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Franzose programmiert Fiff 2008

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Edouard Waintrop für Übergangsjahr engagiert

Autor: Von CAROLE SCHNEUWLY

Die Übergangslösung für die Ausgabe 2008 war notwendig geworden, nachdem die Verantwortlichen des Filmfestivals Ende Juni festgestellt hatten, dass es keine geeigneten Kandidaturen für die Nachfolge von Martial Knaebel gab. Dieser war im Frühling am Ende des Festivals 2007 als künstlerischer Direktor zurückgetreten. Die Suche nach einem neuen Direktor wird dadurch erschwert, dass der Vorstand des Festivals entschieden hat, die Trennung von künstlerischer und administrativer Leitung aufzugeben und ab 2009 beide Funktionen in einer Hand zu vereinen (FN vom 28. Juni).

Kulturredaktor und Filmkritiker

Nun hat der Vorstand für die Programmgestaltung der Ausgabe 2008 den Franzosen Edouard Waintrop engagiert, wie das Fiff am Donnerstag mitteilte. Der 54-Jährige stammt aus Suresnes im Département Hauts de Seine. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und war von 1974 bis 1980 Programmverantwortlicher für Film und Jazz im Pariser Vorort Montreuil. 1982 wurde er Kulturredaktor bei der Tageszeitung Libération. Ab 1986 veröffentlichte er in der Libération und in verschiedenen Standardwerken zahlreiche Artikel über den Film. Als Filmkritiker besuchte er während vieler Jahre verschiedene Filmfestivals. Dabei konzentrierte er sich auf den europäischen Dokumentarfilm und auf den nord- und südamerikanischen Spielfilm.«Speziell hat sich Waintrop dem neuen argentinischen Film, dem klassischen mexikanischen Film sowie dem japanischen Kriminalfilm gewidmet», schreibt das Fiff weiter. Er habe über Regisseure wie Hou Hsiao Hsien, Alejandro González Iñárritu, Edward Yang, Ernst Lubitsch, John Ford oder Billy Wilder geschrieben. Die Filmemacher Souleymane Cissé und Ousmane Sembene habe er bei ihrer Arbeit in Afrika begleitet.

«Frischer Wind fürs Festival»

Man sei sehr zufrieden mit dem Engagement Waintrops, sagte die Medienverantwortliche Joana Borrego gegenüber den FN. Der Name des Franzosen sei im Zuge eines Brainstormings im Vorstand gefallen. Man habe ihn kontaktiert, und er habe sich sofort interessiert gezeigt. «Waintrop ist für uns eine Ideallösung. Er ist sehr motiviert und wird mit seiner offenen Persönlichkeit einen frischen Wind ins Festival bringen.» Wie es nach 2008 weitergehe und ob Waintrop als Gesamtleiter des Fiff in Frage komme, sei noch offen, so Borrego. Der Vorstand werde sich im Herbst wieder mit dem Thema befassen.Waintrop wird 2008 in erster Linie für die Programmierung des Wettbewerbs verantwortlich zeichnen. Dazu obliegt ihm die Aufsicht über die Panoramen und Retrospektiven, die wie bisher im Mandatsverhältnis gestaltet werden. Gemäss Joana Borrego hat der neue Programmator, der seine Arbeit für das Fiff Anfang September aufnehmen wird, bereits erste Ideen. Details werde man mit ihm schon diese Woche im Rahmen des Filmfestivals Locarno besprechen.Heute Freitag fällt in Locarno ein weiterer wichtiger Entscheid für die Zukunft des Filmfestivals Freiburg: Bundesrat Pascal Couchepin wird bekannt geben, welche Festivals in Zukunft Subventionen des Bundesamtes für Kultur erhalten. Das Fiff hat bisher von einem jährlichen Beitrag von 230 000 Franken profitiert.

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