Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Franz Hofstetter-Jaquet,Düdingen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Als neuntes von zwölf Kindern wurde Franz Hofstetter-Jaquet am 28. Januar 1925 in Düdingen geboren. Er hat immer von einer zufriedenen Jugend erzählt. Als Zustupf pflegten die Eltern nebenbei einen Kleinbauernbetrieb, und seine Aufgabe war es, das «Chueli» zu hüten. Als es um die Berufswahl ging, erfuhr seine Mutter vom Nachbar Stulz, dass ein Briefträger gesucht wurde. Bei dieser Berufung blieb es dann. Während 46 Jahren hat Franz Hofstetter-Jaquet in Düdingen die Post vertragen. Kaum jemand, der ihn nicht kannte oder von dem er nichts zu erzählen wusste. In der Nachkriegszeit gings mit Ross und Schlitten und bei bissiger Kälte nach Räsch, Wittenbach oder auch Heitiwil. Das schwarze Velo war fürs restliche Jahr sein Verkehrsmittel für die täglich zwei Zustellungen. Besonders gern gesehen war der Briefträger, wenn er die AHV-Rente brachte. Die Leute erfuhren von ihm etwas und erzählten ihm Sorgen und Nöte. Er sagte stets, dass er diesen Beruf jederzeit wieder wählen würde.

Seine Freizeit widmete er mit sehr viel Leidenschaft dem Singen und dem Cäcilienchor, wo er verschiedene Ämtli innehatte. Kaum eine Probe hat er verpasst, und das «Nüniamt» war für ihn Pflicht und Genugtuung zugleich. Unvergesslich bleibt seiner Familie sein Einsingen am Sonntagmorgen im Badezimmer mit Gloria, Credo oder Sanctus. Zumindest wusste sie, dass es Zeit zum Aufstehen war. Dem Turnverein war er während Jahren verbunden. In jungen Jahren hat er sich als Kunstturner bewiesen, später war er Sänger im Turnerchörli. Im Hotel Ochsen, wo die Proben beendet wurden, hat er seinen Charme spielen lassen und die aus dem Greyerz stammende Serviertochter Irène angelacht. Die Heirat im Oktober 1951 war der Beginn seines Familienglücks. Es folgten die Kinder Ruth, Doris, Ursula und als Nachzügler Norbert. Sie sind dankbar für die glückliche Jugend, die sie im Hägli und dann im Gänseberg verbringen durften.

Anfang der 1960er-Jahre übernahm er sein Elternhaus am Gänseberg. In unzähligen Stunden baute er um, im Sommer 1969 zog die Familie ein. Dank den vielen «Mürleni» gab es Platz für einen Gemüse- und einen Blumengarten. Von morgens bis abends hat er gesät, gepflanzt, geerntet, gehegt und gepflegt. Es war sein Ding. Viele Stunden verbrachte er auch auf dem Estrich, der als Werkstatt diente. Da vergass er trotz der nahen Kirchenglocken schon mal die Zeit, sehr zum Ärger seiner Frau. Legendär für die Quartieranwohner war sein blauer VW Golf, den er bis zum Alter von 91 Jahren millimetergenau vors Haus parkierte. Gerne erinnern sich seine Grosskinder an die Zeit mit ihm, an seine Spässchen, an die Winterferien auf der Bettmeralp oder die Ausflüge.

Die Jahre zogen dahin, seine Stimme wurde leiser, die Beine müde. Die letzten zwei Wochen plagte ihn eine Bronchitis, die das Atmen erschwerte und von der er sich nicht mehr erholte. Seiner Familie werden sein Humor, sein verschmitztes Lächeln, sein Gesang (besonders an Weihnachten) und seine ausgeglichene Art in liebenswerter Erinnerung bleiben. Franz Hofstetter-Jaquet ist am 21. September 2020 gestorben. In seiner persönlichen Chronik schrieb er: «Die Post hat mir das Geld gegeben, Fleiss und Arbeit war mein Leben.» In diesem Sinne sagt die Familie Danke für alles, Adieu und ruhe in Frieden.

Eing.

Zum Gedenken

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema