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Fräschels befasst sich mit der Zukunft

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Die Gemeinde Fräschels ist in allen Bereichen auf Kurs. Das wurde am Montagabend aus den Voten des Gemeinderates sowie der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Gemeindeversammlung klar. Trotzdem könne es nicht schaden, sich mit der Zukunft zu befassen, wie Gemeindeammann Peter Hauser sagte. So brachte der Gemeinderat auch das Thema einer möglichen Fusion mit der Gemeinde Kerzers zum Schluss der Versammlung zur Sprache. «Die Anforderungen an eine Gemeinde sind heutzutage sehr komplex», führte Hauser aus. Die gesetzlichen Grundlagen und grössere Projekte wie Ortsplanungsrevisionen seien mit erheblichem Aufwand verbunden. «Wir haben in Fräschels aber effizientes und kompetentes Personal und können die Herausforderungen bewältigen.» Das sei aber eine Momentaufnahme. Niemand wisse, wie es in drei bis vier Jahren aussehen werde. Hauser will sichergehen, dass sich bei Vakanzen im Gemeinderat genügend Kandidatinnen und Kandidaten finden lassen, die in die kommunale Exekutive gehen würden. «Ich stelle mir die Frage, ob Fräschels einen geschlossenen Rücktritt des Gemeinderates selber bewältigen könnte.» Natürlich sei das ein unwahrscheinliches Szenario, aber man wisse schliesslich nie. Deshalb sei es gut, die Zukunft im Blick zu haben. Dabei dürften auch allfällige Fusionsgespräche nicht fehlen. Ein Stimmbürger stimmte dem zu, indem er die Entwicklung in der Schweizer Gemeindelandschaft skizzierte: Tatsächlich sinke die Gemeindezahl drastisch, gesamtschweizerisch seien seit dem Jahr 2000 zirka 280 Fusionen vollzogen worden. Der Bund mache Bestrebungen hin zu Gemeinden mit mindestens 5000 Einwohnerinnen und Einwohnern, so der Beitrag.

Fahrplan ausarbeiten

Eine mögliche Fusion wolle gut durchdacht sein, ist die Meinung des Gemeinderats. Deshalb äusserte er die Idee, mit Kerzers erneut informative Gespräche aufzunehmen, teilte Hauser mit. Bei den Gesprächen, die im Jahr 2014 auf unbestimmte Zeit verschoben wurden, soll es um den Austausch von Informationen gehen.

«Es ist keine geplante Fusionsverhandlung. Dafür braucht es zuerst einen Urnengang», betonte Hauser. Vielmehr sollen gemeinsam mit Kerzers Vor- und Nachteile besprochen werden – ein Austausch und Klären der Fakten also. «Bereits heute arbeiten wir eng mit Kerzers zusammen – sei es bei der Bildung, der Feuerwehr oder beim Abwasser.»

Dass das Thema die Fräschelser beschäftigt, zeigte die rege Diskussion an der Versammlung. Sowohl skeptische als auch wohlwollende Voten wurden vorgebracht. Es sei immer gut, proaktiv zu handeln, um so besser mitbestimmen zu können, war eine Meinung. Eine Stimmbürgerin wollte sichergehen, dass sich die Gemeinde bei einer möglichen Fusion nicht unter Wert verkaufe.

Die Gemeindeversammlung ging schliesslich mit dem Gemeinderat einig, dass erneute Gespräche mit Kerzers nicht schaden könnten. Deshalb werde 2019 ein Fahrplan ausgearbeitet, wie die Kontaktaufnahme aussehen könnte, kündigte Peter Hauser an der Gemeindeversammlung an.

Der Gemeinderat informierte, dass der Gemeinde eine rund ein Hektar grosse Waldparzelle zum Kauf angeboten worden war. Auch wenn er über das Geschäft in der Höhe von rund 23 000 Franken selber bestimmen könnte, wollte er die Meinung der Stimmbürger einholen. Diese standen dem Kauf jedoch mehrheitlich kritisch gegenüber. Die betreffende Parzelle sei kaum genutzt und folglich nicht gepflegt worden, sagte ein Stimmbürger. Die Pflege und Bewirtschaftung würden zusätzliche Kosten für die Gemeinde mit sich bringen, sei die Waldwirtschaft doch ein defizitäres Geschäft. Folglich sagten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in der Konsultativabstimmung mehrheitlich Nein zum Kauf dieser Waldparzelle. Eine definitive Entscheidung des Gemeinderats steht noch aus.

Den neuen Reglementen über die Trinkwasserverteilung und die Beseitigung und Reinigung von Abwasser stand kaum jemand kritisch gegenüber. Trotz künftigen höheren Gebühren wurden beide Vorlagen mit grosser Mehrheit angenommen. Gemeinderat Mauro Palumbo informierte anschliessend über die Aufwertung der gemeindeeigenen Grillstelle im Wald. Die Burgergemeinde Kallnach überliess Fräschels einen Holzunterstand, der nun neben der bestehenden Anlage platziert werden soll. Dafür und für die Errichtung eines kleinen Parkplatzes in der Nähe hat Fräschels Baugesuche eingereicht.

«Bereits heute arbeiten wir eng mit Kerzers zusammen – sei es bei der Bildung, der Feuerwehr oder beim Abwasser.»

Peter Hauser

Ammann Fräschels

Finanzen

Gemeinde Fräschels plant vorerst keine Steuersenkung

Die Gemeinde Fräschels steht finanziell gut da. Das zeigte sich an der Gemeindeversammlung am Montag: «Wir haben die spannende Situation, dass wir statt Pro-Kopf-Schulden ein Pro-Kopf-Guthaben aufweisen können,» erklärte Gemeinderat Urs Schwab. Einen Antrag zur Steuersenkung musste er dennoch ablehnen. Voraussetzung für eine Steuersenkung sei, dass das Budget mindestens ausgeglichen erstellt werden kann. Momentan bestünden 50 Prozent der Gemeindeeinnahmen aus Einkommenssteuern. Diese Erträge seien in den letzten Jahren gleich geblieben, während die Ausgaben stetig zugenommen hätten. Fräschels rechnet im Voranschlag 2019 bei einem Aufwand von rund 1,99 Millionen Franken mit einem Defizit von knapp 48 000 Franken. In Zukunft werde der Ausbau der Abwasserreinigungsanlage in Kerzers ins Gewicht fallen, denn diese muss bis zur Inbetriebnahme der neuen Kläranlage der ARA Seeland Süd in Muntelier in Betrieb bleiben. Die Nettoinvestitionen liegen inklusive Waldkauf (siehe Haupttext) bei 73 400.

nmm

 

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