alle Bereiche der Gesellschaft – Staat und Private, Betriebe und Konsumenten – Massnahmen zum Klimaschutz ergreifen müssen. «Soll der Anstieg der mittleren Globaltemperatur auf zwei Grad beschränkt werden, so müssen die CO2-Emissionen bis 2050 um die Hälfte gesenkt werden», so Collet.

Der Freiburger Gemüsebau wolle jedenfalls bei der Senkung der CO2-Emissionen mit dem Projekt Wärmeverbund Kerzers Ried und CO2-Einsparungen von 6000 Tonnen pro Jahr ab dem Jahr 2021 ganz vorne mit dabei sein.

jcg

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