Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Franzosen machen Kino

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Franzosen machen Kino

Die Firma CapCiné wird das Nordmann-Multiplex betreiben

Das Geheimnis ist gelüftet: Das junge französische Unternehmen CapCiné wird das künftige Multiplex-Kino im Freiburger Stadtzentrum betreiben. Präsident Philippe Dejust wartet mit einem Versprechen an die Deutschfreiburger auf: regelmässige Originalversionen sowie deutsch gesprochene Filme.

Von CAROLE SCHNEUWLY

An sieben Tagen pro Woche, von elf Uhr vormittags bis spät in die Nacht, sollen ab Herbst 2007 in den zehn Sälen des Multiplex unter der Schützenmatte Filme für jedes Publikum gezeigt werden: nicht weniger als 300 Vorführungen jede Woche. Für die Programmierung wird der französische Betreiber CapCiné zuständig sein. Am Donnerstag präsentierte Initiant Jean-Luc Nordmann, Präsident der Nordmann Freiburg Holding, den Medien seinen neuen Partner.

Spezialisiert für mittelgrosse Städte

CapCiné wurde erst 1999 gegründet und hat sich seither auf Multiplex-Projekte in mittelgrossen Städten Frankreichs spezialisiert. Im Jahr 2000 wurde in Blois die erste Anlage eröffnet, vier weitere befinden sich im Bau und werden in den kommenden Monaten und Jahren fertig gestellt. Wenn das Freiburger Multiplex im Herbst 2007 seine Tore öffnet, wird CapCiné gegen 100 Säle betreiben. Damit gehört das junge Unternehmen zu den zehn grössten im französischen Kinomarkt.

«Wir sind nach Freiburg gekommen, weil die Situation hier genau unseren Stärken entspricht», sagte CapCiné-Chef Philippe Dejust. Die Grösse der Stadt entspreche jener der bisherigen Standorte in Frankreich, und CapCiné betreibe nebst Kinos in städtischen Agglomerationen eben auch solche in Stadtzentren.

Beim Ausbau des Multiplex wird CapCiné-Mitbegründer und Architekt Frédéric Namur mit dem Freiburger Architekturbüro von Serge Charrière zusammenarbeiten, das für das gesamte Nordmann-Projekt (inklusive Einkaufsgalerie) zuständig ist. Zu den Prinzipien von CapCiné gehören eine möglichst gute Bild- und Tonqualität mittels modernster Digitaltechnik, grosse Leinwände und viel Bequemlichkeit für das Publikum. «Wenn man den Leuten Komfort bietet, dann kommen sie auch in die Kinos zurück», so Namur.

Deutschfreiburger im Visier

Die zehn Säle mit zwischen 100 und 480 Plätzen (insgesamt 1850) will CapCiné nutzen, um ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Dieses soll mit einer grossen Auswahl an aktuellen Filmen bedient werden, aber auch mit Experimentellem aus der internationalen Kinobranche, mit speziellen Angeboten für Kinder, mit thematischen Wochen oder mit Anlässen mit Schauspielern, Regisseuren und Produzenten.

Ein besonderes Versprechen macht Philippe Dejust an die Adresse der Deutschfreiburger Kinofans: Er wolle regelmässig Filme in Originalversion sowie deutsch gesprochene Filme zeigen, ein Angebot, das bisher in Freiburg kaum besteht. Diesen Markt kenne er noch nicht, räumte Dejust ein, aber er werde eng mit den Verleihern zusammenarbeiten und ein offenes Ohr für die Wünsche des Publikums haben.

400 000 Eintritte pro Jahr

Ziel ist, jährlich mindestens 400 000 Eintritte zu verkaufen. «Diese Zahl ist realistisch», sagte Jean-Luc Nordmann. Wenn man sie aber nicht erreiche, werde es schwierig. Immerhin sei man mit der Investition ein gehöriges Risiko eingegangen: Das Gesamtprojekt kostet 50 Millionen Franken; etwa die Hälfte davon entfällt auf das Kino.

Nordmann kann sich im Weiteren auch eine Zusammenarbeit mit dem Internationalen Filmfestival Freiburg vorstellen. Zwischen 20 und 30 Personen werden dereinst im Multiplex-Kino beschäftigt sein.
Gesunde Konkurrenz?

Nordmann gegen Salafa: Der Wettlauf um den Freiburger Kinomarkt geht weiter. Auch bei Corso und Rex gehts voran.

Freiburger Kino-Fans dürften bald schon die Qual der Wahl haben. Nicht nur im Nordmann-Multiplex entstehen neue Kino-Säle, sondern auch im Perolles: Sowohl das Corso als auch das Rex, beide betrieben von Marc Salafa, haben Ausbaupläne. Am weitesten fortgeschritten ist, trotz des Brandes im vergangenen Januar, das Projekt des Corso. Die ohnehin geplante Erweiterung von zwei auf drei Säle wird parallel zur Wiederinstandstellung realisiert. Programmator Xavier Pattaroni rechnet damit, dass das Corso im Verlauf des Monats Oktober wieder eröffnet werden kann.

Ein paar Meter weiter wird das Dreieck zwischen Perolles, Zeughausstrasse und Pilettesgasse neu gestaltet. Nebst Wohn-, Geschäfts- und Büroflächen sieht das Grossprojekt einer Architektengemeinschaft um Gilbert Longchamp drei zusätzliche Säle für das Kino Rex vor. Derzeit wird die alte TPF-Garage abgerissen. Wie es weitergehe, hänge in erster Linie davon ab, wann und wie sich die offenen Fragen bezüglich der Finanzierung klärten, so Xavier Pattaroni.

«Es gibt viele Interessenten», sagte Jean-Louis Waeber vom Architekturbüro Longchamp auf die Frage nach potenziellen Investoren. Namen könne er noch keine nennen, aber: «Die Lage dürfte sich in Kürze klären.» Der weitere Verlauf der Arbeiten werde davon abhängen, wer den Zuschlag bekomme.

«Ich bin kein Kino-Killer!»

Jean-Luc Nordmann und Philippe Dejust ihrerseits haben keine Angst vor der Konkurrenz: «Das ist ein natürlicher Markt, der spielen wird», so Dejust. Und Initiant Nordmann nutzte die Gelegenheit der gestrigen Medienkonferenz, um festzuhalten: «Ich bin kein Kino-Killer!» Das erste Angebot für eine Zusammenarbeit habe er seinerzeit Marc Salafa gemacht, der aber ausgeschlagen habe . . . cs

Meistgelesen

Mehr zum Thema